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Karlsruhe Volksbank-Fusion: Karlsruhe und Baden-Baden Rastatt starten Sondierungsgespräche

Die Volksbank Karlsruhe und die Volksbank Baden-Baden Rastatt streben eine Fusion an: Beide Häuser haben in Abstimmung mit ihren jeweiligen Aufsichtsräten Ende letzter Woche, Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss aufgenommen. Dies gaben die beiden Genossenschaftsbanken am heutigen Dienstag während einer Presserunde in der Karlsruher Hauptfiliale bekannt.

"Wir sind der festen Überzeugung, dass durch eine sinnvolle Bündelung der genossenschaftlichen Kräfte in der Technologie-Region die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit beider Banken im Sinne ihrer Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter gestärkt wird.

Auf diese Weise können Nähe und regionale Identität in beiden Geschäftsgebieten nachhaltig sichergestellt werden", betonten die Vorstandsvorsitzenden Andreas Lorenz (Karlsruhe) und Hans Rudolf Zeisl (Baden-Baden Rastatt) im Rahmen des Pressegesprächs.

Bilanzsumme: 6,5 Milliarden Euro

Durch diesen Zusammenschluss würde zwischen Baden-Baden im Süden und der Hardt im Norden eine Bank mit insgesamt rund 200.000 Kunden und einer Bilanzsumme von etwa 6,5 Milliarden Euro entstehen. „Größe hat keinen Selbstzweck. Aber Größe und wirtschaftliche Stärke sind notwendig, um auf lange Sicht für die Menschen und Unternehmen ein starker und verlässlicher Finanzpartner sein zu können“, erklären Lorenz und Zeisl.

Hans-Rudolf Zeisl (l.), Vorstandsvorsitzender Baden-Baden Rastatt und Andreas Lorenz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Karlsruhe.
Hans-Rudolf Zeisl (l.), Vorstandsvorsitzender Baden-Baden Rastatt und Andreas Lorenz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Karlsruhe. | Bild: Carsten Kitter

Die beiden Vorstandsvorsitzenden erklärten gemeinsam ausführlich die Gründe der geplanten Fusion und verdeutlichten das vor allem die Kennzahlen und die geographische Lage für einen Zusammenschluss sprechen. Auch kulturell passen beide Banken gut zusammen. "Unsere Auffassung von regionaler Kundennähe, guter Beratung und genossenschaftlicher Werte sind nahezu identisch", versichern Zeisl und Lorenz.

Keine Änderungen für Kunden

Für den Kunden wird sich durch die Fusion nichts ändern, erklärte Zeisl auf Nachfrage. "Für unsere Kunden ändert sich im Grunde genommen nichts, wir werden weiterhin nah am Kunden sein." Dementsprechend sei eine klare Prämisse für die nun anstehenden Gespräche: Es soll keinen Rückzug aus der Fläche geben, und es soll auch keine fusionsbedingten Kündigungen geben.

Andreas Lorenz wird nach der Fusion der neue Chef der Volksbank Karlsruhe Rastatt.
Andreas Lorenz wird nach der Fusion der neue Chef der Volksbank Karlsruhe Rastatt. | Bild: Carsten Kitter

Im Gegenteil: „Ein Zusammenschluss sichert langfristig die wirtschaftliche Stärke, um optimal über die verschiedenen Wege nah bei den Kunden zu sein." Für die Mitarbeiter gilt: „Die Perspektiven für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur beruflichen Weiterentwicklung werden ebenso wie die Arbeitsplatz-Sicherheit klar gestärkt.

Zwar stimmten die beiden Aufsichtsräte der Banken einer Fusion zu, perfekt ist sie damit aber noch nicht. Im Dezember werden Verhandlungen aufgenommen um die technischen und juristischen Grundlagen für einen Zusammenschluss zu schaffen.

Lorenz neuer Chef, Zeisl zieht sich planmäßig zurück

Anschließend werden im Frühjahr 2021 die Mitglieder beziehungsweise die Mitgliedsvertreter über den Plan informiert, bevor im Mai in einer Abstimmung der Mitglieder über eine endgültige Fusion entschieden wird. Dafür muss eine Mehrheit von 75 Prozent für die Pläne der Banken stimmen. Sollte dies der Fall sein soll die Fusion zum 1. Januar 2021 "jetzt beginnt die Arbeit so richtig", verdeutlichte Zeisl die Anstrengungen der nächsten Wochen.

Hans Rudolf Zeisl wird planmäßig am 30.6. 2021 in den Ruhestand verabschiedet.
Hans Rudolf Zeisl wird planmäßig am 30.6. 2021 in den Ruhestand verabschiedet. | Bild: Carsten Kitter

Das Amt des Vorstandsvorsitzenden der neuen "Volksbank Karlsruhe Baden-Baden" würde Andreas Lorenz übernehmen. Zusammen mit Jürgen Faupel und Matthias Hümpfner (Baden-Baden Rastatt) sowie Andreas Thorwarth und Mathias Weis (Karlsruhe) würde er nach der Zustimmung der Fusion durch die Vertreterversammlung den Vorstand der vereinigten Genossenschaft bilden. Der amtierende Vorstandsvorsitzende der Volksbank Baden-Baden Rastatt, Hans Rudolf Zeisl, würde dann planmäßig in den Ruhestand eintreten.

 

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  •   FCKSUV
    (534 Beiträge)

    17.11.2020 16:33 Uhr
    BAD und RA werden wir sowieso irgendwann
    nach Karlsruhe eingemeinden.
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  •   karlsruher1955
    (1289 Beiträge)

    17.11.2020 15:49 Uhr
    So, so
    Keine Bank der Welt fusioniert freiwillig, wenn es wirtschaftlich nicht zwingend erforderlich ist.
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  •   bingobongo
    (427 Beiträge)

    17.11.2020 16:26 Uhr
    Viele Hintern gehen auf Grundeis
    Das TOP-Management sieht seine Rettung in der Fusion. Mitarbeiter und unteres Management geht dabei drauf.

    Es werden in der Bankenbranche massiv Mitarbeiter "freigesetzt" werden. In der üblichen Bankfiliale findet man eine Kassenkraft und X Vekäufer.

    Die X Verkäufer können ihre Abschlüsse nicht mehr machen weil kein Schwein mehr in die Filialen kommt. --> Filiale macht zu.
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  •   timo
    (3245 Beiträge)

    17.11.2020 18:50 Uhr
    Mitarbeiter und unteres Management geht dabei drauf.
    Warum auch nicht? Was bringt es Arbeitsplätze zu erhalten nur zum Selbstzweck? Digitalisierung ist jetzt nicht neues und wird sich auch nicht aufhalten. Dieses Telefon hat sich auch relativ gut durchgesetzt. Dass der Service da dann stimmen muss ist ein anderes Thema.
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  •   myopinions
    (1158 Beiträge)

    17.11.2020 17:53 Uhr
    ..............das waren noch Zeiten
    als man in den Banken noch beraten wurde und zwar von ehrbaren Respektspersonen, den Bankkaufleuten. die hinter dem Schalter ihren Dienst versehen haben, vom Kontoführer bis hin zum Kassenbevollmächtigten.
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