Er organisiert auch die Touren an Schulen und andere Bildungs- und Kultureinrichtungen. Warum gibt es diese Ausstellung? Ein Blick in den modernen Wissenschaftsbetrieb lässt rasch erkennen, dass Wissenschaftler heute fast nur noch die Entwicklung einzelner Aspekte der eigenen Disziplin wirklich nachvollziehen können. Der Blick darüber hinaus kann vielleicht Verständnis erreichen, doch kaum Verstehen im klassischen Sinne.

Aber auch Verständnis setzt Grundlagen voraus wie exemplarisches Verstehen, beispielhafte Vertrautheit und vor allem Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen - und nicht Angst vor der Beschäftigung damit. Der Förderverein Science und Technologie Freiburg verfolgt das Ziel, Interesse für Naturwissenschaft und Technik in großer Breite zu wecken, indem er diese Disziplinen in spannender Weise zugänglich macht. Mit dem Wecken von Interesse, Spaß und Freude an der Auseinandersetzung mit Naturwissenschaft und Technik will er nicht nur Verständnis und Orientierung vermitteln, sondern auch Ängste und innere Widerstände abbauen.

Der Verein ist davon überzeugt, dass es sich kein mündiger Mensch leisten sollte, von diesen Kulturleistungen abgeschnitten zu sein, sich von ihnen entfremden zu lassen und nicht daran teilzuhaben, denn politische Entscheidungen über Technologien und Forschungsförderung oder deren Legalität werden nicht von Naturwissenschaftlern allein getroffen. Die Ausstellung wurde seit 2003 ständig weiter entwickelt und umfasst derzeit 21 Exponate aus den Bereichen Optik, Akustik und Mechanik mit dem übergreifenden Themenschwerpunkt "Schwingungen und Wellen". Zwei neue Exponate eröffnen den Themenkreis "Wechselwirkungen" am Beispiel magnetischer Wirkungen. Sie spricht einerseits Kinder und Jugendliche etwa ab dem 9. Lebensjahr an, die einfach nur Neugier und Freude am eigenen Tun entwickeln möchten, andererseits auch ältere Jugendliche, die sich schon etwas komplexeren Fragen zu diesem fächerübergreifenden Konzept zutrauen.

Zudem gibt es viele interessierte Erwachsene, die staunend die Entstehung einer Sinuskurve verfolgen oder der Schallverzögerung in einem 34 Meter langen Rohr lauschen. Eine der Attraktionen ist sicher auch eine begehbare Camera obscura, in der man die klassische optische Bildentstehung verfolgt oder eben Spaß daran hat, dass draußen alle im Kopfstand laufen. Mehr Informationen findet man bei: www.science-days.de/ontour

"Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge so sind, wie sie sind." (Aristoteles)

Physik on Tour, Halle 4, Stand T.41

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