Karlsruhe Gegen Amazon und Co.: Lokal-Lobbyisten wollen den Einzelhandel vor Ort stärken und Vereine unterstützen

Noch immer sucht der Einzelhandel ein Rezept gegen Online-Handelsriesen wie Amazon und Co. - Businessclub Connexxtion Gründer Marc Eisinger glaubt es gefunden zu haben: mit einer neuen App sollen nicht nur die Karlsruher Einzelhändler gestärkt, sondern auch noch Vereine in der Region unterstützt werden.

Glaubt man der WELT, droht jedem zweiten Einzelhändler in Deutschland das Aus. Der Grund dafür ist einfach: der Internethandel boomt, allen voran der von Gigant Amazon aus den USA, der 2017 weltweit 177,87 Milliarden Dollar Umsatz umsetzen konnte. Doch Amazon ist weltweit betrachtet nicht ohne Konkurrenz: auch China-Gigant Alibaba.com drängt langsam aber sicher auf den europäischen Markt und wird seinen 2017 erzielten Umsatz von umgerechnet rund 23 Milliarden Dollar sicherlich rasant vervielfachen, sobald man sich den europäischen Markt "zurechtgelegt" hat.

Was sollen Einzelhändler tun?

Was also tun als Einzelhändler, um sich dieser drohenden Übermacht aus dem Internet erfolgreich zu stellen? Marc Eisinger glaubt darauf eine Antwort gefunden zu haben: "Wenn ich mit Menschen spreche, die Einzelhändlern Lösungen präsentieren, dann geht es immer um die Themen, den eigenen Service vor Ort zu verbessern, die Kundenansprache noch freundlicher und gezielter anzugehen und die eigenen Waren ebenfalls im Internet anzubieten. Verschiedene Onlineshop-Varianten werden dabei initiiert. Meistens ist es der eigene Online-Shop, und immer öfters auch über gemeinschaftlich organisierte Online-Plattformen, über die die Waren aller in einer Stadt oder Region ansässigen Einzelhändler zum Kauf angeboten werden. Vereinzelt wird auch geraten, die Waren online nur reservieren zu lassen, damit die Verbraucher dann im Ladengeschäft anprobieren und kaufen können."

Manche raten Einzelhändlern mit den großen Onlinehändlern zusammen zu arbeiten und wieder andere reden Verbrauchern ins Gewissen, das Geld doch lieber vor Ort auszugeben, statt im Internet - das helfe schließlich der ganzen Region und damit jedem einzelnen, so Eisinger. "Ich denke, es wird am Ende eine Mischung aus allem sein, mit der sich engagierte Einzelhändler den eigenen Markt sichern. Vorneweg allerdings sollten Verbraucher meiner Ansicht nach tatsächlich emotional abgeholt und motiviert werden, das eigene Geld im stationären Handel auszugeben." Dafür reichen Eisingers Einschätzung nach moralische Floskeln allerdings nicht aus, es brauche einen triftigen Grund zur positiven Entscheidung für den Einkauf im stationären Handel - und der habe meist etwas mit dem eigenen Geldbeutel zu tun.

ka-news unterstützt "Ihr kauft LOKAL" als Medienpartner

"Genau da kommt unser Projekt 'Ihr kauft LOKAL - wir spenden' ins Spiel: ähnlich wie bei den bekannten Charity-Shopping-Portalen Schulengel.de, Bonsum.de oder eben auch Amazon SMILE wird bei unserem Charity-Shopping-Projekt mit jedem Einkauf eine Spende für einen guten Zweck ausgelöst - und natürlich entscheiden auch bei uns die Verbraucher, welchem der eigenen Lieblingsvereinen diese Spende zugutekommen sollte. Einziger Unterschied: bei uns läuft die gesamte Abwicklung über eine Smartphone-App und nicht über ein sogenantes Affiliate-Programm der teilnehmenden Onlinehändler."

ka-news hat den Prototypen dieser Smartphone-App bereits getestet und entschieden, dieses Projekt als Medienpartner zu unterstützen. Nun geht es im nächsten Schritt darum, die Karlsruher Einzelhändler als Einkaufspartner und natürlich viele gemeinnützige Karlsruher Vereine als Spenden-Empfänger zu gewinnen.

Alle teilnehmenden Vereine müssen gemeinnützig sein

"Alle teilnehmenden Vereine müssen gemeinnützig sein, da die teilnehmenden Einkaufspartner für die Spendenauszahlungen an die einzelnen Vereine natürlich eine entsprechende Spenden-Quittung erhalten müssen.", so Daniel Tomovski aus Karlsruhe, der als Lokal-Lobbyist des Businessclub Connexxtion die Region Karlsruhe betreut. "Auch das ist ein wichtiger Unterschied zu den bestehenden Charity-Shopping-Portalen im Internet: dort zahlen die teilnehmenden Onlinehändler an die Charity-Shopping-Anbieter Provisionen, die wiederum vom Charity-Shopping-Anbieter an die teilnehmenden Vereine abzüglich einer eigenen Provision als Spende weitergegeben werden." Marc Eisinger ergänzt: "Und natürlich können wir es mit unserer Smartphone-App nicht nur den Verbraucher kinderleicht machen, für den eigenen Lieblingsverein mit jedem Einkauf im stationären Handel eine Spende auszulösen. Wir haben für die teilnehmenden Einkaufspartner spannende Marketingtools eingebaut, die wir interessierten Einzelhändlern gerne in persönlichen Gesprächen oder in Vorträgen näherbringen werden."

Mehr Infos zu der Aktion unter: www.kauft-lokal.de

 

Vortrag in Karlsruhe

Donnerstag, 25.Oktober, ab 18.30 Uhr (Vortragsbeginn: 19 Uhr)

IHK Karlsruhe, Raum „Schwarzwald“ (1. OG), Lammstraße 13-17, 76133 Karlsruhe

Kostenlos anmelden unter: www.kauft-lokal.com/karlsruhe

Rückblick auf die Veranstaltung und weitere Infos: Ihr kauft lokal - wir spenden in Karlsruhe

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