Der KSC kassierte am Samstag eine 1:3-Heimniederlage - Robin Bormuth hatte dennoch alles gegeben. Hatte in Minute 51 Pech. Er kam aus kurzer Distanz zum Kopfball, doch Gästekeeper Vasilj kann mit einer Faustabwehr retten.

Eichner: "Eine ehrliche Haut"

Bormuth, das ist: ein netter, immer freundlicher und zuverlässiger Mensch. Höflich, zuvorkommend, bodenständig. Trainer Christian Eichner nennt ihn: "eine ehrliche Haut!" Betritt er jedoch das Spielfeld, ist er zwar noch immer ehrlich und zuverlässig.

Robin Bormuth (KSC32) und Mannschaft kommt ins Traininsspielfeld vom Aufwärmen.
Robin Bormuth (KSC32) und Mannschaft kommen auf das Traininsspielfeld vom Aufwärmen. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Aber: Dann ist er im Tunnel, kennt keine Schonung, weder für den Gegner, noch für sich. Dann gibt es den Robin Bormuth, der alles gibt, um zu gewinnen. Bisweilen auch über die Grenzen der Belastbarkeit für seinen Körper hinaus.

Bormuth geht über die Grenzen seines Körpers hinaus

Nach einem Jochbeinbruch trat er bald wieder mit einer Gesichtsmaske an, schonte sich nicht. Als er in Schalke, trotz Maske, am Auge verletzt wurde, musste er vom Feld geführt werden. Kurz danach kehrte der 1,90-Meter-Mann, heftig lädiert, aber schulterzuckend und lächelnd, zurück. Er spielte weiterhin bei den Blau-Weißen in der Innenverteidigung bärenstark.

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Vor der Partie gegen St. Pauli hatte er sich eine Kapselverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen, trainierte zunächst nur individuell. Doch gegen die Kiezkicker biss er auf die Zähne, war dabei - und lieferte eine ordentliche Leistung ab: 10,36 Kilometer Laufleistung sind für einen Abwehrspieler in Ordnung. Die Passquote mit 78 Prozent ist gut.

Voller Einsatz ist für Bormuth normal

57 Prozent der Zweikämpfe hat er gegen die Kiezkicker gewonnen - da ist noch etwas Luft nach oben. Verwarnt wurde Bormuth, weil er sich nach einer gelben Karte für Kyoung-Rok Choi - die absolut berechtigt war - zu heftig beschwerte.

KSC - FC St. Pauli
Robin Bormuth (m). im Zweikampf im Spiel gegen St. Pauli. | Bild: Mia

Der Abwehrspieler, der von Fortuna Düsseldorf zum KSC wechselte, strahlt dennoch Ruhe aus. Er erklärt, warum voller Einsatz für ihn normal ist: "Ich habe in meiner Laufbahn nichts geschenkt bekommen, ich musste mir alles erarbeiten."