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Karlsruhe Regionalverband folgt Bundesentschluss: Keine Trasse für Nordtangente, keine parallele Rheinbrücke

Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein (RVMO) haben sich am Mittwoch bei ihrer Sitzung im Karlsruher Rathaus mehrheitlich für die Streichung der Freihaltetrasse einer Karlsruher Nordtangente ausgesprochen. In diesem Zuge werde auch eine im Planwerk enthaltende Parallelbrücke zur vorhandenen Rheinbrücke endgültig aufgehoben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Künftig sollen im Regionalplan und der dazugehörigen Raumnutzungskarte lediglich die geplante zweite Rheinbrücke und die damit verbundene Querspange an die B36 dargestellt werden. "Mit dem Beschluss besteht jetzt Klarheit, dass die planfestgestellte Brückenvariante die Lösung für die Rheinquerung ist, so wie sie der Bundesverkehrswegeplan vorgibt" , so Landrat Christoph Schnaudigel. Die Parallelbrücke habe keinen Bauträger und finde sich deshalb nicht im Regionalplan, so Verbandsvorsitzende in einer entsprechenden Pressemeldung.

Die Verwaltung des Regionalverbandes hatte zuletzt auf Wunsch des Planungsausschusses rund 30 Träger öffentlicher Belange um eine Stellungnahme zu dem Sachverhalt gebeten. Die Ergebnisse haben überwiegend dem gestrigen Beschluss entsprochen. Die Planungen für die Querspange an die B36 sind mittlerweile aufgenommen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hatte für Anfang Juli die Öffentlichkeit zu einem so genannten Scoping-Termin eingeladen. Das Scoping-Verfahren dient dazu, frühzeitig alle relevanten Umweltaspekte zu identifizieren und in das Verfahren einzubeziehen.

Bereits vor zwei Jahren hatte sich der Bund vom Plan einer durchgehenden Trasse im Norden von Karlsruhe verabschiedet und diese dementsprechend nicht mehr in den neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 übernommen. An diesen Planungsstand wird nun nach dem Beschluss der Verbandsversammlung die Raumnutzungskarte des Regionalplans Mittlerer Oberrhein angepasst werden.

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  •   Icy
    (136 Beiträge)

    30.07.2018 01:57 Uhr
    Stadt der Beamten, Akademiker, Studenten...
    ein frommer Wunsch alles zu Fuß und per Fahrrad erledigen zu können, aber unrealistisch die Bio-Nahrungsmittel für alle ohne Kfz-Verkehr herbei zu schaffen und grob fahrlässig und egoistisch in Ost-West- Achse alles einer hoch sensiblen Verkehrsachse aufzulasten. Diese Achse (Südtangente) ist regelmässig durch Baustellen beeinträchtigt. Großräumige Umfahrungen sind unrealistisch - sie werden nicht angenommen, erzeugen längere Verkehrswege und höheren Flächenverbrauch zu lasten der Bio-Nahrungsmittel aus der Region.
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  •   malerdoerfler
    (5123 Beiträge)

    29.07.2018 16:03 Uhr
    Find ich richtig gut
    Weiter so!
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  •   alpinium
    (5589 Beiträge)

    29.07.2018 14:30 Uhr
    Mein Posting bezieht sich auf das Ihre vom 28.07.2018 22:42 Uhr
    und da steht eben nicht:
    "Haben schon alle vergessen was passiert ist mit dem Rohr Bohrer am Kronenplatz....
    Nein das ding hat nicht von alleine mitten in der Nacht angefangen zu brennen!!!
    Täter bis heute nicht ermittelt!
    "

    Also keine Postings als Rechtfertigung heranziehen, die nicht von mir kommentiert/beanstandet wurden.
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  •   teflon
    (2618 Beiträge)

    29.07.2018 09:22 Uhr
    Karlsruher Verkehrskonzepte
    sind eines der grössten Mysterien unseres Jahrhunderts. Der Strassenverkehr wird noch weiter zunehmen und die fehlende Nordumfahrung wird die total überlastete Südtangente final zum Exitus bringen. Egal, das hat die Rathausabnicker von Schilda noch nie interessiert - die sitzen sich ihren Hintern im Rathaus breit und schaufeln die Kohle für Unfugprojekte zum Fenster raus. Mit dem aktuellen OB ists noch schlimmer als unter Fenrich geworden - das ist IMO die negativste Überraschung dabei. Da ich eh nicht mehr in KHE Stadt wohne und da ich, wenn ich in der Region bin, diese weiträumigst umfahre, ist mir das aber irgendwo egal geworden. Solange immer wieder die gleiche Sorte Spezln (egal welches Parteibuch) ins Rathaus gewählt werden, wird sich nichts ändern- Karlsruhe ist und bleibt einfach die armseelige & mutlose Provinz .
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  •   Joerg_Rupp
    (2636 Beiträge)

    30.07.2018 02:47 Uhr
    der Blick
    in andere Städte oder Länder zu Möglihkeiten, weniger Autos und viel mehr Fahrräder zu nutzen, fehlt hier mal wieder. Als Beispiel sei Kopenhagen genannt. Oder hier zu sehen, was alles möglich ist
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  •   jojo
    (605 Beiträge)

    29.07.2018 12:30 Uhr
    Ihr Kommentar
    trifft zu 100% zu. Nur eine großräumig gestaltete sinnvolle Umfahrungsmöglichkeit von Karlsruhe schafft überhaupt die Möglichkeit ökologischen Nahverkehr zukunftsfähig in dieser Stadt zu halten. Leider wurde diese Version von vielen Ökologen bisher noch nicht erkannt. Stattdessen wurden Umfahrungen wie die Nordtangente verteufelt und bekämpft. Die Entwicklung in der Zukunft wird zeigen welche Fehleinschätzungen durch die Verantwortlichen getroffen wurden.
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  •   rheiniheini
    (1453 Beiträge)

    29.07.2018 00:58 Uhr
    Man hätte nur
    die Ausfahrt KA Nord 3km weiter nördlich bauen müssen und an die L604 anschließen. Schwupps, Nordtangente zum Nulltarif und gleichzeitig Entlastung Hagsfeld.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    29.07.2018 08:51 Uhr
    Dann hätte man aber das Industriegebiet nicht
    so bequem anschließen können. Die Anschlußstelle KA Nord ist schon an der richtigen Stelle.
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  •   malerdoerfler
    (5123 Beiträge)

    28.07.2018 19:59 Uhr
    Dann ist die Sache jetzt wohl vom Tisch, oder?
    Faschisten hin oder her - so mancher Kommentar hier ist hoffentlich hitzebedingt (Spätfolgen?)
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  •   Consigliere
    (306 Beiträge)

    28.07.2018 19:44 Uhr
    gut das dieser Schwachsinn Nordtangente endlich beerdigt wurde
    aber die Klima-Leugner von CDU/FDP sowie die Braunen und werden weiter keine Ruhe geben, sieht man gut an den sogenannten "Kommentaren" wie sie weiter hetzen und lügen.
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