KSC-Trainer Christian Eichner will mit einem völlig überholten Kader in die neue Saison starten. Kleiner, jünger, mehr Sprinter und mehr Verstärkung auf den Außenbahnen - so soll die Mannschaft künftig aufgestellt sein.

Kommt Michael Rensing für Benjamin Uphoff?

Ganz sicher ist bisher allerdings nur, wer den KSC verlässt: Bisher bestätigt sind Burak Camoglu, Martin Röser, Lukas Grozurek, Anton Fink und Änis Ben-Hatira. Auch die Rückennummer eins, Benjamin Uphoff, zieht es weg vom KSC und hin zur Ersten Bundesliga. Ein Nachfolger ist bisher nicht bekannt.

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Dass Eichner einen guten Kontakt zu Torhüter Michael Rensing pflegt und beide des Öfteren telefonieren, seit man gemeinsam beim 1.FC Köln spielte, hat aber nicht zwangsläufig zur Folge, das Rensing als Uphoff-Nachfolger in den Wildpark wechselt. Obwohl das machbar wäre, denn der Routinier erhielt bei Fortuna Düsseldorf keinen neuen Vertrag, könnte ablösefrei kommen.

Zieht das Fortuna-Trikot nach dem Saisonende aus: Keeper Michael Rensing.
Zieht das Fortuna-Trikot nach dem Saisonende aus: Keeper Michael Rensing. | Bild: Peter Steffen/dpa

Auch über Michael Esser, zuletzt in Hoffenheim und im Moment vertragslos, wurde spekuliert. Doch ein Wechsel zu den Blau-Weißen scheint unwahrscheinlich - nicht, weil Esser schon 32 Jahre alt ist, sondern weil er wohl nicht ins KSC-Gehaltsgefüge passt.

Diese Talente sind aktuell ohne Verein

Als Verstärkungen auf den Außenbahnen steht bei Christian Eichner unter anderem Keanu Staude von Arminia Bielefeld auf dem Zettel. Der Vertrag des 23-Jährigen bei den Ostwestfalen ist in diesem Sommer ausgelaufen und er könnte ablösefrei zum KSC wechseln.

Ein weiterer möglicher Kandidat: Nicklas Shipnoski. Der 22-Jährige spielte 2018/19 eine gute Saison im Dress von Wehen Wiesbaden, kam in der vergangenen Runde allerdings kaum noch zum Zug. Der Vertrag des Wormsers bei den Hessen ist ebenfalls in diesem Sommer ausgelaufen. Zudem gab es wohl Kontakte zu Florian Kath vom SC Freiburg. Dessen Vertrag bei den Breisgauern ist ebenfalls nicht verlängert worden - er könnte ablösefrei den Verein wechseln.

Ein großer Kader - hält die Vereinskasse das aus?

Doch würde die klamme KSC-Kasse so viele Wechsel tatsächlich mitmachen? Im Moment stehen 23 Profis auf der Gehaltsliste des Vereins, dazu gehören die Eigengewächse David Trivunic (18) und Jannis Rabold (19), beide aus der U19. Die ausgeliehenen Tim Kircher, Malik Batmaz und Marvin Pourié kehren zurück. Heißt also: Es ist ein ziemlich großer Kader, den der KSC schon jetzt bezahlen muss.

Marvin Pourie (KSC 9) rettet den Ball vor dem Aus.
Marvin Pourié (KSC 9) rettet den Ball vor dem Aus. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Hinzu kommt: Die Verträge von Innenverteidiger Daniel Gordon, Mittelfeldspieler Manuel Stiefler und Linksverteidiger Damian Roßbach sind mit dem Ende der Saison ausgelaufen - der Verein muss ihnen ein neues Angebot unterbreiten, will er sie halten. 

Noch bis zum 5. Oktober ist das Sommer-Transferfenster geöffnet. Die neue Saison startet am 18. September. Wie der Kader dann aussehen soll, sollte Trainer Christian Eichner also spätestens dann  entschieden haben, wenn er mit seiner verjüngten und modifizierten Elf wie angekündigt in der kommenden Saison einen starken Auftritt hinlegen will.