Eigentlich scheinen die Latenzen minimal, und dennoch machen sie für manchen den Unterschied zwischen Spielspaß und Frust aus: Bei einer "herkömmlichen" Internetverbindung – etwa über eine VDSL-fähige Kupferleitung gehe man ab 25 Mbit etwa von 15 bis 50 Millisekunden aus, je nach Entfernung, erklärt Telekom-Regio-Manager Klaus Vogel die Prämisse.

Die Werte sind für einen Gamer, der ein Online-Spiel spielt, deutlich spürbar. Die Übertragung per Glasfaser verspricht hier laut Vogel Abhilfe: „Die Technologie liegt zwischen zwei und zehn Millisekunden – wir liegen meist im unteren Bereich bei zwei Millisekunden. Das bietet erheblich gesteigerten Spielspaß.“ Die Telekom bietet Bürgerveranstaltungen, teils mit Präsenz, teils virtuell. "Das Thema ist dabei ganz beliebt – die jugendlichen sind dann oft sehr glücklich, wenn die Eltern auf Glasfaser umstellen, weil sie den Vorteil für sich erkennen", meint er lachend.

Gesteigerte Bandbreite

Auch, wer mit Aktien handelt und besonders schnell auf Kurse reagieren möchte oder gar im allerletzten Moment auf eine Online-Auktion bieten möchten, für den kann die schnelle Reaktionszeit ein Vorteil sein. Wenngleich sich das für viele eher als "Nischenanwendung" darstellen mag – die geringeren Latenzzeiten sind nur einer der Vorteile. Im Vordergrund steht vor allem auch die Möglichkeit, größere Bandbreiten übertragen zu können.  Eine Glasfaser-Verbindung soll laut Telekom bis zu 1.000 Mbit Download-Geschwindigkeit pro Sekunde ermöglichen, dazu bis zu 200 Mbit Upload-Geschwindigkeit. Das sei am derzeitigen Bedarf orientiert, erklärt Klaus Vogel: Die Geschwindigkeiten seien auf Glasfaser beliebig skalierbar, sodass sie künftigen Bedürfnissen angepasst werden können.

Reduzierte Störanfälligkeit

Ein weiterer Vorteil besteht in geringerer Störanfälligkeit. Laut Vogel ist das frühere Telefon-Kupferkabel viel störanfälliger, weshalb gelegentlich Ausfälle durch Wartungsarbeiten entstehen könnten. Dort werden die Signale durch Elektronen als Impulsgeber weitergeleitet. Bei Glasfaser werden die Daten über schnelle Lichtimpulse übertragen, die Glasfaser unterliegt praktisch keiner elektromagnetischen Störanfälligkeit wie ein Kupferkabel, dadurch seien keine regelmäßigen Unterbrechungen zu erwarten. Praktisch nur ein sogenannter "Baggerbiss" – wenn ein Kabel bei Straßenarbeiten durch einen Bagger versehentlich durchtrennt wird – könnte einen Ausfall herbeiführen, sonst bestehe wenig Wartungsbedarf.

Von der notwendigen Zwischenlösung zur "ganzen" Glasfaser-Strecke

Glasfaser ist bereits bei vielen normalen Internetverbindungen mit von der Partie, allerdings nicht durchgängig: Vor knapp zehn Jahren wurden Glasfaserleitungen als Zwischenlösung bis zu den Verteilerkästen am Straßenrand verlegt. Die Verbindungen in einzelne Straßen, Häuser und Wohnungen lief per Kupferkabel weiter. Die Kombination sei damals die einzige Möglichkeit gewesen, schnell "die größte Not in vielen Teilen der Republik zu lindern. Dadurch konnten schnell hohe Bandbreiten zu den Kunden gebracht werden."

"Fiber to the Home"-Programm legt den Zugang direkt in die Wohnung

Im Rahmen ihres "Fiber to the Home“-Programms will die Telekom nun eine durchgängige Glasfaserstrecke bis zum Kunden ermöglichen. Dazu baut der Dienstleister eine Infrastruktur auf, um Glasfaser von der Vermittlungsstelle direkt ins Haus des Kunden zu bringen, wenn sich der Eigentümer dafür entscheidet (Weitere Hintergründe siehe unsere Artikel im Mai und Juni – bitte Link einbauen). Die Verkabelung bis in die Kundenwohnung ist im Rahmen der aktuellen Aktion kostenfrei.

Karlsruhe Stadtteile teils versorgt, teils in Planung

Die Südweststadt ist bereits versorgt, Weststadt und Mühlburg können vorab gebucht werden. Ab Ende des dritten, Beginn des vierten Quartals dieses Jahres soll der Ausbau in der Oststadt und in Rintheim beginnen, 2023 folgt ein Ausbau der Südstadt. Auch die Kernstadt Karlsruhe sowie Daxlanden seien in der näheren Betrachtung, alle weiteren Stadtteile sollen bei der Telekom zeitnah in die Beschlussfassung genommen werden, erläutert Klaus Vogel die Planung.

Bild: DEUTSCHE TELEKOM

Flächendeckendes Angebot in Deutschland theoretisch bis 2030 geplant

Wie sieht es auf ganz Deutschland bezogen aus? "Es gibt eine Maßgabe unserer Regierung, die bis 2030 so weit sein möchte, dass wir flächendeckend in Deutschland Glasfaser haben." Er verweist auf ein Statement des Telekom-Vorstandsvorsitzenden Timotheus Höttges, dem er sich anschließend möchte – das sei ein ambitioniertes Ziel, für das ein Milliardeninvestment nötig ist. Vogel: "Wir als Deutsche Telekom werden diesen Ausbau bis 2030 nicht allein stemmen können, da ist auch der Wettbewerb gefordert. Wir agieren nach Kräften und versuchen, dieses Ausbauziel zu erreichen." Das Ziel bestehe darin, bis Ende 2030 den größtmöglichen Beitrag geleistet zu haben. Karlsruhe und die umliegenden Stadtteile – so lassen die bisherigen Vorhaben der Telekom vermuten – dürfte dann längst Zugriff auf das "reine" Glasfaser-Netz haben. 

Hier gibt es mehr Infos und Möglichkeiten zur Buchung

Interessierte können sich unter der Hotline 0800/2266100 oder beim Telekom-Shop vor Ort beraten lassen.

 

Information gibt es in diesen 3 Telekom-Shops:

  1. Telekom Shop Ettlinger Tor Karlsruhe
  2. Telekom Shop, Kaiserstr. 189 Karlsruhe
  3. Telekom Shop Schenkenburgstr. 2, Karlsruhe
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