Nachdem der Stadtjugendausschuss im September der Öffentlichkeit mitgeteilt hatte, dass er "Das Fest" künftig aufgrund der Sicherheitslage nicht mehr als Träger durchführen könne, wurde eine dezernatsübergreifende Projektgruppe geschaffen, die die "Elemente des bisherigen 'Festes' auf den Prüfstand stellen sollte, um aus den Ergebnissen realistische Ansätze für 'das Fest' von morgen zu entwickeln". Insbesondere die Fragen zur Sicherheitsproblematik, Einhaltung des Jugendschutzes und zur Organisationsform sollten beantwortet werden.

"Zwei-Zonen-Modell" für mehr Sicherheit

Die Sicherheitsproblematik sei vor allem auf die "Überfüllung" zurückzuführen, so die Experten. Eine grundlegende Voraussetzung für die Fortführung der Veranstaltung sei daher nur eine Beschränkung der Besucherzahl, vor allem im Hügelbereich, sowie wirksame Zugangskontrollen. Für diese werden derzeit verschiedenen in Frage kommende Systeme geprüft. So könnten unter anderem "minderjährige Besucher mit farblich getrennten Einlassberechtigungen versehen werden, welche auch bei den Ausgabeständen von alkoholischen Getränken zur Kontrolle dienen", so die Beschlussvorlage.

Hierfür hat die Expertengruppe ein "Zwei-Zonen-Modell" vorgeschlagen, welche das Festivalgelände in die vergrößerte "Hügelzone" um die große Bühne und die "Sport- und Familienzone" bis zum Kühlen Krug unterteilt. Dabei werde der bisherige Kinder- und Familienbereich mit den Mobi-Angeboten des StjA in Richtung Kühler Krug verlagert und dadurch nicht mehr durch Konzertbesucher "gestört".

Durch die neu geschaffene Hügelzone werde der bisher stark frequentierte Weg zwischen der Alb und der Hauptbühne als Rettungs- und Versorgungsweg freigehalten. Zudem werde es in diesem Bereich keine Glasflaschen mehr geben, sondern die Getränkeausgabe ausschließlich auf Becher- und PET-Flaschen umgestellt werden.

Das Fest soll sich langfristig selbst finanzieren

Durch ein neues Getränkelogistikkonzept mit mehr Ausgaben sollen zudem mehr Erlöse generiert werden, damit sich die Veranstaltung "finanziell selbst tragen kann". Auch die geplante Organisationsform trage zur Finanzierung bei. So wird ein "Drei-Säulen-Modell" vorgeschlagen, bei dem Stadt,  Wirtschaft und Bürgerschaft "das Fest" künftig, zumindest die nächsten sechs Jahre bis zum Stadtjubiläum 2015, gemeinsam tragen.

Zur Finanzierung soll auch die Einführung einer Reservierungsgebühr beitragen. Hier wird vorgesehen, dass der Zutritt zur Hügelzone am Freitag und Samstag zirka fünf Euro pro Tag kosten wird. Die Kosten richten sich allerdings nach den zusätzlichen Aufwendungen für Security und Infrastruktur. Der Sonntag und das Klassikfrühstück blieben weiterhin ohne Reservierung.

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