Gelingt dem KSC ein Heimsieg gegen Darmstadt - dann schweben die Blau-Weißen auf Wolke sieben. Die Voraussetzungen einen Heimdreier einzufahren sind gut, denn: Der KSC blieb in den sechs zuletzt ausgetragenen Heimspielen unbesiegt. Und der Gegner Darmstadt 98 verbreitete im ersten Ligaspiel der Spielrunde nicht Angst und Schrecken. Der Heimauftakt gegen Regensburg ging mit 0:2 verloren.

Personeller Aderlass bei den "Lilien"

Die "Lilien" kreierten in der gesamten Spielzeit nur zwei Chancen - und die wurden vergeben. Man merkte den Hessen an, dass der Aderlass vor dieser Saison riesengroß war. Torschützenkönig Serdar Dursun ging zu Fenerbahce Istanbul, die zentralen Defensivspieler Victor Palsson (Schalke), Immanuel Höhn (Sandhausen), Nicolai Rapp und Lars Lukas Mai (beide Bremen) verließen den Club ebenfalls. Damit verloren die Lilien ihre komplette Mittelachse. Gegen Regensburg sah die neue Innenverteidigung mit Jannik Müller und Lasse Sobiech schlecht aus.

Eine Szene aus dem Heimspiel der letzten Saison: Der KSC trifft Aluminium.
Eine Szene aus dem Heimspiel der letzten Saison: Der KSC trifft Aluminium. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Sturmspitze Phillip Tietz, an dessen Verpflichtung einst der KSC Interesse hatte, der sich aber damals für einen Wechsel zu Drittligist Wehen Wiesbaden entschied, hing über weite Strecken in der Luft. Ihm fehlten die Pässe des Spielgestalters Marvin Mehlem. Doch Mehlem, der im Wildpark ausgebildet wurde, fällt nach einer Knieoperation noch ein paar Wochen aus. Matthias Bader und Benjamin Goller, die beide auch schon das KSC-Trikot trugen, standen beim Auftaktspiel 90 Minuten auf dem Spielfeld.

Corona macht Probleme beim KSC-Gegner

Der KSC Gegner war beim Saisonauftakt mächtig "Corona-geschädigt." Etliche Spieler mussten in Quarantäne, da zudem einige Profis verletzt und damit nicht einsatzbereit waren, fehlte dem neuen Trainer Torsten Lieberknecht fast ein Dutzend Stammkräfte.

Hat drei Corona-Fälle in seinem Team zu beklagen: Darmstadt-Coach Torsten Lieberknecht.
Hat drei Corona-Fälle in seinem Team zu beklagen: Darmstadt-Coach Torsten Lieberknecht. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Lieberknecht erklärte, dass man versuchen wird, Spieler aus der Corona-Quarantäne freizutesten, um gegen den KSC einige Alternativen mehr zur Verfügung zu haben. Zu Beginn der Woche befanden sich noch acht ungeimpfte Lilien-Spieler in Quarantäne.

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Die Badener erzielen im Schnitt 1,4 Tore gegen die Hessen, die wiederum treffen durchschnittlich exakt einmal pro Partie gegen die Fächerstädter. Führt der KSC in einem Heimspiel, dann werden 75 Prozent dieser Begegnungen gewonnen. Die letzte Begegnung zwischen den Teams gewann der KSC Ende Februar 2021 in Darmstadt mit 1:0, Torschütze: Kyoung-rok Choi. Das Heimspiel der vergangenen Saison ging allerdings mit 3:4 verloren.

Gondorf gegen die alte Liebe

Von insgesamt 27 Spielen gewann der KSC 16, spielte zudem sechsmal remis. Bester KSC Torschütze ist "Tormaschine" Philipp Hofmann. "Hoffi" erzielte gegen die Hessen schon fünf Treffer. Mittelfeldmann Marvin Wanitzek ist bester Vorbereiter in den Reihen des KSC.

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KSC-Chef und Kapitän Jerome Gondorf hatte vor einigen Jahren bei den Hessen eine tolle Zeit. Er brachte es auf 140 Einsätze für die 98-ger. 62 davon in der Bundesliga. Der 32-Jährige erzielte 13 Treffer für Darmstadt und bereitete 20 Tore vor.