Karlsruhe Größer, besser, schöner: KIT eröffnet 27-Millionen-Bau für Mathematiker

Das runderneuerte Mathematikgebäude auf dem Campus-Süd des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist eröffnet. Das "Kollegiengebäude Mathematik" wurde in den vergangenen fünf Jahren saniert. Nun bietet es die doppelte Nutzfläche als zuvor - und das bei einem lediglich halb so großen Energieverbrauch. Am Mittwoch wurde der Komplex in der Karlsruher Englerstraße offiziell eingeweiht.

"Ein großer Teil der Studierenden am KIT wird im Laufe seines Studiums das Mathematische Institut besuchen. Grund genug, das in die Jahre gekommene Mathematikgebäude des KIT fit für die Zukunft zu machen", erklärte Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid in seiner Ansprache. Das Gebäude in der Englerstraße unweit des Zirkels sei darüber hinaus ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Uni-Campus und der Innenstadt, so Schmid.

Gesamtkosten liegen bei rund 27 Millionen Euro

Während der Bauphase mussten die verschiedenen Institute und Einrichtungen der Mathematik am KIT in verschiedene Gebäude verteilt werden. Mit dem Ende der Bauzeit sind sie nun allesamt unter einem Dach vereint: "Ich freue mich sehr, dass die Mathematik am KIT nun ein Gebäude beziehen konnte, das optimal an ihre vielfältigen Aufgaben und Bedürfnisse in Lehre und Forschung angepasst ist", sagte der Präsident des KIT, Holger Hanselka.

Symbolische Schlüsselübergabe KIT

Mit Blick auf die deutlich erhöhte Energieeffizienz des modernen Baus erklärte der KIT-Präsident: "Bemerkenswert ist, dass bereits bei Beginn der Planung im Jahr 2008 - also noch deutlich vor dem Start der politischen Debatte zur Energiewende - auf ein innovatives energetisches Konzept gesetzt wurde." Dieses solle auch für künftige Bauten auf dem Campus Vorbild sein, so Hanselka.

Der Energieverbrauch des Kollegiengebäudes liegt nun unter 100 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter. Vor der Sanierung waren das nach Angaben des KIT 260 Kilowattstunden. Gleichzeitig wurde die nutzbare Fläche um etwa 4.000 Quadratmeter gesteigert und das gesamte Erscheinungsbild innen wie außen überarbeitet. "Die offene und helle Architektur des neuen Kollegiengebäudes passen gut zu unserer Stadt. Sie vermitteln Transparenz und Zugänglichkeit", erklärte Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup mit Blick auf die moderne Architektur.

Bauherr ist das Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 27 Millionen Euro. Davon wurden rund 14,8 Millionen vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg finanziert. Der Eigenanteil des KIT in Höhe von 12,1 Millionen Euro wurde durch eine Spende der Hector Stiftung über neun Millionen unterstützt.

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