Am Mittwochabend hatten der Wirtschaftsrat Deutschland, das Cyberforum und die Wirtschaftsjunioren Karlsruhe zu einer gemeinsamen Konferenz im ZKM geladen. Das Thema: "Wehrhafte IT-Sicherheit". Als Gesprächspartner war auch der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl geladen. Wie der SWR berichtet, kündigte dieser im Rahmen der Konferenz an, die von der Landesregierung geplante "Cyberwehr" in der Fächerstadt ansiedeln zu wollen. 

3 Millionen Euro für digitale Notfall-Hotline 

Bereits im September hatte das Land angekündigt, eine Beratungsstelle vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen sowie eine landesweite Koordinierungsstelle bei Hackerangriffen aufbauen zu wollen. "Baden-Württemberg soll zur digitalen Leitregion werden", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. "Eine wichtige Voraussetzung dabei ist die Cybersicherheit. Gefahren und Angriffen aus dem Netz müssen wir uns gezielt entgegenstellen, denn Cyberattacken wie Wannacry verunsichern die Bürger und sie gefährden Geschäftsmodelle."

Die "Cyberwehr" ist unter anderem als digitale Notfallhilfe gedacht. Nach Planung des Landes sollen dort IT-Spezialisten aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung an standardisierten Vorgehen bei Hackerangriffen arbeiten und eine digitale Notfallhilfe für Unternehmen aufbauen. 

Nach einer ersten Pilotphase von 15 Monaten soll die Cyberwehr dann in der Fläche verankert werden. Das Land hat für das Projekt im kommenden Haushalt rund drei Millionen Euro eingeplant. Nach SWR-Informationen soll das bundesweite Pilotprojekt Anfang 2018 an den Start gehen.