Mittlerweile lässt sich am Adenauerring mehr als nur erahnen, wie das neue Stadion des Karlsruher SC am Ende aussehen soll. Der Umbau der ehemaligen Gegengerade nimmt immer mehr Formen an und bietet eine imposante Erscheinung. Zuletzt wurden die Sitzschalen im Stadioninneren montiert.

Allerdings ist eine wichtige Frage bisher noch ungeklärt: Auf welchen Namen soll die neue Arena getauft werden? Oder bleibt der Name "Wildparkstadion" erhalten? Ob und wie das Stadion getauft wird, wird von der Stadt Karlsruhe entschieden. Als Bauherrin hat sie die Möglichkeit, den Namen für das neue Stadion zu vermarkten und damit Geld zu verdienen. 

KSC darf bei Namensvergabe mitentscheiden

Konkret entschieden ist hier momentan aber noch nichts. "Aktuell befindet sich der Namensvergabeprozess noch in der Planungsphase", sagt Werner Merkel, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Wildparkstadion (EiBS), im Gespräch mit ka-news.de.

Werner Merkel
Werner Merkel stand Ka-news Rede und Antwort. | Bild: Hammer Photographie

Stadion-Webcams

Es gebe zwar schon Wünsche und Ideen " im Moment können wir aber nichts Spruchreifes verkünden", so Merkel weiter. Sorgen müssten sich die KSC-Fans hier aber nicht machen, denn: Da die Blau-Weißen das Stadion künftig nutzen werden, werde man den Namen in enger Absprache mit dem KSC vergeben.

"Da die Rechte für die stadiongetriebene Produkte beim KSC liegen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Verein und Stadt natürlich sinnvoll", so der EiBS-Chef.

Neue Einnahmequelle für den KSC?

Dass eine Umbenennung des KSC-Stadions überhaupt sinnvoll sein könnte, zeigt ein Blick auf die Konkurrenz: Eine Vermarktung des Stadion-Namens kann für den Verein eine enorme Finanzspritze bedeuten. So etwa kassiert der VfB Stuttgart für die Namensrechte an seiner Arena 20 Millionen Euro von Mercedes.

Blick über den Innenraum, an der Südkurve werden die Fundamente gebaut.
Blick über den Innenraum, an der Südkurve werden die Fundamente gebaut. | Bild: Tim Carmele

Und auch in der zweiten Liga ist die Namensvergabe ein beliebtes Mittel, die Vereinskasse aufzufrischen - die Voith-Arena in Heidenheim, die Benteler-Arena in Paderborn oder das BWT-Stadion in Sandhausen sind hier nur einige Beispiele.

"Wildpark" könnte erhalten bleiben

Der Name "Wildparkstadion" ist allerdings bei den KSC-Fans schon seit Jahrzehnten etabliert. Was würden die blau-weißen Anhänger sagen, sollte künftig ein Markenlogo über dem Stadion hängen? Boris Gradecak, Kopf hinter dem Twitter-Kanal "Wildpark Crew", meint: "Bis auf wenige Ausnahmen, sehe ich da wenig Probleme. Für die Fans wird der Name "Wildpark" immer erhalten bleiben."

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Für konkrete Details zum künftigen Namen- etwa über potenzielle Partner, die Vertragslaufzeit oder den finanziellen Rahmen - müssen sich die Fans allerdings noch gedulden. Diese werde man erst im Laufe des Oktobers kommunizieren können - dann nämlich soll der Vergabeprozess starten.

Allen "Wildpark"-Fans macht EiBS-Chef Werner Merkel allerdings schon jetzt Hoffnung: "Bei allen Beteiligten gibt es den Wunsch, den Namen 'Wildpark' auch im neuen Stadion zu erhalten."

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