Karlsruhe hat ab dem Wochenende einen Taxi-Service weniger. Bislang hat Minicar als taxiähnliches Unternehmen mit rund 35 Mitarbeitern Fahrgäste transportiert. Mit dem Ende des Monats läuft nun aber die Konzession, also die Betriebserlaubnis der Stadt, aus. Das berichtet ein dem Unternehmen nahestehender ka-Reporter, der anonym bleiben möchte, im Gespräch mit ka-news. Heißt konkret: Mit Ende des Samstags darf Minicar keine Fahrgäste mehr transportieren.

Sowohl das Ordnungsamt, als auch Minicar selbst bestätigen diesen Umstand auf Anfrage von ka-news. Weitere Details will das Ordnungsamt aber nicht nennen. Dessen Leiter Björn Weiße verweist auf ein laufendes Gerichtsverfahren, zu dem er keine Auskunft geben kann. Das Ende der Konzession sei aber nicht überraschend gekommen, man stehe bereits seit mehreren Monaten mit dem Unternehmen in Kontakt.

Minicar ist kein Taxi, aber bietet einen ähnlichen Service

Anders als Taxis, die an vorgesehenen Haltestellen und auch unterwegs Fahrgäste aufnehmen dürfen, ist Minicar ein Mietwagen-Unternehmen. Dort kann der Fahrgast anrufen. Die Fahrer kommen dann von der Firmenzentrale, fahren den Fahrgast zum Wunschziel und kehren anschließend wieder zur Zentrale zurück. Die Voraussetzungen für beide Betriebe, für Minicar und für das Taxi-Gewerbe, beschreibt Weiße aber als ähnlich.

So vergibt das Ordnungsamt Konzessionen an die Taxi- und Mietwagenunternehmen. Diese müssen professionell und zuverlässig agieren - sprich beispielsweise eine finanzielle Sicherheit aufweisen oder eine Zuverlässigkeit in der Geschäftsführung haben. Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, oder auch wenn die Stadt die Zahl der Taxen regulieren will, dann kann die Konzession zurückgezogen oder nicht mehr verlängert werden.

Gründe für das Auslaufen der Konzessionen bleiben im Dunkeln

Warum die Konzession von Minicar zum Samstagabend ausläuft, darf Weiße nicht sagen. Auch Minicar wurde von ka-news angefragt. Die Firma hat sich jedoch bis auf die Bestätigung des Auslaufens der Konzessionen nicht weiter geäußert. In der kommenden Woche wolle man gegebenenfalls weitere Informationen geben.

Ein Gerichtsverfahren um Taxi-Konzessionen gab es erst im Juni 2017: Damals klagte ein Mietwagenunternehmer, dass ihm die beantragten Konzessionen nicht erteilt wurden. Damals urteilte das Verwaltungsgericht, dass die von der Stadt Karlsruhe angegebene Begründung "weder vollständig noch zutreffend" sei. Die Stadt musste daraufhin die beantragten zehn Konzessionen erteilen.