Die Papiertonnen in Karlsruhe sind meist schon nach zwei Wochen voll, Fehleinwürfe andere Müllsorten sind häufig "Frust-Einwürfe", die in keinster Weise auf mangelnde Trenn-Willigekeit der Haushalte zurückführe. So beschreibt die Kult-Fraktion die aktuelle Situation rund um die Papierentsorgung in der Fächerstadt und setzt sich damit für einen kürzeren Abholungsturnus ein.

"Die Ehrenamtlichen holen trotz Papiertonne etwa die gleiche Menge bei den Haushalten ab. Das freut uns für die Vereine und Kirchen", so Kult-Stadtrat Michael Haug. Der vierwöchige Rhythmus sei aber "offensichtlich nicht ausreichend".

Verkürzung des Leerungsintervalls

Die Stadtverwaltung bringt der Kritik im Großen und Ganzen nichts entgegen und schreibt in ihrer Stellungnahme deshalb: "Das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) hat auf der Basis der zwischenzeitlich vorliegenden abfallartenspezifischen Sortieranalysen ermittelt, dass mehr als 50 Prozent des kommunalen Altpapiers nicht über die Altpapiertonne, sondern über die Wertstoff- und Restabfalltonne erfasst wird." Auf dieser Basis erarbeite das AfA nun eine "Handlungsempfehlung zur beantragten Verkürzung des Leerungsintervalls". Kurzum: Das Problem der vollen Papiertonnen könnte also bald der Vergangenheit angehören.

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