Es war so einiges anders vor Spiel eins nach dem Corona-Lockdown und der damit verbundenen Spielpause: Kein Abklatschen, kein gemeinsames Einlaufen und vor allem keine Fans. Zudem war es das erste Spiel nach dem Rücktritt von Präsident Ingo Wellenreuther.

Ein Fan Banner am Zaun des KSC "Holt euch am Samstag den  Sieg für eure Fans".
Ein Fan Banner am Zaun des KSC "Holt euch am Samstag den Sieg für eure Fans". | Bild: Markus Gilliar (GES-Sportfoto)

Neues Spiel, altes Problem

Doch sportlich schien die Zwangspause den KSC ein Stück weit beflügelt zu haben. Die Eichner-Elf, die im gewohnten 4-5-1-System mit Philipp Hofmann als einzige Spitze agierte, war die gesamte erste Halbzeit lang die bessere Mannschaft und stellte die Darmstädter vor einen arbeitsintensiven Samstagnachmittag.

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Altes Problem: Die Chancenverwertung! Unter anderem bekam Winter-Neuzugang Jerome Gondorf einen schönen Treffer per Heber wegen Abseitsstellung aberkannt! Weitere Versuche von Hofmann und Wanitzek stellten Darmstadts Schlussmann Schuhen vor keine größeren Herausforderungen.

Hofmann schießt den KSC zum 1:0

Nach dem Seitenwechsel stand zunächst ein ehemaliger Wildpark-Kicker im Focus: Marvin Mehlem verpasste die Führung nach 51 Minuten knapp. Aus dem Spielfluss heraus konnten beide Teams nur wenig Chancen kreieren. In diesem Fall kam den Badenern deren Stärke bei Standards zu Gute!

Marvin Mehlem (l) spielte fast seine gesamte Jugendzeit beim KSC.
Marvin Mehlem (l) behielt mit Darmstadt 98 gegen den 1. FC Heidenheim die Oberhand. | Bild: Thomas Frey/dpa

Insbesondere die kopfballstarken Akteure des KSC rückten in den Fokus: Gordon köpfte nach gut einer Stunde an die Latte, kurze Zeit später erlöste dann Hofmann die blau-weißen Herzen, vor den Bildschirmen zu Hause statt auf den Rängen, nachdem er eine Flanke von Marc Lorenz zur Führung veredelte. Für den 1,95 Meter großen Stürmer war es bereits der zwölfte Saisontreffer.

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Die besten Spielsituationen in der Nachspielzeit

Defensiv machte die Eichner-Elf seine Sache an diesem Nachmittag ohne Fan-Unterstützung gut und machte es durch kompaktes Verschieben den Hessen extrem schwer, Chancen zu kreieren. Die besten Spielsituationen gab es dann in der Nachspielzeit.

16.05.2020, xfux, Fussball 2. Bundesliga, Saison 19/20, Spieltag 26, Karlsruher SC - SV Darmstadt 98, emonline, emspor, v.l.
Marvin Wanitzek beim 2:0-Tor | Bild: Florian Ulrich (Jan Huebner)

Denn während Darmstadt durch Honsak den späten Lucky Punch verpasst, macht es auf der Gegenseite Spielmacher Wanitzek besser. Die Karlsruher Nummer "10" nutzte einen Abstauber zum 2:0-Endstand! Ein wichtiger und verdienter "Dreier" im wohl bislang außergewöhnlichsten Fußballspiel der Vereinsgeschichte!