Am 23. Mai soll der KSC im Saisonfinale gegen den 1. FC Heidenheim auf dem Rasen stehen - so sieht es der aktuelle Spielplan vor. Doch der könnte nun durcheinandergewirbelt werden: Der Grund: Nachdem die Blau-Weißen sich am Dienstag für 14 Tage in Corona-Quarantäne verabschieden mussten, hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) die kommenden beiden Partien abgesetzt. Das schreibt der Verein auf seiner Website.

Wie wettbewerbsfähig wird der KSC am Saisonende sein?

Ursprünglich hätte das Team um Trainer Christian Eichner am Samstag, 10. April, bei Fortuna Düsseldorf und am 17. April gegen den FC Erzgebirge Aue gespielt. "Neue Spieltermine für die nun abgesetzten Begegnungen werden schnellstmöglich bekannt gegeben", so der KSC weiter. Doch was heißt das für das Saisonende und die Vorbereitung darauf?

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Fakt ist: Für die Profis des KSC wird die Belastung in den kommenden Wochen enorm. Sofern die beiden Spiele nachgeholt werden, werden Englische Wochen mit weiten Reisen höchstwahrscheinlich zur harten Realität.

Schon andere Teams knickten unter den Corona-Bedingungen ein

Was das bedeuten kann, musste in der vergangenen Saison schon Dynamo Dresden am eigenen Leib erfahren: Mehrfach musste die Mannschaft in Quarantäne, danach im Zwei- bis Drei-Tage-Rhythmus ran. Diese Höllenbelastung war wohl der Hauptgrund für den Abstieg der Dresdner in Liga drei.

Die gute Nachricht: Dieses Horrorszenario droht den Badenern nicht, denn mit 42 Punkten auf dem Konto ist der Klassenerhalt definitiv in trockenen Tüchern. An den Kräften der Blau-Weißen würde ein solches Saisonfinale nichtsdestotrotz ordentlich zehren. Da hilft es auch nicht, dass das Mannschaftstraining durch die Quarantäne nun erst einmal auf Eis liegt. 

Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft beim Training im Dialog.
Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft beim Training im Dialog. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

KSC-Chefcoach Christian Eichner will sich dadurch aber nicht unterkriegen lassen. Wie er seine Jungs auch im "Homeoffice" fit halten will und für wie wettbewerbsfähig er sie vor diesem Hintergrund zum Saisonende hält - ka-news.de hat mit ihm im Interview gesprochen. 

Herr Eichner, wie geht es Ihnen, den Spielern und dem Trainerstab?

Gut, allen Spielern, deren PCR-Test positiv waren, geht es gut.

Wie werden Sie versuchen, die Spieler körperlich fit zu halten? Mit Videoclips? Online-Vorgaben?

Zunächst werde ich mein Netzwerk nutzen, um mich zu erkundigen, wie andere Vereine, andere Trainer, die eine ähnliche Situation erlebten, damit umgingen. Wir werden versuchen, alle körperlich fit zu halten, alle mit adäquaten Trainingsgeräten auszustatten, damit im "Homeoffice" zielgerichtet und gut gearbeitet werden kann.

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Stand jetzt hat der KSC nach der Quarantäne drei Tage Zeit, sich auf die kommende Partie vorzubereiten. Ist das Team dann wettbewerbsfähig?

Zunächst muss an abwarten, ab welchem Tag genau gezählt wird. Danach sehen wir, welche Auswirkungen es hat. Aber das ging den anderen betroffenen Mannschaften auch so – daher bleibt uns nichts anders übrig, als die Situation zu akzeptieren, wie sie ist.

Nutzen Sie die Quarantäne-Pause, um den Kader für die Saison 2021/2022 genauer zu planen? 

Ich versuche immer aus jeder Situation etwas Positives herauszufiltern. Ich werde die Zeit nutzen, um mich mit potentiellen Neuzugängen noch intensiver zu beschäftigen.

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Es gab einige neue Verträge und Vertragsverlängerungen. Ist - Stand heute - der Kader für die kommende Saison stärker als der aktuelle?

Bei uns gibt es noch, wie bei allen Mannschaften, viele Fragezeichen, sodass ich mich mit einer derartigen Fragestellung nicht beschäftige. Da sind beispielsweise die Leihspieler, die auslaufenden Verträge. Da kommt in den nächsten Wochen Bewegung rein. Kader miteinander zu vergleichen macht aus meiner Sicht keinen Sinn.

 
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