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Schweiz abschaffen - Gaddafi stellt Antrag bei der UNO

Tripolis

Schweiz abschaffen - Gaddafi stellt Antrag bei der UNO

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    Droht der Schweiz das endgültige Aus? (Symbolbild)
    Droht der Schweiz das endgültige Aus? (Symbolbild)

    Bereits im Juli hatte Gaddafi am Rande des G-8-Gipfels in Italien eine Brandrede gegen die Schweiz gehalten. Er sprach von der Schweiz nicht als Staat, sondern als Mafia, die den internationalen Terrorismus finanziere. Das Land müsse zerschlagen und auf seine Nachbarländer aufgeteilt werden, so Gaddafi. Nun hat Gaddafi einen formellen Antrag gestellt, dass seine Vorstellungen bei der UNO-Vollversammlung im September offiziell diskutiert werden. Dies bestätigte die Schweizer Nationalrätin Christa Markwalder gegenüber der Schweizer Fernsehsendung "10vor10".

    Konkret fordert Gaddafi, dass die Schweiz in Territorien aufgeteilt wird. Die Romandie soll an Frankreich gehen, das Tessin an Italien und die Deutschschweiz an Deutschland. Libyen hat im kommenden Jahr den Vorsitz der UNO-Generalversammlung inne. Nun befürchten Schweizer Politiker, Gaddafi könne das zur negativer Werbung gegen die Schweiz nutzen.

    Allerdings wird Gaddafis Antrag auf Zerschlagung der Schweiz keine Folgen haben. "Ein solcher Antrag verletzt krass das Völkerrecht, das die Souveränität und die territoriale Unversehrtheit der Staaten schützt", zitiert 20 Minuten Online Anne Peters, Professorin für Völkerrecht an der Universität Basel. Ein solches Begehren habe keinerlei rechtliche Auswirkungen und sei politisch abwegig.

    Ursprung des Streits zwischen Gaddafi und der Schweiz war die Verhaftung des Gaddafi-Sohns Hannibal im vergangenen Sommer in Genf. Ihm und seiner Frau war vorgeworfen worden, eine Haushälterin misshandelt zu haben. Kurze Zeit später wurden in Libyen zwei Schweizer Geschäftsleute an der Ausreise gehindert. Bis heute durften sie nicht in ihre Heimat zurückkehren.

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