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Stuttgart Neues Grundsteuermodell im Südwesten - Wohnen soll nicht teurer werden

Baden-Württemberg hat nach langen Debatten ein eigenes Modell zur Berechnung der Grundsteuer auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss am Dienstag ein sogenanntes modifiziertes Bodenwertmodell. Es sieht vor, dass die Grundstücksfläche und der sogenannte Bodenrichtwert die Grundlage für die künftige Berechnung der Steuer sein sollen. Eigentümer von Wohngebäuden sollen dabei aber im Verhältnis weniger belastet werden. "Uns war wichtig, Wohnen nicht zu verteuern", sagte Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne). Nach dem neuen System soll die Grundsteuer ab 2025 berechnet werden.

Die Grundsteuer zahlt jeder Hausbesitzer. Eigentümer können die Grundsteuer selbst zahlen oder als Nebenkosten vollständig auf die Mieter umlegen. Die bisherige Steuer basiere auf veralteten Werten aus den 60er-Jahren im Westen und den 30ern im Osten, sagte Sitzmann. Deshalb gebe es viele Eigentümer von Gebäuden, die heutzutage viel zu wenig zahlten.

Der Bund hatte Ende 2019 ein neues Grundsteuer-Gesetz beschlossen. In das Bundesmodell fließen neben Grundstücksfläche und Bodenrichtwert auch noch Immobilienart, Nettokaltmiete, Gebäudefläche und Gebäudealter mit ein. Dafür konnten sich Grüne und CDU in Baden-Württemberg aber nicht begeistern. Die Bundesländer können vom Bundesmodell abweichen, wenn sie eigene Gesetze verabschieden.

Allein im Südwesten müssten nun 5,6 Millionen Objekte neu bewertet werden. Die Kommunen im Südwesten nehmen daraus jährlich 1,8 Milliarden Euro ein. Das Gesetz sei einfach, bürokratiearm und transparent, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Es sei aber unvermeidlich, dass es durch die neue Regelung auch Verlierer gebe - nämlich die, die mehr zahlen müssten.

Der Bund der Steuerzahler warnt vor höheren Belastungen und sozialen Verwerfungen. "Wenn dieses Konzept Realität wird, werden künftig die Besitzer eines kleinen Häuschens genauso viel Grundsteuer bezahlen wie die Besitzer einer großzügigen Villa auf einem Grundstück gleicher Größe in gleicher Lage", teilte der Verein mit. Für den Fall, dass die Landesregierung an den Plänen festhält, kündigte der Steuerzahlerbund eine Musterklage an - weil die Pläne aus Sicht des Vereins gegen Verfassungsrecht verstoßen.

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  •   AlterMann
    (195 Beiträge)

    30.07.2020 13:13 Uhr
    Grunderwerbssteuer
    Nach der Machtübernahme der Grünen in BW haben sie gleich mal die Grunderwerbssteuer von 3,5 auf 5% erhöht.
    Dadurch wird das Wohnen auch teurer.
    Und die neue Grundsteuer wird im Schnitt auch mehr Geld kosten, sonst würde man sie nicht ändern.
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  •   barheine
    (377 Beiträge)

    29.07.2020 17:09 Uhr
    Eigentlich schade. Das wäre eine großartige Gelegenheit gewesen, die Grundsteuer ganz abzuschaffen und die Bürger zu entlasten. Insbesondere Mieter mit kleinem Einkommen oder schmaler Rente hätten sich sicher gefreut.
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  •   andip
    (10649 Beiträge)

    29.07.2020 12:14 Uhr
    Aha
    Und wie genau berechnet sich das zukünftig?
    Gibt es dafür irgendeine Formel?
    Wenn der Wert des Bodens dann eine Rolle spielen soll, der kann sich doch ständig ändern.
    Muss dann auch die Grundsteuer ständig neu berechnet werden?
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  •   Buddha
    (74 Beiträge)

    29.07.2020 12:38 Uhr
    Na ja
    ständig ändern sich diese Bodenrichtwerte nicht. Aber sie werden jährlich geprüft
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  •   JustMy2cts
    (30 Beiträge)

    29.07.2020 09:53 Uhr
    Schaffe, schaffe Häusle baue? Wohl eher nicht...
    "Deshalb gebe es viele Eigentümer von Gebäuden, die heutzutage viel zu wenig zahlten."
    "Es sei aber unvermeidlich, dass es durch die neue Regelung auch Verlierer gebe - nämlich die, die mehr zahlen müssten."
    Als ob das diesen grünen möchtegern Robin Hood jemals gestört hätte.

    Niemand hat die Absicht mehr Grundsteuer zu kassieren.... jaja...

    Zahlen, zahlen, zahlen, alles was du hier noch darfst.
    Am besten 24/7 arbeiten und an Tag1 der Rente direkt ins Gras beißen.
    Leben? So nicht vorgesehen, gefälligst zu unterlassen.
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  •   FloadRithle
    (195 Beiträge)

    29.07.2020 10:53 Uhr
    Zahlen, zahlen, zahlen
    Deinen Garten mußt du dann auch noch gestalten, wie die Landesregierung es will.
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  •   Beiertheimer
    (1168 Beiträge)

    29.07.2020 09:25 Uhr
    Ja was jetzt?
    Zitat von Artikel "Uns war wichtig, Wohnen nicht zu verteuern", sagte Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne).


    Zitat von Artikel Deshalb gebe es viele Eigentümer von Gebäuden, die heutzutage viel zu wenig zahlten.
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