Am Montag, exakt um 9 Uhr, treffen sich die Profis des KSC im Wildpark. Mit einem Laktattest, der den Fitnesszustand jedes einzelnen belegt, endet dann die Pause, die aufgrund der Winter-WM in Katar notwendig war. Da die Dauer des Laktattests bei wohl 30 anwesenden Profis nicht ganz genau vorherbestimmt werden kann, wurde der Beginn des ersten Trainings auf dem Platz im Wildpark auf 15 Uhr festgelegt.

Coach Christian Eichner freut sich darauf: "Die Pause war gut, aber es ist auch gut, dass es jetzt wieder losgeht. Ich finde es absolut in Ordnung, dass wir rund drei Wochen zusammen sind und Grunddinge wieder aufzufrischen können." Unter Grunddingen versteht der Fußballlehrer, "dass die Körperlichkeit wieder mehr in den Mittelpunkt gestellt wird. Vor allem werden wir daran arbeiten, die Abwehrarbeit wieder zu stabilisieren."

Der Karlsruher Stephan Ambrosius bei einem Spiel.
Der Karlsruher Stephan Ambrosius bei einem Spiel. | Bild: Uli Deck/dpa/Archiv

Von den 31 Spielern, die beim KSC unter Vertrag stehen, ist am Montag einer sicher nicht dabei: Leihspieler Stephan Ambrosius. Der Abwehrspieler heilt noch einen Muskelfaserriss im Oberschenkel aus. Man will auf keinen Fall das Risiko einer neuen Muskelverletzung eingehen. Mittrainieren werden dagegen Kilian Jakob, Felix Irorere und Luca Boley. Allerdings würden sich die KSC-Verantwortlichen, auch aufgrund es aufgeblähten Kaders, gerne von diesem Trio trennen. Doch das ist knifflig, denn alle drei haben beim KSC lediglich bis Saisonende einen Kontrakt und dürfen so aufgrund der gültigen Statuten nicht ausgeliehen werden.

Welcher Spieler kann von Gehaltsliste gestrichen werden?

Ob die KSC-Bosse, bei einer eventuellen Anfrage, einen Vertrag verlängern, um einen Spieler kurzfristig - zumindest teilweise - von der Gehaltsliste streichen zu können? Verbunden mit dem Risiko, diesen Akteur nach der Leihe ein weiteres Jahr bezahlen zu müssen? Das wäre ein Spiel mit dem Feuer. Aber: Eine Vertragsauflösung wäre wohl ziemlich sicher mit einer Abfindung verbunden.

Daniel O'shaughnessy
Daniel O'shaughnessy | Bild: Thomas Riedel

Mit dabei beim Trainingsauftakt ist auch Daniel O'Shaughnessy. Der Finne, der es zuletzt nicht mehr in den Spieltagskader schaffte, und dem daher Abwanderungsgelüste nachgesagt werden, ist mit seiner aktuellen Situation unzufrieden. Aus dieser Unzufriedenheit könnte Unruhe entstehen. Doch das sieht Eichner nicht so. "Dann hätte es das schon in der jüngeren Vergangenheit geben müssen. Das hat es nicht, weil wir die Dinge klar angesprochen haben. Wir sind im ständigen Austausch mit den Spielern, das ist elementar. Dass nicht alle zufrieden sind, ist ein normaler Zustand."

Eichner: Spieler werden ihre Hausaufgaben erledigen

Apropos Zustand. Über den Fitnesszustand der Spieler wird Eichner ausgiebig von KSC-Athletiktrainer Florian Böckler informiert. "Der Zustand der Spieler wird positiv sein - wie immer", ist Eichner sicher, dass seine Schützlinge ihre Hausaufgaben gut erledigten. über die Weihnachtsfeiertage bekommen die Spieler dann nochmals ein paar Tage frei, ehe die konkrete Vorbereitung auf die erste Begegnung in der Rückrunde - gegen den SC Paderborn - in Angriff genommen wird.

Karlsruhes Trainer Christian Eichner gibt Anweisungen.
Karlsruhes Trainer Christian Eichner gibt Anweisungen. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Wie lange die Profis über Weihnachten die Beine hochlegen dürfen, das macht Trainer Christian Eichner von Einsatz und Engagement während der Übungseinheiten abhängig. "Man wird sehen", sagt der KSC-Coach dazu lapidar. Eichner erwartet nicht, dass es in seinem Kader einen Überflieger in der Rückrunde geben wird. Er erwartet, "dass alle zulegen. Das müssen wir, wenn wir den letzten Block der Hinrunde betrachten. Allerdings haben wir zuvor gezeigt, zu was wir in der Lage sind. Daran werden wir uns orientieren. Um die Liga zu halten, müssen wir so verteidigen wie in dieser Phase."

Sowohl in Trainingsphase eins wie zwei werden die Karlsruher etliche Testspiele absolvieren.

Festgelegt sind bisher:

  • bei Viktoria Köln 9.12. um 13 Uhr
  • beim VfL Bochum 10.12. um 13 Uhr
  • beim SC Freiburg 16.12. 13.30 Uhr (4 x 30 Minuten unter Ausschluss der Öffentlichkeit)
  • bei Racing Straßburg am 21.12. 2022 im Meinaustadion