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Karlsruhe Hotelplan an der Kriegsstraße: Baugenehmigung für "Motel One" fehlt noch, Eröffnung erst 2023 möglich

Karlsruhe ist im Wandel, vor allem in der Innenstadt und auch in der Kriegsstraße wird die Stadt ihr Gesicht verändern. Das liegt nicht nur an den Tunnel der Kombilösung, sondern auch an der Bebauung entlang der wichtigen Ost-West-Achse durch die Fächerstadt. Geplant ist dort ein neues Hotel mit bis zu 300 Zimmern. Allerdings lässt das noch auf sich warten.

Noch steht an der Kriegsstraße mit den Hausnummern 23 bis 25 ein riesiger Betonklotz, der schon lange Zeit leer steht. Der Plan: Anstelle des Blocks soll dort ein Hotel entstehen. Die Hotelkette "Motel One" plant dort eines ihrer Häuser zu eröffnen. Diese Pläne gibt es schon seit 2016. Die Eröffnung war für 2021 vorgesehen - eigentlich. 

Kriegsstraße nach Bauarbeiten Kombilösung
So soll die Kriegsstraße nach Ende der Bauarbeiten zur Kombilösung aussehen. | Bild: Kasig

Weil der Vorhabenbezogene Bebauungsplan noch im Verfahren ist, kann noch nicht mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen werden. Mit dem steht und fällt die für in zwei Jahren geplante Eröffnung des "Low-Budget"-Hotels.

Zeitraum für Eröffnung schwer zu benennen

Wie die Pressesprecherin der Hotelkette gegenüber ka-news bestätigt, wird dieser Termin allerdings nicht mehr zu halten sein. "Derzeit fehlt uns die Baugenehmigung, daher ist alles noch hypothetisch, wann wir eröffnen können", so die vage Information. 

Motel One Entwurf
So soll das Hotel in der Kriegsstraße 2020 aussehen. | Bild: Unmüssig Bauträgergesellschaft Baden mbH

Auch einen Zeitraum kann die Sprecherin der Münchner Hotelgruppe nicht geben. "Es könnte auch erst 2023 sein, da ist noch alles möglich!" Sicher ist jedoch, dass in dem neuen Komplex entlang der Kriegsstraße nicht nur Hotelzimmer entstehen werden. "Das Planverfahren geht von Hotel, Büro und Wohnen aus. Dazu gibt es derzeit keine Änderungen", so die Stadt Karlsruhe auf Nachfrage von ka-news. 

Motel One
Der Gebäudekomplex von der Kriegsstraße aus gesehen. Links befinden sich die Wohnungen sowie im Obergeschoss eine Sky Bar - rechts die Hotelzimmer. | Bild: Melanie Hofheinz

Etwa 40 Millionen Euro will der Freiburger Investor Unmüssig in den Neubau investieren. Durch die Ansiedlung von Motel One in der Innenstadt sei nach Eröffnung der Bedarf an Hotelzimmern im 2-Sterne-Bereich gedeckt, heißt es vonseiten der Stadt. 

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Kommentare (25)
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  •   labbapaloema
    (65 Beiträge)

    14.01.2019 12:48 Uhr
    Widersprüchlicher Bericht
    Zitat von ka-news Weil der Vorhabenbezogene Bebauungsplan noch im Verfahren ist, kann noch nicht mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen werden. Mit dem steht und fällt die für in zwei Jahren geplante Eröffnung des "Low-Budget"-Hotels.


    Was hat ein vorhabenbezogene Bebauungsplan mit dem geplanten Abriss zu tun?
    -> Meines Wissens gar nichts!

    Wann wurde denn der Bauantrag gestellt?
    -> Wie bereits "Greif" korrekt ausführt, wartet man, sofern die Unterlagen vollständig sind, 3 Monate. Da die die Pressesprecherin der Hotelkette dazu nichts sagt, sind die Unterlagen wahrscheinlich unvollständig. Gibt es überhaupt schon einen Bauantrag? Wenn der vorhabenbezogene Bebauungsplan noch im Verfahren ist, bringt der Bauantrag ja eh nichts :D Und für vorhabenbezogenene Bebauungspläne sind in der Regel erst einmal die Vorhabenträger/Bauherren verantwortlich...
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  •   sandy247
    (13 Beiträge)

    14.01.2019 12:09 Uhr
    Das Familienheim...
    hatte vor ein paar Jahren daran mal plakatiert. Darauf stand wer Interesse an Praxen/Büros hat soll sich melden. Es soll ein Wohn-/Geschäftsgebäude entstehen. Auf einmal hieß es dann ein Investor baut ein Hotel. Der sachgerechte Abriss kostet bestimmt eine Menge Geld - war dann vielleicht nicht mehr lukrativ für das Familienheim... reine Spekulation!
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11170 Beiträge)

    14.01.2019 10:21 Uhr
    hier wurde die Möglickeit verpaßt,
    günstigen Wohnraum, z.B. für Studis oder für Familien, zu schaffen.
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  •   andip
    (9689 Beiträge)

    14.01.2019 12:14 Uhr
    Wieso?
    Ausser Hotelzimmern sollen da auch Wohnungen enstehen.
    Und da das Hotel Low-Cost Zimmer anbietet, werden die Wohnungen vielleicht auch Low-Cost?
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  •   andip
    (9689 Beiträge)

    14.01.2019 12:16 Uhr
    Sorry
    Low-Budget soll es natürlich heissen.
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  •   BuddyAckermann
    (138 Beiträge)

    14.01.2019 10:16 Uhr
    Cui bono?
    eigentlich müsste die Stadt froh sein, wenn da was ansehnliches hingebaut wird, aber die lokale Konkurrenz von ACCOR ( Novotel, IBIS) freut sich
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  •   Suedweschter
    (371 Beiträge)

    14.01.2019 00:36 Uhr
    Aber die Bäume, die vom Karlstor bis zur Ritterstraße
    auf dieser Seite standen, haben sie letzte Woche gekillt. Darf man wissen warum? Wo waren die Grünen? Auch als vor drei Jahren die von der Ritterstraße bis zum Ettlingertor gefällt wurden. Riesige, gesunde Bäume, richtige CO2-Umwandler, für die man in anderen Ländern ganze Straßenzüge umverlegt.
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  •   mueck
    (10547 Beiträge)

    14.01.2019 01:34 Uhr
    !
    Die Bäume haben zu viel CO2 gefressen!
    Die Klimawandelgegner wollen mehr CO2, da das die Pflanzen düngt! Aber doch nicht für nutzlose Bäume, die außer Schatten werfen nix können, sondern für das Gras für Rindviecher für ihre Lieblungs-Steaks!

    PS: zwinkern

    Die Bäume weiter westlich standen dem Umbau der Kriegsstr. im Weg, die kürzlich gefällten eigentlich nicht, keine Ahnung, warum die nun doch gefällt wurden.
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  •   malerdoerfler
    (5315 Beiträge)

    13.01.2019 23:33 Uhr
    Um das alte Gebäude
    ist es sicher nicht schade.
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    13.01.2019 16:48 Uhr
    das Alte muss weg, weil furchtbare Betonlandschaft
    Das Alte muss weg, ein echter Schandfleck dieser Betonklotz. Allerdings frage ich mich, warum man dort nicht höher baut? Man braucht Wohnungen und wollte doch Hochbauten auch in KA zulassen? Die Anwohner meinen, dann gebe es zuviel Verkehr dort? Irgendwie beist sich die Katze da in den eigenen Schwanz. Auch der Neubar des Hochhauses des Landratsamtes Karlsruhe steht an und auf der anderen Seite wird dieses häßliche Postgebäude abgerissen. Die Kriegsstrasse könnte dann zu einem neuen wichtigen Boulevard werden, quasi die alte Kaiserstrasse mit Straßenbahn. Aber Die Fassaden müssen so gestaltet werden, dass das Fußgänger Einblick und Zugang bekommen. Der Mix macht es. Eine riesige Chance für die Stadt. Wie man es nicht macht, vgl. Volksbank, EDEKA SCHECK IN und LBW am Ostring. Kalte Wände ohne Leben für die Passanten. Unten müssen zugängliche Geschäftsräume mit viel Glas entstehen, dann lebt alles auf und die Menschen kommen auch.
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