Das Interesse zum Start der Abrissarbeiten war zumindest bei der Presse groß: Florian Kaute,  Pressesprecher vom Eigenbetrieb Fußballstadion (Eibs) und Frank Nenninger, Geschäftsführer der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig),  konnten einige Pressevertreter und Fotografen zum Termin im Karlsruher Wildpark begrüßen. 

Ruhig und bedacht statt großer Knall

Wie schon vor zwei Wochen waren die beiden wieder auskunftsfreundliche Gesprächspartner und erklärten ausführlich den am Montag gestarteten Abriss der Haupttribüne.

Gestartet wurde mit den Arbeiten im ehemaligen Block E4. Ein großer Unterschied ist von außen aber noch nicht zu erkennen und wer einen großen "Knall" zum Abriss-Start erwartet hatte wurde ebenfalls enttäuscht. 

Bild: Hammer Photographie

Denn: Wie schon beim Abriss der Gegengerade wird auch jetzt auf die Trennung der verschiedenen verbauten Materialien geachtet. "Zuerst werden die Dämmung auf dem Dach und die vielen Glasscheiben entfernt, um dann später den Stahl abzureisen", erklärt Kaute das Vorgehen. Dementsprechend übersichtlich laufen die Arbeiten ab. Nur vereinzelt konnte der Baggerfahrer schon kleine Stahlstreben aus der Dachkonstruktion lösen. 

Ökologisches Zeitfenster muss eingehalten werden

Insgesamt sechs Wochen Arbeit sind für den Abriss der zirka 1.200 Tonnen Stahl vorgesehen. Ende Februar 2021 soll die Tribüne dann dem Erdboden gleich gemacht worden sein. "Wir gehen davon aus, das wir dieses Ziel erreichen, wir müssen es nämlich erreichen", meint Nenninger.

Bild: Hammer Photographie

Der Grund: "Wir haben ein ökologisches Zeitfenster." Die alte Haupttribüne ist bei Fledermäusen als Brutstätte sehr beliebt und wenn diese sich mal eingenistet haben, kann nicht abgerissen werden, erklärt Nenninger den Pressevertretern.

Parallel zum Abriss wird weiter gebaut

Eine solche Verzögerung wäre für alle Beteiligten natürlich wenig befriedigend. Vor allem vor dem Hintergrund, das wegen fehlerhafter Stahlteile sich der Bau der Osttribüne verzögert hat. Die geplante Fertigstellung im Sommer 2022 ist aber nicht gefährdet. "Durch die parallel laufenden Arbeiten an der Ost-, Süd- und nun der Haupttribüne hält sich die Verzögerung in Grenzen", beruhigt Kaute. 

Bild: Hammer Photographie

Diese parallelen Arbeiten sind das Zauberwort beziehungsweise die Zauberwörter. Denn während auf der Haupttribüne fleißig rückgebaut wird und der Bagger mit einer XXL-Schrottschere den Stahl abreißen wird, geht der Neubau der neuen Tribünen weiter voran. Die Osttribüne scheint betriebsbereit und auf der Südtribüne wurden schon die ersten Fertigbetonelemente des Oberrangs verbaut.

Hier gibt's noch mehr Bilder vom Abriss:

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