Schwartz war der einzige Karlsruher, der sich direkt nach der Niederlage stellen wollte. Die Spieler waren vom Feld direkt in die Kabine gerufen worden zu einer Besprechung. Danach trat keiner mehr vor die Mikrofone der Journalisten. Benjamin Uphoff war zum Überbringer der Nachricht geworden. 

KSC ist "überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen"

"Nach einem solchen Spiel sollte man erst einmal in den eigenen vier Wänden sprechen, um auch  die Emotionen etwas runterzuholen", meint Schwartz. Ein  Redeverbot hatte der Coach nicht verhängt, nur eine klare Ansage gemacht: "Ich habe gesagt: wenn ihr rausgeht, dann müsst ihr auch sagen, was es war - das 'ich' scheiße gespielt habe." 

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Ausreden wollte Schwartz nach der Partie keine hören: "Die brauchen wir nicht." Im Wildparkstadion hat ohnehin jeder gesehen, dass der KSC nie wirklich ins Spiel gefunden hat. "Wir sind in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben den Gegner spielen lassen und Aalen stark gemacht", erklärte der Coach und fügte an, dass man sich nach solch einer Leistung über das Ergebnis nicht wundern dürfe. 

Schwartz vergleicht KSC-Leistung mit Ü-Ei

Kommen sehen hat er dies im Vorfeld nicht, die Trainingsleistung sei ordentlich gewesen, die Mannschaft griffig. Aber solche Spiele passieren für Schwartz auch einmal: "Wir sind ja alles Menschen." Einen passenden Vergleich für das Spiel hatte er so auch parat: "Es ist manchmal wie bei einem Überraschungsei. Wir haben es aufgemacht, dieses Mal aber keine Figur drin gehabt, sondern viele Bauteile."

Diese gilt es nun schnell passend zusammenzusetzen, bereits am Sonntag (13 Uhr) wartet das Auswärtsspiel bei Energie Cottbus.