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Karlsruhe Rheinbrückensanierung bei Karlsruhe: Probeplatte gegossen - Optimismus bei Verantwortlichen

Damit Ende Oktober, mit einigen Monaten Verzögerung, die Fahrbahnsanierung auf der Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth beginnen kann, muss der Beton alle Anforderungen des Regierungspräsidiums erfüllen. Am Donnerstag wurde im dritten Versuch die neue Probeplatte gegossen.

"Mit der heutigen Betonage der Probeplatte sind wir dem Baubeginn einen großen Schritt nähergekommen," sagte Regierungspräsidentin Nicolette Kressl am Rande eines Besuchs der vorbereitenden Maßnahmen zur Sanierung der Rheinbrücke. Denn erst wenn die Probeplatte die betontechnologischen Anforderungen erfüllt, kann Ende Oktober mit der Ertüchtigung der Brücke begonnen werden.

Uwe Lahl
Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, begutachtete am Donnerstag die Vorarbeiten zur Rheinbrückensanierung. | Bild: Sebastian Willnow/Archiv

Auch der Ministerialdirektor des Landesverkehrsministeriums Uwe Lahl äußerte sich am Rande seines Besuchs der vorbereitenden Maßnahmen ebenfalls optimisitsch: "Ich bin zuversichtlich, dass die Probeplatte und damit auch die gesamte Sanierung der Rheinbrücke nun erfolgreich umgesetzt werden kann." Im Sommer mussten die Arbeiten zweimal verschoben werden, weil die gegossenen Probebeläge nicht die Werte erfüllten, die für einen reibungslosen Sanierungsverlauf nötig waren.

Eine genaue Prognose, ob die am Donnerstag gegossene Probeplatte im dritten Anlauf den Anforderungen entspricht, konnte noch nicht abgegeben werden. "Dies werde sich im Laufe der kommenden Wochen zeigen", erklärte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums auf ka-news-Nachfrage.

ka-news Hintergrund: Die Sanierung der Rheinbrücke erfolgt mit Spezialbeton, einer deutschlandweit neuartigen Bauweise. Bevor die eigentlichen Verstärkungsarbeiten an der Brücke losgehen können, muss nachgewiesen werden, dass die außergewöhnliche Rezeptur des Betons auch fachgerecht hergestellt werden kann, um den Erfolg der Maßnahme sicher zu stellen. Die Temperatur der Luft und der Stahlbrücke, sowie Wind und Luftfeuchtigkeit müssen beachtet werden. Besonders wichtig ist die Temperaturentwicklung des Betons, damit er beim Aushärten die gewünschten Eigenschaften entwickeln kann werden die Zuschlagstoffe wie Kies und Wasser vor dem Mischen des Betons bei Bedarf gekühlt. Auch die Einbaustelle wird mit einem klimatisierten Zelt vor ungünstigen Umwelteinflüssen geschützt. In den hochfesten Spezialbeton werden beim Mischen Stahlfasern eingestreut, welche nach dem Aushärten Zugkräfte im Beton übernehmen sollen. Damit die neue Betonplatte auch auf der bestehenden Fahrbahn aus Stahl haftet und somit Kräfte übertragen werden können, wird die Stahlplatte im Vorfeld mit einer speziellen Haftbrücke behandelt.
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  •   OhGott
    (4 Beiträge)

    07.10.2018 14:05 Uhr
    Brücke
    Ich sehe es noch nicht das sie dieses Jahr(2018) noch anfangen zu Sanieren.
    In China wäre sie schon längst fertig saniert grinsen
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  •   bier2
    (843 Beiträge)

    29.09.2018 15:35 Uhr
    die Rheinbrücke ist aus
    Stahl, es geht ja nur um einen verstärkten, neuen Untergrund für den Fahrbahnbelag..
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  •   IchKA
    (619 Beiträge)

    29.09.2018 11:50 Uhr
    Seit 7 Jahren wird
    an dem Beton rumgedocktert. Jetzt ein Wunderbaustoff ? Abhilfe schaffen nur Brücken aus Stahl und nicht Stahlbeton...und endlich eine 2. Brücke nördlich der bestehenden.
    Das Dauergenerve mit den endlosen Staus über Monate sprich Jahre ist unerträglich und bedeutet einen riesigen volkswirtschaftlichen und ökologischen Schaden. Es handelt sich um Politik- und Behördenversagen
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  •   Saxonette
    (3 Beiträge)

    28.09.2018 10:19 Uhr
    Statistisch
    Eine von Drei hat funktioniert. Ob das ausreichende Sicherheit ist um das Verfahren nun anzuwenden?
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  •   Bundesadler
    (297 Beiträge)

    28.09.2018 07:35 Uhr
    Der Beton hält...
    ... aber die Brücke passt nicht dazu....

    im Ernst, der Beton muss erschütterungsfrei aushärten, Aushärtezeit mehrere Wochen, wie soll das bei laufendem Straßenbetrieb klappen ?
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  •   freigeist
    (471 Beiträge)

    18.10.2018 19:44 Uhr
    Das Problem dürfte
    die Brücke selber sein.Die Brücke soll ja gesperrt werden zur Vermessung und zum Auftragen der Betonschicht.
    Dazu soll ein Zelt aufgebaut werden um ein ziemlich gleiche Vorgabe an Temperatur einhalten zu können.
    Jetzt hatte die Probeplatte ewig Zeit zum Aushärten,wie aber verhält sich der Beton und seine beinhaltende Metallfasern wenn kaum 48 Stunden später der Verkehr über die Brücke rollen soll.Die Brücke schwingt und verdreht sich andauernd und dies nicht nur im Bereich von Millimeter.
    Gehen da die Metallfasern überhaupt eine Vernünftige Verbindung ein oder merkt man das die Brücke doch über Wochen nach jedem Betonauftrag gesperrt werden muss. Dann aber sollten die Verantwortlichen jeden Tag, 24 Stunden lang durch das angerichtete Verkehrs- Chaos gehetzt werden.
    Man darf jedenfalls gespannt sein.
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  •   todi01
    (1077 Beiträge)

    28.09.2018 03:17 Uhr
    Ich könnte wetten,
    dass man in einigen Jahren wieder sanieren muss, weil der Wunderbeton die nötige Qualität zwar im x-ten Versuch an der Probeplatte, aber aus unerfindlichen Gründen nicht an der Brücke hatte. Doch wie hätte man das ahnen können?
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  •   Waterman
    (6154 Beiträge)

    28.09.2018 03:49 Uhr
    Mit dieser Einstellung
    wäre die Menschheit noch heute im Paradies, da die Diskussion, ob Eva in den Apfel beißen soll noch nicht ausgestanden wäre.
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  •   Makamabesi
    (3023 Beiträge)

    27.09.2018 21:57 Uhr
    Hört
    sich ein wenig an wie BER
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  •   Makamabesi
    (3023 Beiträge)

    18.10.2018 13:26 Uhr
    Nun
    Ka-News, es ist bald Ende Oktober!

    Oder seid Ihr da nicht mehr dran?
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