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Karlsruhe Sorge um insolventen Karstadt: OB Mentrup setzt sich für Erhalt der Karlsruher Filiale ein

Die Kaufhaus-Kette Galeria Karstadt Kaufhof steht kurz vor der Insolvenz. Um sich trotz der Auswirkungen der Pandemie auf Dauer sanieren zu können, hat der Konzern daher ein Schutzschirmverfahren - also eine Insolvenz in Eigenverwaltung - eingeleitet. Auch in Karlsruhe hat der Warenhaus-Riese eine Filiale - deren Zukunft verfolgt Oberbürgermeister Frank Mentrup nun mit Sorge.

"Bereits vor Pfingsten hatte Mentrup sich in einem Schreiben an die Konzernführung gewandt und dabei besonders die großen Investitionen in die Infrastruktur zur Aufwertung der Karlsruher Innenstadt in die Waagschale geworfen", schreibt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung.

Nach aktuellen Gesprächen mit Vertretern der Gewerkschaft verdi und der örtlichen Betriebsräte aus beiden Häusern in Karlsruhe wolle der Rathaus-Chef sich weiter bei der Konzernzentrale in Essen für den Erhalt des Standortes einsetzen.

"Karlsruher Standort sei ein Topstandort"

"In der Vergangenheit wurde mir aus ihrem Konzern immer wieder bestätigt, dass der Standort Karlsruhe einer der Topstandorte sei. Mit der neu gestalteten und schienenfreien Fußgängerzone sowie der erleichterten Erreichbarkeit wird sich der Standort Karlsruhe noch weiter verbessern", so Mentrup in der Bitte, die Bemühungen der Stadt "zum Vorteil aller Beteiligten zu unterstützen".

Bild: Melissa Betsch

Das Kaufhaus Karstadt spiele in Karlsruhe seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle und sei "für die weitere Entwicklung der Fußgängerzone unverzichtbar". Der Warenhaus-Konzern hatte das Schutzschirmverfahren im April eingeleitet. Derzeit wird über die Schließung von 80 der 170 Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof sowie von bis zu 20 Filialen der Karstadt Sports GmbH diskutiert. 

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  •   Freigeist1
    (1224 Beiträge)

    11.06.2020 12:36 Uhr
    Habe den Eindruck, dass
    es da auch viele Managementfehler gab. Z.B. das Konzept des Zentralismus und der Anordnungen aus der Essener Zentrale sind nicht unbedingt förderlich.
    An diesem Standort würde es statt Karstadt Kaufhof eben alternativ ein anderes Warenhaus oder Alternativkonzept geben.
    Ich finde, Händler wie Karstadt Kaufhof sollten z.B. im Bereich Klamotten, wenn sie teurer sind als Primak, Kik und Co., doch bitte dem Verbraucher auch handfeste, Fakten basierte Vorteile und Standards bieten und verdeutlichen, z.B. bzgl. Herstellung/Arbeitsbedingungen, Umweltstandards, Öko-Baumwolle, Recycling-Materialien, etc. andere Qualitätsmaßstäbe gelten.
    Denn: Menschen, die einfach blind glauben, weil ein Produkt teuer ist, wird es schon auch besser sein, werden weniger und weniger...
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  •   Malaika
    (243 Beiträge)

    11.06.2020 07:56 Uhr
    Früher war
    Einzelhandelskaufmann/frau ein dreijähriger Lehrberuf, der Kunde wurde dementsprechend gut beraten und bedient.
    Heute setzt man wohl nur noch auf metierfremde Aushilfen oder 400-Euro-Jobber, die von Fach- und Sachkunde keine Ahnung haben. Wichtig ist den Damen, ihre Arbeitszeit abzusitzen und dass die getunten, künstlichen und überlangen Fingernägel keine Macken abbekommen. Wen wundert's, dass hier Service, Beratung und oft auch Kundenfreundlichkeit auf der Strecke bleiben.
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  •   Freigeist1
    (1224 Beiträge)

    11.06.2020 12:26 Uhr
    ...liegt u.a. auch an den
    verlängerten Öffnungszeiten, Einkaufssonntagen u.ä.
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  •   Erstkraft
    (5 Beiträge)

    11.06.2020 08:23 Uhr
    Seh ich auch so
    Das sehe ich auch so. Nebenbei sich mit der Führungskraft im Büro zu verdrücken bzw. Fotos zu machen.
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  •   Malaika
    (243 Beiträge)

    11.06.2020 07:30 Uhr
    Auch bei Karstadt
    ist der Niedergang seit langem zu beobachten. War zwar seit langem nicht mehr dort, aber früher war die Lebensmittelabteilung gut sortiert. Sollte das jetzt REWE sein, nun den habe ich vor der Haustür. DOB bietet nur noch 08/15 Klamotten an, Buchhandel kann man vergessen, Weiss- und Haushaltswaren überteuert. Wollte Zubehör für einen Stabmixer kaufen, wiederwillig suchte die Dame nach dem Katalog des Markenteiles. Lieferzeit sollte 6 Wochen betragen. Fand dann das Zubehör im Netz, Teile günstiger als bei Karstadt, Lieferzeit 3 Tage. Wen wundert's dass der Kunde dann im Internet kauft. Habe früher dort Vorhangsstoff gekauft, die Vorhänge wurden dann in der hauseigenen Schneiderei auf Mass gefertigt. Gibt's nicht mehr! Bei Herrenbekleidung längere Zeit eine Verkäuferin gesucht, verschwand die Dame doch gleich hinter einer Tapetentür, als sie Kundschaft sah. Also Service geht anders! Tut mir zwar leid um Karstadt, aber Kunden empfindet man dort wohl als lästiges Übel.
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  •   tom1966
    (181 Beiträge)

    10.06.2020 16:17 Uhr
    KA ohne Karstadt?
    Schwer vorstellbar!
    Ich bin im Bereich der Innenstadt aufgewachsen und da gab es zwischen Hauptpost (für die Jüngeren: Heute Europaplatz) und Marktplatz die Kaufhäuser Schneider, Kaufhalle, Hertie und Karstadt sowie alteingesessene karlsruher Geschäfte: Tabak Hieke, Buchkaiser, Hiller, Mode Frey usw..
    Die gibt es alle nicht mehr - schade!
    Auch wenn Karstadt zu einer Kette gehört, gibt es ihn doch seit 1953 in KA. Er ist es wert, gerettet zu werden, damit die Kaiserstraße nicht noch mehr von den großen Ketten okupiert wird.
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  •   Erstkraft
    (5 Beiträge)

    10.06.2020 15:14 Uhr
    Schlechte Bedienung und Beratung
    Bei dieser schlechten Bedienung und Beratung - nun das vergeht einem die Lust. Die Verkäuferin ist lieber mit ihrem Handy beschäftigt.
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  •   Reger
    (185 Beiträge)

    10.06.2020 22:05 Uhr
    Das ist alles?
    Weil Sie mal eine schlechte Erfahrung gemacht haben, soll Karstadt schließen? Das wird zum Glück nicht reichen.
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  •   Erstkraft
    (5 Beiträge)

    11.06.2020 08:20 Uhr
    Das ist auch nicht alles gewesen
    Es gibt dazu leider noch andere Vorkommnisse, die hier nicht in die Öffentlichkeit getragen werden. Zum Glück wurde die Führungskraft schon ihres Amtes enthoben.
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  •   andip
    (10396 Beiträge)

    10.06.2020 15:50 Uhr
    ??
    Ich habe da noch nie Bedienungen gesehen, die sich mit ihrem Handy beschäftigt haben. Die dürften dann auch schnell Ärger mit ihren Vorgesetzten bekommen, wenn sie das täten.
    Dass die sich ausserhalb ihrer Abteilung nicht auskennen kommt allerdings schon mal vor.
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