Kapitän David Pisot kehrte zunächst in die Startelf zurück, doch für wirkliche Stabilisation in der Defensive sorgte diese Änderung nicht zwingend. Auch wenn der Routinier bereits in den ersten Minuten durch eine energische Grätsche Schlimmeres verhindert, nachdem durch ein schlampiges Aufbauspiel seine Mannschaft unter Druck geraten war.

Die Blau-Weißen zeigen sich zu Gast beim FCH zu Beginn gewillt, am Offensivgeschehen teilzuhaben und überraschten in der ersten Viertelstunde in einer bis dahin offenen Partie mit einem mutigen Auftreten beim Tabellen-Vierten.

Verletzungsschock saß tief

Dass die Elf von Frank Schmidt in der Tabelle soweit oben steht, zeigen die Ostwürttemberger durch gute Chancen von Leipertz und Kleindienst. Bitter für die Karlsruher: Linksverteidiger Dirk Carlson muss mit Verletzungsproblemen bereits nach gut zwanzig Minuten vom Feld. Roßbach ersetzte ihn auf der linken Defensivseite.

Und der Verletzungsschock schien tief zu sitzen - unmittelbar nach dem Wechsel schlugen die Gastgeber zu und trafen zur Führung durch Kerschbaumer. Er veredelte eine Hereingabe seines Mitspielers Kleindienst, der KSC war zu ungeordnet.

KSC-Profi Änis Ben-Hatira (r) sah bei der Niederlage in Heidenheim die Rote Karte.
KSC-Profi Änis Ben-Hatira (r) sah bei der Niederlage in Heidenheim die Rote Karte. | Bild: Stefan Puchner/dpa

KSC spielt mutig aber erfolglos

Zwar spielt der KSC in der Partie weiter mutig mit, allerdings lassen sich die Badener in der Defensive zu einfach den Schneid abkaufen. Tim Kleindienst schließt einen lehrbuchmäßigen Heidenheimer Angriff, nach toller Vorarbeit von Leipertz und Busch, zum 2:0 ab.

Mit dem Halbzeitpfiff stellte der FCH gar auf 3:0, der überragende ehemalige Freiburger Kleindienst glänzte erneut als Torschütze. Die Karlsruher bekamen in der ersten Halbzeit auf extrem schmerzhafte Weise die Effektivität eines Spitzenteams zu spüren.