Wie viel an diesem Spieltag auf dem Spiel stand, machten beide Mannschaften auf dem Feld schnell klar. Kein Zentimeter Platz wurde dem Gegner geschenkt, viele Fouls unterbrachen das Geschehen. Eine Szene, die die Gemützer letztlich zum Hochkochen brachte, war ein Foulspiel von Daniel Gordon, der Jules Schwadorf mit dem Ellenbogen im Gesicht traf (29.). Kurz darauf revanchierte sich der Wiesbadener mit einem Foul an Marco Thiede – der benommen liegen blieb.

Stiefler vergibt kurz vor der Pause die Führung

Fußball gespielt wurde auch ein bisschen, ganz am Ende der ersten Halbzeit gab es durch Manuel Stiefler die beste Karlsruher Chance, als er aus fünf Metern den Ball am Tor vorbeischob. Auf der Gegenseite versuchte Manuel Schäffler auszunutzen, dass Benjamin Uphoff etwas zu weit vor seinem Tor stand. Sein Schuss aus 40 Metern ging nicht so weit drüber (44.).

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte zeigte sich der Wiesbadener Stürmer dann kaltschnäuziger. Nach einer Flanke von Moritz Kuhn war Schäffler zur Stelle, traf zur 1:0-Führung. Der SVWW hatte in der Folge deutlich Oberwasser, drängte auf den zweiten Treffer. Beim KSC schien dagegen ähnlich wie in der Vorwoche gegen Hansa Rostock in der zweiten Spielhälfte der Stecker gezogen zu sein. Es funktionierte kaum noch etwas.

Wiesbaden macht kurz vor Schluss den Deckel drauf

KSC-Cheftrainer Alois Schwartz reagierte, wechselte nach einer Stunde gleich doppelt und brachte mit Burak Camoglu und Saliou Sané gleich zwei Offensivkräfte. Doch auch weiterhin waren die Badener eher damit beschäftigt, das eigene Tor abzusichern.

In den letzten 20 Minuten versuchte der KSC dann noch einmal in der Vorwärtsbewegung, doch die Aktionen wirkten häufig unglücklich. In den letzten Minuten erhöhten die Gäste dann nochmals das Risiko, Schwartz löste seine Viererkette auf, brachte Justin Möbius für Marco Thiede.

Doch dieser Mut blieb unbelohnt, in der 87. Spielminute machte Niklas Schmidt für Wiesbaden alles klar.

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff, Gordon, Pisot, Roßbach, Lorenz, Stiefler, Pourié, Wanitzek, Thiede (83. Möbius), Kobald (62. Camoglu), Fink (62. Sané).