Das Ziel der "durchgängigen" Glasfaser-Verbindung

Für schnelleres DSL-Internet setzte die Deutsche Telekom vor knapp zehn Jahren auf sogenanntes Vectoring und Super-Vectoring, so Telekom-Regio-Manager Klaus Vogel.

Glasfaserleitungen wurden bis zu den grauen Verteilerkästen am Straßenrand verlegt; anschließend liefen die Verbindungen in einzelne Straßen, Häuser und Wohnungen per Kupferkabel weiter. "Kupfer unterliegt der physikalischen Eigenschaft: Je länger der Weg, desto weniger Bandbreite kommt an", erklärt Vogel.

Die Glasfaser-Anbindung hat die bisherige Kupferkabel-Strecke minimiert, dennoch war die restliche Strecke vom Verteilerkasten zum Nutzer das "Nadelöhr" für die Bandbreite. Im Rahmen ihres "Fiber to the Home"-Programms will die Telekom aktuell eine durchgängige Glasfaserstrecke ermöglichen, von der Vermittlungsstelle ins Haus des Kunden, wenn sich der Eigentümer dafür entscheidet.

Minimal-invasiver Einbau im Ein- oder Mehrfamilienhaus

"Jedes Haus erhält – sofern sich der Eigentümer für einen Glasfaseranschluss entschieden hat – eine eigene Zuführung." Die könne man sich wie ein kleines Plastikröhrchen vorstellen. "In die sogenannten Pipes blasen wir unsere Glasfaser ein. Die Verbindung stellen wir auf einfachste Weise her. Falls keine Kabelwege vorhanden sind, wird ein kleines Loch gebohrt – praktisch wie ein Anschluss von Gas und Wasser – und die Glasfaser durchgeführt. Anschließend wird das Loch wieder luft- und wasserdicht verschlossen." Die Technik liegt dann im Keller oder in einem Technikraum an. "Im Einfamilienhaus installieren wir die Glasfaserdose im Umkreis von drei Metern zur Hauseinführung. Bei vorbereitetem Leitungsweg – wie beispielsweise einem Kabelkanal und den notwendigen Wand- und Deckenbohrungen, werden kostenlos bis zu 20 Meter Glasfaser-Kabel zum Wunschort des Kunden verlegt."

Bild: DEUTSCHE TELEKOM

Im Mehrfamilienhaus erfolgt der Wohnungseintritt in der Regel über das Treppenhaus, so Vogel. Hierzu wird bei einem Mehrfamilienhaus etwa eine Steigleitung im Treppenhaus angebracht und jede Wohnung separat angesteuert. In der Wohnung erfolgt der Internet-Zugang über einen entsprechenden Router. "Die Glasfaserdose wird im Umkreis von 3 Metern nach Wohnungseintritt montiert. Bei vorbereitetem Leitungsweg wird die Dose auch hier bis zu 20 Meter an den Wunschort des Kunden – beispielsweise ein Büro - verlegt."

Die Anschlusskosten übernimmt derzeit die Telekom

Die Verkabelung von der Straße bis ins jeweilige Haus und in die Wohnung der Kunden ist im Rahmen der aktuellen Vermarktungs-Aktion kostenfrei. "Das Objekt erfährt eine Wertsteigerung – in Fachkreisen wird von bis zu acht Prozent ausgegangen", beschreibt Klaus Vogel die "äußeren" Folgen der erweiterten Internet-Bandbreite.

Glasfaser-Angebot der Telekom: Aktuell bis zu 1.000 Mbit Download-Geschwindigkeit

Die Glasfaser-Verbindung soll laut Telekom bis zu 1.000 Mbit Download-Geschwindigkeit pro Sekunde ermöglichen, dazu bis zu 200 Mbit Upload-Geschwindigkeit. Die Technik sei als Medium für künftige Technologiesprünge gerüstet, betont Klaus Vogel. "Glasfaser ist das uns bekannteste schnellste Übertragungsmedium und somit nach oben skalierbar. Das bedeutet: Wir haben mit diesem Netz absolute Zukunftssicherheit. Sollte der Bedarf im Privatkundenbereich nach oben gehen, können wir hier beliebig skalieren. Im Geschäftskundenbereich existieren Individualprodukte, die über dieses Netz ebenfalls genutzt werden können."

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Passende Paket-Angebote

Aktuell können im Privatkundenbereich die höheren Bandbreiten für Glasfaser-Pakete in mehreren Ausführen gebucht werden, darunter "Magenta Zuhause XXL" (bis zu 500 Mbit Download pro Sekunde, max. 100 Mbit/s Upload), samt Internet- und Telefonie-Flat. Bestands- und Neukunden profitieren von speziellen Aktionsangeboten. Das erste halbe Jahr kostet für Neukunden monatlich 19,95 Euro pro Monat, danach fallen 59,95 Euro monatlich an. Mit "Magenta Zuhause GIGA" werden bis zu einem Gigabit im Download- sowie 200 Mbit Upload-Geschwindigkeit pro Sekunde angeboten, für monatlich 79,95 Euro.

Kein Mehrpreis für gleiche Leistung

Dass Glasfaser per se teurer sei, stelle einen Trugschluss dar, meint Klaus Vogel, gerade angesichts der Möglichkeit, aktuell den Anschluss kostenfrei zu bekommen. „Ich kann 50 oder 100 Mbit auf Glas nehmen und bezahlte keinen Cent mehr als für die gleiche Leistung auf Kupferkabel. Auf Glas bezahle ich dann mehr, wenn ich eine höhere Bandbreite möchte, als auf Kupfer möglich ist.“ Bei der „geringen“ Bandbreite habe man auf Glasfaser die benannten Stabilitätsvorteile der Verbindung, weniger Schwankungen – dazu komme die gebuchte Bandbreite dauerhaft an.

Südweststadt ist bereits versorgt, weitere Stadtteile können gebucht werden

Aktuell ist die Südweststadt bereits versorgt, die Stadtteile Weststadt, Mühlburg und Oststadt können schon gebucht werden. Laut Klaus Vogel sollen die Arbeiten bis Ende März 2023 abgeschlossen sein. In den nächsten Monaten soll der Ausbau in der Oststadt und in Rintheim beginnen, 2023 folgt ein Ausbau der Südstadt.

Auch die Kernstadt Karlsruhe sowie Daxlanden seien in der näheren Betrachtung, alle weiteren Stadtteile sollen bei der Telekom zeitnah in die Beschlussfassung genommen werden, erläutert Klaus Vogel die Planung.

Hier gibt es mehr Infos und Möglichkeiten zur Buchung

Interessierte können sich unter der Hotline 0800 22 66 100 oder beim Telekom-Shop vor Ort beraten lassen.

 

Information gibt es in diesen 3 Telekom-Shops:

  1. Telekom Shop Ettlinger Tor Karlsruhe
  2. Telekom Shop, Kaiserstr. 189 Karlsruhe
  3. Telekom Shop Schenkenburgstr. 2, Karlsruhe

 

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