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Karlsruhe Sorge um insolventen Karstadt: OB Mentrup setzt sich für Erhalt der Karlsruher Filiale ein

Die Kaufhaus-Kette Galeria Karstadt Kaufhof steht kurz vor der Insolvenz. Um sich trotz der Auswirkungen der Pandemie auf Dauer sanieren zu können, hat der Konzern daher ein Schutzschirmverfahren - also eine Insolvenz in Eigenverwaltung - eingeleitet. Auch in Karlsruhe hat der Warenhaus-Riese eine Filiale - deren Zukunft verfolgt Oberbürgermeister Frank Mentrup nun mit Sorge.

"Bereits vor Pfingsten hatte Mentrup sich in einem Schreiben an die Konzernführung gewandt und dabei besonders die großen Investitionen in die Infrastruktur zur Aufwertung der Karlsruher Innenstadt in die Waagschale geworfen", schreibt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung.

Nach aktuellen Gesprächen mit Vertretern der Gewerkschaft verdi und der örtlichen Betriebsräte aus beiden Häusern in Karlsruhe wolle der Rathaus-Chef sich weiter bei der Konzernzentrale in Essen für den Erhalt des Standortes einsetzen.

"Karlsruher Standort sei ein Topstandort"

"In der Vergangenheit wurde mir aus ihrem Konzern immer wieder bestätigt, dass der Standort Karlsruhe einer der Topstandorte sei. Mit der neu gestalteten und schienenfreien Fußgängerzone sowie der erleichterten Erreichbarkeit wird sich der Standort Karlsruhe noch weiter verbessern", so Mentrup in der Bitte, die Bemühungen der Stadt "zum Vorteil aller Beteiligten zu unterstützen".

Bild: Melissa Betsch

Das Kaufhaus Karstadt spiele in Karlsruhe seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle und sei "für die weitere Entwicklung der Fußgängerzone unverzichtbar". Der Warenhaus-Konzern hatte das Schutzschirmverfahren im April eingeleitet. Derzeit wird über die Schließung von 80 der 170 Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof sowie von bis zu 20 Filialen der Karstadt Sports GmbH diskutiert. 

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  •   myopinions
    (1101 Beiträge)

    10.06.2020 08:46 Uhr
    ................was der
    Benko da möglicherweise im Schilde führt?
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  •   SunCityKA
    (41 Beiträge)

    10.06.2020 08:45 Uhr
    City verschönt - Karstadt tot
    Der Einsatz von OB Mentrup ist löblich. Generationen von Karlsruhern haben hier immer alles bekommen. Nun steht zu befürchten, dass in dem wunderschöne Gebäude ein weiterer 1 Euro-Basar unterkommt. Ein weiteres Beispiel für ein von gut bezahlten Investoren und Consultants, durch zig mal Hin- und Herverkaufen, zu Tode saniertem Traditionsunternehmen. Die Angestellten tun mir Leid. Hinzu kommt natürlich noch eine Veränderung im Kunden-Kaufverhalten. Schön wäre eine Führung, die mit Herzblut bei der Sache wäre u. mit neuen und unkonventionellen Ideen den Laden wieder auf Vordermann bringt, statt mit dem Finger auf Corona zu zeigen. Vor-Ort wird nur eingekauft, wenn das Ganze eine echte Alternative zu Online darstellt. Ob da der Plan Aldi im UG unterzubringen hilft, wage ich anzuzweifeln. Im Gegenteil, eine eher höherwertige Feinkostabteilung wäre ein Alleinstellungsmerkmal… aber wenn Karstadt nur à la Trump gekauft wurde, saniert, filetiert und weiterverkauft wird, dann ist bald "over"
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  •   Mondgesicht
    (2349 Beiträge)

    10.06.2020 08:20 Uhr
    Wenn die Maskenpflicht
    noch monatelang bleibt, bleiben viele Kunden weiterhin weg und der Einzelhandel hat massive Einbußen. Das kann dann eben auch den Tod von Karstadt bedeuten.

    Ich war seit März nicht mehr in der Innenstadt zum Einkaufen. Erst waren die Läden ja zu, und dann kam die Maskenpflicht. Also bestelle ich jetzt selbst Bekleidung online, was ich vorher aus Prinzip nie gemacht habe. Und es funktioniert. Bequem zuhause aussuchen, Paket an der DHL-Station abholen, alles ohne Stofflappen vor dem Gesicht.
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  •   teflon
    (3017 Beiträge)

    10.06.2020 08:03 Uhr
    Der Kunde hat das selber in der Hand und
    es hat schon seinen Grund, warum Karstadt/Kaufhof diese Schräglage aufweisen . Das Konzept ist überholt und das Onlineshopping mit seinen Möglichkeiten macht Vieles, was im Kaufhausangebot ist, einfach überflüssig. Und dabei ist nicht mal der Preis entscheidend, sondern der Komfort, es an die Haustür geliefert zu bekommen. Natürlich sind für dieses Geschäftsmodell auch mit dem Auto gut erreichbare , am Stadtrand gelegene Center eine grosse Konkurrenz geworden, dazu noch die Discounter mit ihrer Aktionsware und die mittels Individualverkehr immer schlechter errechbare Innenstadtlage (in dem Fall KHE-spezifisch). Nicht nur Karstadt hat darauf bislang keine Antwort gefunden und wird sich durch eine Insolvenz stark verändern müssen - das geht vielen Geschäftsmodellen so und Corona ist nur der Beschleuniger für den eh schon laufenden Prozess. In KHE hat noch dazu die Kombibudddelei ihren Beitrag abgeliefert und es wird spannend werden, was an Geschäften ab 2022 noch erhalten bleiben wird
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  •   andip
    (10467 Beiträge)

    10.06.2020 12:25 Uhr
    Innenstädte
    sind überall schon seit langem für den Individualverkehr schlecht erreichbar, den Fussgängerzonen gibt es in allen Städten.
    Das ist eben nicht spezifisch für KA.
    Insbesondere für den Karstadt gilt das nicht, denn der hat ja direkt neben sich ein riesiges Parkhaus, das normalerweise auch immer bestens genutzt wird
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  •   todi01
    (1149 Beiträge)

    09.06.2020 20:18 Uhr
    Macht euch mal locker,
    der Karstadt wird bleiben. Zunächst. Auf Dauer wird er natürlich in seiner heutigen Form nicht überleben, dazu ist das Konzept Kaufhaus zu überholt. Das wird mal ein schönes Shop-in-Shop-Haus für hochwertige Marken. Die bringen dann natürlich ihr eigenes, fittes Personal mit, frei von Tarifverträgenund Gewerkschaften - wenn ich für Karstadt arbeiten würde, würde ich schon seit der letzten Pleite einen anderen Job suchen.

    Mindestens das Restaurant, vielleicht auch die Lebensmittelabteilung, werden aber schon vorher dran glauben müssen.
    Karstadt Sport ist m.E. ebenfalls mausetot, würde mich wundern, wenn man die Karlsruher Filiale nicht schnellstmöglich entsorgen würde.
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  •   schlaule2
    (200 Beiträge)

    10.06.2020 09:15 Uhr
    Shop in Shop
    machen die ja gerade. Statt der Lebensmittelabteilung kommt ein Aldi rein.
    Die war aber ja vorher auch nicht Karstadt sondern REWE.
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  •   andip
    (10467 Beiträge)

    10.06.2020 12:18 Uhr
    So viel ich weiss
    bleibt deren Lebensmittelabteilung da, nur in verkleinerter Ausführung.
    Wäre auch zu wünschen, ich habe keine Lust, Wurst und Käse nur noch in jede Menge Plastik eingeschweisst zu kaufen.
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  •   ALFPFIN
    (7269 Beiträge)

    10.06.2020 11:33 Uhr
    In verschiedenen
    Karstadt Häusern ist Aldi Süd - Lebensmittel mit dem Gesamtangebot dieser Filialen eingezogen. Ich weiß, zumindest im Hessischen, dass das nicht so gut angekommen ist. Die REWE Perfetto Lebensmittel Märkte waren sehr beliebt.
    Wenn aber die Häuser sowieso schließen, ist es eigentlich egal. Sollte Karstadt bei uns erhalten bleiben, hoffentlich, bin ich nicht so sicher , ob Aldi wirklich umzieht. Die Aldi Märkte in den anderen Häusern sind ja schon 2018/19 umgezogen.
    Benko war ohnehin bei der Übernahme von Karstadt in erster Linie an den Immobilien interessiert, einige hat er schon bei der Übernahme verscherbelt. Ungeachtet, des geringen Umsatzes, der angeblich jetzt der Grund für die Schließungen ist, glaube ich eher daran, dass er schon lange die Schließung vor hatte, um die Immobilien/Bauplätze zu verkaufen.
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  •   Mathias
    (101 Beiträge)

    10.06.2020 09:48 Uhr
    Aldi
    Hallo schlaule2,
    soll der Aldi ins Haupthaus oder ins "Sport-Haus"?
    Das würde sich doch eher anbieten, da dort, zumindest bei meinem letzten Besuch vor 1 (?) Jahr, das UG eh dicht war.
    Würde vielleicht ein paar Kunden ins Haus holen.
    Aber vermutlich wird das Sport-Haus eh dicht gemacht ...
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