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Karlsruhe Ausgehootert: Zentrale KIT-Anlaufstelle statt Burger und Bier am Kronenplatz

Wäre das nicht der perfekte Männertraum gewesen? Hübsche Kellnerinnen in engen, weißen Oberteilen und knappen Hotpants servieren Burger und Bier. Auf Gaumenschmaus und Augenschmaus ließ das US-amerikanische Hooters Restaurant am Kronenplatz die Karlsruher hoffen. Doch bereits seit über einem Jahr hat es sich ausgehootert - der Laden steht leer. Nun kommt Bewegung in die Sache: Das Karlsruher Institut für Technologie plant eine zentrale Anlaufstelle für KIT-Studenten, Mitarbeiter, Alumnis und Gäste der Universität.

Wo einst Busen, Burger und Bier die Musik machten soll es in naher Zukunft ganz züchtig zugehen. Wie das KIT auf Anfrage von ka-news mitteilt, plant die Universität in den Räumen der Kaiserstraße 93, dort wo bis 1. Februar 2012 Hooters die Tore öffnete, eine "citynahe Anlaufstelle zu zentralen Diensten des KIT".

Zentrale Anlaufstelle für KIT-Dienste statt Burger am Kronenplatz

Bereits heute finden sich in der Kaiserstraße 89 bis 93 die KIT-Fakultäten für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften. Auch Ladenflächen, wie die von Hooters oder einem Bäcker beispielsweise, gehören zu dem Gebäude, das vom KIT in vollem Umfang betrieben wird.

Das langfristige Ziel sieht nun vor, die KIT-eigenen Dienste in dieser Ladenfläche am Kronenplatz auszubauen, so der Wunsch des KIT. An den konkreten Plänen werde derzeit noch gearbeitet, heißt es in der Stellungnahme an ka-news. Kurz nach der Schließung gab es noch Pläne, nach denen ein mediterranes Restaurant die Ladenfläche beziehen sollte. Das erklärte der Insolvenzverwalter des Hooters-Betreibers auf Anfrage von ka-news.

Sobald das noch laufende Mietverhältnis und das Insolvenzverfahren gegen die Happy Wings GmbH abgeschlossen sind, will das KIT diese Pläne in die Tat umsetzen. "Die genaue Größe der Anlaufstelle ist noch Gegenstand der Planung und wird von der genauen Funktion der Anlaufstelle abhängen", heißt es weiter. Momentan gehe man aber davon aus, dass die leer stehende Fläche mehr als ausreichen werde und benachbarte Flächen nicht benötigt würden.

Auf und ab bei Hooters: Laden steht schon über ein Jahr leer

Mit einer großen Party eröffnete im September 2009 der Ableger des US-Restaurants in der Fächerstadt. Nur wenige Monate später, im Juli 2010, geriet die Muttergesellschaft Wings of Germany in die Krise - einige Restaurants in Deutschland mussten ihre Tore schließen. Das Karlsruher Restaurant als eigene GmbH war von der Krise damals noch nicht betroffen.

Aber nur vorerst, denn lediglich zwei Monate später stellte der Karlsruher Ableger einen Insolvenzantrag. Damals sahen die Verantwortlichen und der Insolvenzverwalter noch gute Chancen, dass der Betrieb dauerhaft aufrecht erhalten bleiben könne. Startschwierigkeiten sollen damals Grund für die Probleme gewesen sein. Ab Januar 2011 segelte Hooters dann unter neuer Führung mit dem Ziel, das "beliebteste Restaurant in Karlsruhe" zu werden.

Nur gut ein Jahr später sollte die Hooters-Geschichte ein jähes Ende finden, als der Insolvenzverwalter zum 1. Februar 2012 die Tore am Kronenplatz dicht machte. Seither war es still in der Kaiserstraße 93. Nun wurden die ehemalige Leuchtschrift, Tische und Stühle entfernt. Wie lange es nun dauert, bis das KIT die Räumlichkeiten beziehen kann, ist indes weiterhin unklar.

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Kommentare (38)
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  • unbekannt
    (2 Beiträge)

    28.03.2013 10:17 Uhr
    ...
    naja mir persönlich als Frau^^ kann ja das Aussehen der Mädels eigentlich egal sein. Mich störte eher, dass das Essen einfach kalt war. Dabei war beim letzten Mal nicht mal viel los. Daher wunderte es mich auch überhaupt nicht, als ich erfahren habe, dass die schließen.
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  • unbekannt
    (2 Beiträge)

    27.03.2013 22:38 Uhr
    Das mit dem Hooters musste so kommen
    Wir waren ganze 2 mal im Hooters Essen, leider kam beide Male das Essen kalt.

    Gut als wir mit 8 Personen vom Geschäft aus dort waren, wäre ja irgendwie vllt noch verständlich gewesen. Aber als wir zu 2 dort waren war es auch nicht besser. Auch der Anblick der Mädls machte das Essen auch nicht wärmer/heißer...
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    27.03.2013 23:24 Uhr
    Ich war
    einmal drin, relativ kurz nach der Eröffnung, als um den Freisitz noch so ein Bauzaun drumrum war.

    Hab nur was getrunken, musste allerdings auch feststellen, dass an die Mädels keine besonderen Maßstäbe angelegt wurden.
    Grade der die unseren Tisch hatte hätte etwas mehr und vor allem weiter geschnittener Stoff besser gestanden.
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  •   Waehler
    (200 Beiträge)

    27.03.2013 17:04 Uhr
    Stimmt nicht
    Die Mädchen von Hooters gibts noch. Sie arbeiten nur zwei Straßen weiter hinten.
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  • unbekannt
    (4144 Beiträge)

    27.03.2013 14:27 Uhr
    Casazza
    waere uebrigens ein guter Name fuer ne Eisdiele?
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  •   franky4you
    (1330 Beiträge)

    27.03.2013 19:54 Uhr
    Wassereis
    oder gefrorene Sauermilch
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  •   Waterman
    (6189 Beiträge)

    27.03.2013 14:35 Uhr
    Inspiriert vom
    Eis Casal?
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  •   JeanneDarc
    (364 Beiträge)

    27.03.2013 09:43 Uhr
    ich hab
    ne viel bessere Idee...
    diese Baustellen werden sofort gestoppt und alle Löcher wieder zugeschüttet und mit dem Geld dass man dann spart damit macht der Casazza dann ein Restaurant da drin auf und da gibts dann kostenlos
    Burger für Burger - aeh Bürger (und natuerlich auch für Bürgerinnen)
    Falls Sie Herr Casazza das mit lesen und das wirklich machen dann will ich aber am Gewinn beteiligt werden - falls es Verluste geben sollte dürfen Sie den gerne zu 100% behalten zwinkern
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  •   franky4you
    (1330 Beiträge)

    27.03.2013 19:57 Uhr
    Wieso behalten
    an der Börse versteigern, die Russen / Chinesen können alles zu Gold aus / mit der EU machen.
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  •   Petrolhead
    (972 Beiträge)

    26.03.2013 19:47 Uhr
    Laaangweilig !
    Gibt es keine andere Lösung, als eine derart spassbefreite Einrichtung ?

    Somit wird der Kronenplatz auch in den nächsten Jahren im Abseits stehen. Selbst dann, wenn die Baustellensituation längst der Vergangenheit angehört.
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