Peter Putzing

Mehlem, dessen Eltern in Blankenloch nördlich von Karlsruhe leben – weniger als 40 Kilometer vom SVS-Stadion im Hardtwald entfernt - unterschrieb in Sandhausen einen Vertrag, nachdem er den medizinischen Check erfolgreich absolvierte. Paderborn, der SVS und Mehlem einigten sich auf einen Leihvertrag, der bis Ende der Saison läuft.

Mehlem will "große sportliche Ziele" umsetzen

"Ich freue mich sehr, wieder in der Heimat spielen zu können. Sandhausen ist ein toller Club und ich bin heiß auf die sportliche Herausforderung, die mich hier erwartet", so Mehlem. Er hat noch "große sportliche Ziele", die er beim SVS umsetzen will. In Paderborn sah "Cello", wie ihn die meisten rufen, keine all zu großen Chancen auf einen Stammplatz.

Ein offenes Gespräch mit Trainer Lukas Kwasniok war mitentscheidend. Kwasniok konnte ihm Einsatzzeiten in Aussicht stellen. Aber: einen Platz in der Startelf eher weniger. Er habe den Wechselwunsch von Mehlem schweren Herzens akzeptiert.

"Cello ist enorm wichtig. Er gibt in jedem Training Vollgas, bringt so dem kompletten Kader weiter", so Kwasniok. Das weiß auch Alois Schwartz. Der aktuelle Coach des SV Sandhausen hatte einst als KSC-Cheftrainer den Mut, den jungen Mehlem die ersten - absolut erfolgreichen - Schritte im Profifußball zu ermöglichen.

Sandhausen-Trainer Schwartz förderte Mehlem einst

Schwartz stärkte dem unerfahrenen Jungprofi den Rücken, wusste, dass der eine "Kampfmaschine" im Mittelfeld ist. Seine Stärken spiegeln sich in seinem Spitznamen wider, den ihm die Ex-Teamkollegen beim KSC verpassten: "Braveheart!" So hießt auch Gennaro Gattuso - der knallharte italienische Ex-Nationalspieler. "Ich liebe Zweikämpfe - so wie Gattuso", sagt Mehlem. Er geht keinem Duell aus dem Weg, bekennt: "Die Drecksarbeit im Mittelfeld mache ich richtig gerne!". Inzwischen hat er die Erfahrung von 138 Profispielen.