Die ersten 90 Minuten der neuen Zweitliga-Saison sind Vergangenheit und der Karlsruher SC scheint in Punkto Effizienz im Vergleich zur Vorsaison nichts eingebüßt zu haben. Gegen Aufsteiger Hansa Rostock zeigten die Badener eine über weite Strecken konzentrierte Vorstellung, taten sich gegen engagierte Gastgeber aber schwer.

Die Eichner-Elf konnte auf den Vorteil setzten, dass sie gut eingespielt waren. Denn mit Cueto hatte es nur ein Neuzugang in die Startelf geschafft, alle anderen Namen waren auch in der Vorsaison bereits in der Fächerstadt aktiv. Nach mutigem Start mit zwei guten Möglichkeiten für die Hanseaten in Minute fünf und zehn, wurde nach einer Viertelstunde der Führungstreffer der Rostocker vom VAR zurückgenommen. Beide Mannschaften setzten bis hierher auf eine kernige Zweikampfführung.

Offensivknoten platzte kurz vor Pause

Nach dieser Situation kam der KSC besser ins Spiel und konnte durch viel eigenen Ballbesitz das Spiel besser kontrollieren und den Rostockern etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Das Spiel verlagerte sich dann mehr und mehr ins Mittelfeld. Offensiv fehlte es aber erstmal an Ideen. Es dauerte bis kurz vor der Pause, ehe der Offensivknoten der Karlsruher platzte – mit großer Hilfe der Ostseestädter.

Der Karlsruher SC um Robin Bormuth (l.) und Christoph Kobald gewann in Rostock.
Der Karlsruher SC um Robin Bormuth (l.) und Christoph Kobald gewann in Rostock. | Bild: Danny Gohlke/dpa

Wanitzek traf nach einem Eckball aus spitzem Winkel zunächst den Pfosten, dann aber stoppte Scherf den Ball unglücklich, und Kobald konnte einschieben. Hofmann machte keine zwei Minuten später den Doppelschlag perfekt, als er einen Ballverlust von Meißner ausnutzte und so auf 2:0 aus Gästesicht stellte. Die Gastgeber ließen sich den Schock über den Doppelschlag auf dem Platz nicht anmerken und kamen selbstbewusst aus der Pause zurück, erwischten einen guten Start und belohnten sich schließlich mit dem schnellen Anschlusstreffer (52.)

Rostock konnte Druck nicht standhalten

Die Rostocker waren in dieser Phase näher am Ausgleich, der KSC wie schon in der ersten Hälfte arg unter Druck gegen einen läuferisch und kämpferisch starken Aufsteiger. Den hohen Druck und das Tempo konnten die Gastgeber aber schließlich nicht halten. Nach und nach wurde das Spiel mit fortlaufender Spieldauer wieder offener. Das Spiel verlagerte sich ebenfalls wie in Hälfte eins wieder vermehrt ins Mittelfeld, Chancen wurden eher Mangelware.

Eine Viertelstunde vor dem Ende zeigten die Wildpark-Kicker wieder ihre Abschluss-Effizienz. Die Rostocker Hintermannschaft bekam bei einem hohen Ball auf Jung keinen Zugriff auf den Ex-Nationalspieler, der den 3:1 Endstand gegen eine kämpferisch starke Rostocker Mannschaft erzielte. Für die Hansa-Elf wäre durchaus mehr drin gewesen in diesem ersten Saisonspiel der neuen Zweitligasaison. Für die Badener ist es ein glücklicher aber dennoch kein unverdienter Sieg.