Für den ersten Gänsehautmoment unter den  am Samstagnachmittag sorgte eine große Fanchoreografie auf der Gegengerade, mit der noch einmal an die größten Momente im Wildparkstadion erinnert wurde. Auf dem Platz wollte die Partystimmung dann aber nicht so richtig einsetzen. Beide Mannschaften standen hinten stabil, nach vorne fehlte aber sowohl beim KSC als auch bei den Gästen der entscheidende Pass, um Torgefahr auszustrahlen.

Nach rund 20 Minuten wurden die Offensivbemühungen der Hausherren dann deutlich größer, die bis dahin beste Chance hatte Anton Fink in seinem 300. Drittligaspiel. Der Schuss des Stürmers wurde von Kickers-Keeper Leon Bätge abgefangen (27.). Nach 35 Minuten hatte der ein oder andere schon einen Torschrei auf den Lippen, doch Marvin Pourié köpfte nach einer Hereingabe von Fink am Gehäuse vorbei.

Pourié lässt den KSC jubeln – Würzburg schlägt zurück

In der 41. Spielminute dann aber die ersehnte Erlösung. Pourié schloss einen Konter des KSC nach Zuspiel von Fink von der Strafraumgrenze erfolgreich zum 1:0 ab. Eingeleitet wurde die Situation durch einen langen Pass von Alexander Groiß. Doch die Freude sollte nur kurz bis nach dem Seitenwechsel anhalten.

Nach 50 Minuten erzielte Würzburgs Patrick Göbel den Ausgleich. Zuvor hatte sich KSC-Keeper Benjamin Uphoff mit einer Parade ausgezeichnet, seine Mitspieler bekamen den Ball aber nicht aus der Gefahrenzone geklärt, der Würzburger kam aus rund fünf Metern frei zum Abschluss. Es dauerte einige Minuten, ehe sich der KSC von diesem Rückschlag erholt hatte.

Pourié krönt die Abschiedsfeier

In der 67. Spielminute hatte Pourie seinen zweiten Treffer auf dem Fuß, doch statt Jubel kam den Karlsruher Fans nur ein fassungsloser Aufschrei über die Lippen - der Stürmer verzog vor dem leeren Tor, nachdem zuvor schon Fink an Bätge hängen geblieben war. Zwei Minuten später ging ein Flachschuss von Manuel Stiefler aus der Distanz knapp am Torpfosten vorbei.

Lange mussten die Karlsruher Anhänger um den Heimsieg bangen, doch in der Schlussphase schlug Pourié erneut zu. Einen Schuss von Kyoung Rok Choi konnte Bätge nicht festhalten, Fink setzte nach und eroberte den Ball zurück. Sein Pass fand Pourié, der sich diese Gelegenheit zum 2:1 nicht mehr nehmen ließ (82.).

 

Marvin Pourié
Marvin Pourié | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Es war der erhoffte Abschluss und perfekte Auftakt für die anschließende Abschiedsfeier. Nach Schlusspfiff hatte der Verein ein kleines Programm geplant mit zahlreichen "Helden" aus der Vergangenheit. Unter anderem waren Mario Eggimann, Florian Dick, Heinz Fütterer und Heinz Ruppenstein noch einmal in den Wildpark gekommen.

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Groiß, Wanitzek - Stiefler (72. Choi), Lorenz - Fink (90.+2 Hanek) - Pourié (87. Sané).