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Karlsruhe Beate Uhse Insolvenz: Filiale in Karlsruhe nicht betroffen

Der Erotikhändler Beate Uhse hat heute Insolvenz beantragt. Das teilte das Unternehmen am Freitagvormittag, 15. Dezember, mit. Auf ka-news-Nachfrage heißt es, man habe sich aus finanziellen Sanierungsmaßnahmen zu diesem Schritt entschlossen. Die Beate Uhse Filialen sind von der Maßnahme nicht betroffen. Auch in Karlsruhe bleibt der Store geöffnet.

Die Eröffnung eines entsprechenden Verfahrens hat die AG heute beim zuständigen Amtsgericht beantragt. Die Insolvenzanmeldung betrifft ausschließlich die Beate Uhse AG in ihrer Funktion als Holding, für die Tochtergesellschaften der Beate Uhse AG werde keine Insolvenz beantragt. "Operativ hat die Insolvenz der AG keinen Einfluss auf die Tochtergesellschaften. Das Geschäft wird vollumfänglich weitergeführt", heißt auf Nachfrage von der Beate Uhse AG.

Filialen nicht von Insolvenz betroffen

Die Beate Uhse AG ist eine Holding mit administrativen Aufgaben, sie soll durch das Insolvenzverfahren nachhaltig saniert werden. Für das operative Geschäft offline sowie online sind die zahlreichen Tochtergesellschaften der Beate Uhse AG zuständig - sie sind von der Insolvenz nicht betroffen. "Es werden keine Filialen schließen", so das Unternehmen gegenüber ka-news. Auch die Filiale in der Karlsruher Waldstraße bleibt für Kunden geöffnet.

Der Vorstand der Beate Uhse AG, Michael Specht, hat sich zu diesem Schritt entschlossen, um die Sanierung der gesamten Gruppe in Eigenverwaltung nachhaltig umzusetzen, so das Unternehmen. "Unser Ziel ist es, im Rahmen des Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung die operative und finanzielle Sanierung der Beate Uhse AG nachhaltig und zügig umzusetzen", sagt Specht in einer aktuellen Pressemeldung ,"wir haben damit einen Weg eingeschlagen, bei dem wir sehr zuversichtlich sind, die Unternehmensgruppe als Ganzes sanieren zu können"

Insolvenz-Ursache: Unternehmensanleihe

Die Beate Uhse AG habe im Jahr 2014 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 30 Millionen Euro und einer Laufzeit bis 2019 ausgegeben. In den letzten Monaten habe sich die Gesellschaft in Abstimmung mit dem gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger und wesentlichen Anleihegläubigern um eine Restrukturierung der Anleihe bemüht und Verhandlungen mit einer Investorengruppe über eine Finanzierungsaufnahme geführt, erklärt das Unternehmen gegenüber ka-news weiter. 

In diesen fortgeschrittenen Verhandlungen habe man laut Beate Uhse AG zuletzt keine Einigung erzielen können, die geplante Restrukturierung der Anleihe sei nicht mehr umsetzbar gewesen und die Zahlungsunfähigkeit der AG drohte einzutreten. Die in der Holding beschäftigten Mitarbeiter sollen für die kommenden drei Monate durch das zu beantragende Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert sein, verkündet das Unternehmen in einer Pressemeldung.

ka-news-Hintergrund

Die Karlsruher Filiale von Beate Uhse eröffnete im September 2014 in der Karlsruher Waldstraße. Die Ansiedlung des Erotikgeschäfts sorgte für einige empörte Gemüter. Der Shop zog damals vom Ende der Kaiserstraße, nähe Kronenplatz, in die als gehoben geltende Einkaufsstraße Waldstraße. Nach anfänglichen Berührungsängsten legte sich die Aufregung um die neue Filiale der Erotik-Kette.

Über die Beate Uhse AG: Das Unternehmen Beate Uhse wurde 1946 gegründet und ist als europaweit tätiger Erotikkonzern heute mit rund 345 Mitarbeitern (FTE) in sieben Ländern aktiv. Seit Mai 1999 ist die Aktie der Beate Uhse an der Frankfurter Börse gelistet.
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  •   Suedweschter
    (431 Beiträge)

    16.12.2017 13:30 Uhr
    Boah, jetzt bin ich aber erleichtert!
    Der Einkauf von meinen Weihnachtsgeschenken ist somit nicht gefährdet. zwinkern
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    15.12.2017 17:25 Uhr
    Mich würde
    mal interessieren was in Leuten vorgeht die sich über einen Beate Uhse Shop empören.
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  •   Waldbronner2017
    (62 Beiträge)

    16.12.2017 10:38 Uhr
    Das sin die
    die mit der Wurschtsupp daher gschwomme sin.
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  •   ALFPFIN
    (7430 Beiträge)

    15.12.2017 20:08 Uhr
    Heute sehen die
    Shops doch ganz gediegen aus und so manch ein Kaufhaus hat irgendwo weiter hinten auch ein bisschen "Beate Uhse" im Sortiment. Die meisten die sich da noch vor Ort empören, schauen sicher sehr intensiv im Internet nach und kaufen bei Beate Uhse online. Nach dem Motto: Do siesch mi net. grinsen
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  •   Waterman
    (6476 Beiträge)

    15.12.2017 15:09 Uhr
    "Restrukturierung der Anleihe"
    Schöner Ausdruck für die Tatsache, Geld geliehen zu haben und jetzt nicht in der Lage zu sein, es zurück zu bezahlen oder neues Geld aufnehmen zu können.
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