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Stadtgespräch Karlsruhe Durmersheim: Das traditionelle Leitbild von Tierbestatter ANUBIS: "Wir helfen, wenn Freunde gehen!"

Stadtgespräch Karlsruhe Durmersheim

Das traditionelle Leitbild von Tierbestatter ANUBIS: "Wir helfen, wenn Freunde gehen!"

Christian Richers (links) und Julia Polgart
Christian Richers (links) und Julia Polgart Foto: ANUBIS

Es gibt für alles eine Zeit: eine Zeit der Freude, der Stille, des Schmerzes und auch eine Zeit des dankbaren Erinnerns. Wir haben uns ausführlich mit ANUBIS-Partner Christian Richers und Kundenbetreuerin Julia Polgart unterhalten:

ka-news.de: "Wir helfen, wenn Freunde gehen!" - ein sehr empathisches und auch treffendes Motto!

Christian Richers: "Wir helfen, wenn Freunde gehen!" - das ist schon seit 1997 schöne Tradition, unsere Firmenphilosophie und auch Leitbild bei ANUBIS. Wir sind ja hier selbst alle Tierhalter, ehemalige Kunden sind jetzt auch Mitarbeiter und können sich absolut mit dem Thema identifizieren. Wir bringen langjährige Erfahrung mit.

Impression ANUBIS Interieur
Impression ANUBIS Interieur Foto: Christian Richers

Euch gibt es ja bereits seit 1997 - was hat sich in den Jahren (auch bei den Kunden) verändert?

Der Stellenwert eines Tieres hat sich verändert, ganz klar! 2010 habe ich in Karlsruhe angefangen, da war das ein Tabuthema, die Tiertrauer, die Einäscherung, das war alles ganz tabuisiert. Dies hat sich grundlegend gewandelt, die Leute sind vorbereitet(er), informiert, aufgeklärter, man merkt das, die Leute sind durchaus offen(er) gegenüber dem Thema Tod. An vier Standorten in Deutschland (in Lauf a. d. Pegnitz, in Ludwigshafen, in Calbe und in Durmersheim) hat ANUBIS übrigens eigene Tierkrematorien.

Wenn Tiere sterben, ist das oft ein heikles Thema - ANUBIS bietet die Möglichkeit, in Würde vom tierischen Freund Abschied zu nehmen!

So ist es: Wir haben hier zwei sogenannte Abschiedsräume, in denen Tierbesitzer würdevoll Abschied nehmen können - ganz in Ruhe, der Kunde hat seine Privatsphäre für den "letzten" Weg seines geschätzten Begleiters. Das Tier wird dann von uns hergerichtet.

ANUBIS-Außenbereich/-Eingangsbereich
ANUBIS-Außenbereich/-Eingangsbereich Foto: Christian Richers

Es gibt zwei Wege: Wenn der Halter direkt hierher kommt, dann bringt er das Tier meistens von zuhause mit, weil er dieses nicht mehr aus der Hand geben möchte. Man will einfach niemand mehr dazwischenschalten. Es gibt auch die Möglichkeit, einen Abschied reservieren/buchen zu können, man will bei der Einäscherung dabei sein, auch zuschauen. Wir bereiten das Tier dann vor - ein schönes Körbchen, das Tier wird noch einmal ordentlich sauber gemacht. 

Transparenz und ein verantwortungsvoller Umgang ist Euch ja ein besonderes Anliegen ...

... ja, absolut, ein Tier war ja oft auch Familienmitglied, und wie erwähnt: Transparenz  ist uns absolut wichtig, wir sind ja alle Tierhalter, wissen, wie man mit Tieren umgehen soll(te). Das ist auch unser Anspruch. Das Tier wird "durchgekennzeichnet", bekommt eine kleine eigene Begleitnummer, wir nehmen das Tier bei uns auf.

Für uns ist es besonders wichtig, unsere Regionalität hervorzuheben, lokal das einzige regionale Tierkrematorium zu sein. Die Tiere verbleiben bei uns, werden hier eingeäschert, die Halter können sich in Ruhe verabschieden, können dabei sein, nochmal das Tier sehen - wir holen das Tier aber natürlich auch von zuhause ab.

Es gibt Leute, die ihr Tier im Garten begraben haben - wenn es das eigene Grundstück ist und kein Wasserschutzgebiet, ist das in der Regel erlaubt. Es gibt von Gemeinde zu Gemeinde Unterschiede. Da gibt es aber auch "böse Nachbarn" (lächelt). Früher haben wir auch exhumiert, das machen wir aber nicht mehr.

Christian Richers, Inhaber
ANUBIS-Tierkrematorium
Durmersheim, ANUBIS-Partner
Karlsruhe+Enzkreis
Christian Richers, Inhaber ANUBIS-Tierkrematorium Durmersheim, ANUBIS-Partner Karlsruhe+Enzkreis Foto: ANUBIS

Julia Polgart: Es gibt mittlerweile 22 ANUBIS-Standorte in Deutschland. Und: Es werden weiterhin und ständig Beteiligte gesucht. Hier in Durmersheim sind wir insgesamt zu siebt, dazu nochmal drei Personen im Enzkreis. Trotz trauriger Themata sind wir ein fröhliches Team, positive Menschen. Unsere Arbeit ist einfach ein sehr vielfältiger Job, Trauer ist auch sehr vielfältig, wir erfahren die ganze Palette an Emotionen seitens der Kunden.

Betreibt Ihr auch Kooperationen mit Tierheimen?

Richers: Wir arbeiten tatsächlich mit diversen Tierheimen/Tiergorganisationen zusammen. Tierheimtiere, die im Tierheim versterben, werden auf Spendenbasis eingeäschert! Wir haben 2020 unser Krematorium hier eröffnet und wollen die Tierhalter hierher bringen. Bei uns gibt es auch - wie zum Beispiel bei Menschen - Sterbevorsorge, das kostet im Moment fünf/zehn Euro im Monat, je nach Paket.

Es hört sich makaber an, aber manchen Leuten geht es mittlerweile einfach nur um Schnelligkeit! Der Tod wird regelrecht durchgeplant, es ist teilweise erschreckend. Wir versuchen den Vorgang für den Tierhalter freundlich zu gestalten, dabei aber rechtskonform zu bleiben!

Gibt es auch psychologische Hilfe bei Euch?

Wir hatten ANUBIS-Trauerbegleiter hier, der Versuch war also da - das hat sich aber nicht gerechnet, das wurde dann eingestellt. Ein schöner Aspekt: Speziell für Kinder wurde (von Kinderpsychologen) das kleine Heft "Schnuffer" entwickelt. Die Handhabung  überlassen wir den Eltern.

Wir versuchen natürlich, alles für unsere Kunden zu ermöglichen, bleiben aber sehr neutral, auch weil manchmal Religiöses eine Rolle spielt - wir bleiben grundsätzlich sachlich. Die Kunden haben beispielsweise auch ganz unterschiedliche Vorstelllungen von Seele, das muss jeder für sich entscheiden. Aber: Man braucht durchaus Fingerspitzengefühl!

Könnt Ihr das eigentlich stemmen, wenn das große Aufkommen sehr kurzfristig kommt?

Es gibt Situationen, da wird's dann schon sportlich (lacht). Im Regelfall, ja. Außer es kumuliert sich. Wir dürfen hier bis zu 50 Kilogramm schwere Tiere einäschern, ansonsten geht's zum ANUBIS-Partner in Ludwigshafen. Das ist auch einfach ein Genehmigungsverfahren.

Manchmal ist es aber schon schwierig, man bekommt auch echte Schicksale mit, Emotionen und Dinge, die man nicht vergisst, die bleiben. Da war diese junge Familie, deren Hund ist gestorben. Es stellte sich im Gespräch heraus, es war der Therapiehund des Sohnes, der als Teenager gestorben ist. Eine echte Tragik! Das sind Dinge, die bleiben. Gänsehautmomente. Es gibt immer wieder Momente/Geschichten, bei denen man nachdenkt, da tauscht man sich auch am besten im Team aus. Das muss raus!

Der Gott ANUBIS
Der Gott ANUBIS Foto: ANUBIS

Eine Anekdote zum Schluss: Mein eigener Hund ist gestorben. Was dahingehend meine Empfehlung an alle Tierhalter ist:  Informiert euch! Es hat bei uns einfach sehr lange gedauert mit der Einäscherung, wir haben rund fünf Wochen auf die Asche gewartet. Ich habe dann im Spaß gesagt: Das kann ich besser (lacht)! Dann hat es zwei Jahre gedauert, bis ich mich selbstständig gemacht habe. Wir sind dann über die Jahre gesund gewachsen.

Anbei noch diverse, interessante Fakten zum ANUBIS-Tierkrematorium Durmersheim: Hier findet man Antworten auf häufig gestellte Fragen. Über diesen Link kann man sich überdies im Gästebuch verewigen - das tut auch der Seele gut, das beweisen die zahlreichen und würdevollen Einträge! Hier ist der Link zur Servicebroschüre! Und wer ist eigentlich der Gott ANUBIS?

Sie suchen eine ANUBIS-Dependance in ihrer Nähe? Hier werden Interessierte und Betroffene fündig! Die firmeneigene Philosophie ist dezidiert hier zu lesen. Im ANUBIS-Shop finden sich geeignete Kollektionen und Accessoires. Das hier ist final das Team vom ANUBIS-Tierkrematorium Durmersheim

Kontakt

ANUBIS-Tierkrematorium Durmersheim
Inhaber: Christian Richers

Malscher Straße 16c 76448 Durmersheim

Telefon: 07245  93 81 940
E-Mail: durmersheim@anubis-tierbestattungen.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:

9 Uhr bis 12.30 Uhr und 14 Uhr bis 18 Uhr

ANUBIS bittet um Terminabsprache!

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