Der KSC ist erfolgreich in den Endspurt des Jahres 2021 gestartet: Gegen ideenlose Hannoveraner sicherte man sich mit einem 4:0-Sieg die längst überfälligen drei Punkte. 

Nach dem bitteren 1:1 gegen den Tabellenletzten in Ingolstadt, tauschte Trainer Christian Eichner den Stürmer Fabian Schleusener für Dominik Kother in die Startformation. Zuletzt musste der KSC eine bittere Serie von vier sieglosen Spielen in Kauf nehmen.  Schon alleine deshalb war der Heimsieg am Samstag ein wichtiger Befreiungsschlag, um nun mit breiter Brust in die letzten drei Spiele vor der Winterpause zu starten. 

Breithaupt ist nicht mehr wegzudenken

Die Anfangsphase war von intensiven Zweikämpfen, aber auch durch Ungenauigkeiten geprägt. Der KSC drängt die Gäste in ihre eigene Hälfte, um versucht ihr Spiel zu entfalten. Immer wieder taucht Youngster Tim Breithaupt auf, der die Bälle behauptet und Schleusener auf die Reise schickt. Breithaupt ist aus dem Karlsruher Spiel nicht mehr wegzudenken und macht in diesem Spiel noch einmal mehr auf sich aufmerksam.  In der 17. Minute ist es wieder Breithaupt, der den Ball behauptet. Mit Wanitzek schickt er die Kugel per Doppelpass auf den linken Flügel, wo Heise ihn zurück in die Nähe des Elfmeterpunktes schiebt. Choi kommt angerannt, steht goldrichtig und schiebt den Ball eiskalt in die Maschen der Hannoveraner. 

KSC gegen Hannover am 27. November
Bild: Mia

Der KSC scheint nach dem Führungstreffer gelöster zu sein. Konter werden herausgespielt und die Badener scheinen sich immer besser zurecht zu finden in der Rolle des Spielgestalters. In der 27. Minute zappelte der Ball wieder im Tor, als Heise nach einer Ecke an den zweiten Ball kommt und eine Flanke in den Strafraum schlägt. Daniel Gordon kommt an den Ball, muss nicht hochspringen und bugsiert den Ball ohne viel Aufwand ins lange Eck. 

Keine zwei Minuten später erhöht der KSC auf 3:0, als Hofmann den Ball nach einem Einwurf sichert und ihn auf Choi spielt.  Dieser sieht Wanitzek und spielt die Kugel flach von der rechten Seite auf den gebürtigen Bruchsaler. Im Strafraum hat dieser alle Zeit und setzt den Abschluss flach ins lange Eck. 

KSC gegen Hannover am 27. November
Bild: Mia

In der 34. Minute hätte man meinen können, die Hannoveraner verkürzen auf 3:1. Doch Lukas Hinterseer hat den Ball mit dem Arm angenommen und ihn dann aus der Drehung mit dem zweiten Kontakt in die Maschen geschoben. Nach der Überprüfung durch den Videobeweis steht allerdings fest: Dieser Treffer wird annulliert und es bleibt bei der 3:0-Führung für die Blau-Weißen.

In der zweiten Halbzeit hatten die Gäste aus Hannover mehr vom Spiel, da sich der KSC zurückzog und sein Spiel auf Umschaltmomente verlagerte. Diese Momente gab es in der zweiten Hälfte allerdings weniger, sodass Hannover häufiger zur Gelegenheit kam, auf Anschlusstreffer zu hoffen. 

KSC gegen Hannover am 27. November
Bild: Mia

Die Defensive von Christian Eichner stand allerdings organisiert auf dem Feld, gleichzeitig fehlte es den Gastgebern an wirklichen Ideen, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Stattdessen ist es der KSC, der den Spielstand erhöht. Genauer, Top-Stürmer Philip Hofmann trägt sich auf die Schützenliste des Fußballfestes ein. Der eingewechselte Kother schiebt den Ball von der linken Seite auf Hofmann, der sich im Strafraum behauptet und mit links dem Torhüter den Ball durch die Füße schiebt.

Debüt für den jüngsten KSC-Spieler der Geschichte

In den Schlussminuten kommt es zu einem Vierer-Wechsel der Karlsruher Seite: Besonders hervorzuheben gilt es das Debüt von Efe-Kaan Sihalaroglu, der mit 16 Jahren der jüngste KSC-Spieler der Geschichte wird. 

Der KSC fährt an diesem eisigen Samstag einen verdienten Heimsieg gegen dezimierte und schlafende Gäste aus Hannover ein. Hannover 96 rutscht nun auf einen Relegationsrang , während der KSC vorzeitig auf den 9. Tabellenplatz klettert. Mit dieser Mannschaftsleistung sollte es gestärkt in die letzten drei Spiele vor der Winterpause gehen, um die maximal Punkteausbeute einzufahren. 

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