Karlsruhe Kitas in Karlsruhe: So will ihnen ein Start-Up unter die Arme greifen

Was brauchen Kindertagesstätten wirklich? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Karlsruher Unternehmen "Kiggi": Die Idee: Kitas, Eltern und Sponsoren sollen vernetzt werden. Wie das genau funktioniert, haben die Geschäftsführer im Gespräch mit ka-news verraten.

Drei Jahre ist es nun her, dass sich Christian Riesenberger und Tobias Wolfgang Reisbeck begegneten - und zwar in einer Kindertagesstätte. Die beiden Männer kamen hier ins Gespräch. Ein Thema: die Kommunikation zwischen Eltern und Kitas. "Als Vater war ich sehr enttäuscht über die Kommunikation dort", erzählt Riesenberger im Gespräch mit ka-news. An diesem Tag beschlossen der Diplom-Betriebswirt und der Diplom-Fitness-Ökonom, sich zusammen zu tun.

Kitas schreiben virtuelle Wunschzettel

Heute sind die beiden Geschäftsführer des Karlsruher Start-up-Unternehmens "Kinderhilfsinitiative & Gemeinschaft gewerblicher Inklusionshelfer", kurz: Kiggi. Die Idee: Mithilfe der Kiggi-Plattform sollen Kitas mit privaten oder gewerblichen Sponsoren vernetzt werden. "Wir möchten bei der Entwicklung Kindereinrichtungen unter die Arme greifen, indem wir sowohl bei dem täglichen Bedarf als auch bei der Weiterbildung Unterstützung leisten", erklärt Riesenberger. Dadurch soll insbesondere finanziell benachteiligten Kitas geholfen werden.

Bei Kiggi funktioniert dieses Prinzip auf ganz unterschiedliche Art und Weise: Auf der Plattform haben alle 50.000 Kitas in Deutschland zum einen die Möglichkeit, im virtuellen Kiggi-Marktplatz aus einem Wunschkatalog vier Produkte auszuwählen. "Von Spielsachen über Hängematten oder Sportgeräte ist alles dabei", so der Kiggi-Geschäftsführer. Kiggi arbeite derzeit mit drei Herstellern zusammen und befinde sich mit sechs weiteren im Gespräch. "Unsere Hilfe orientiert sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Kitas", meint Reisenberger.

Sind die Wünsche der Kitas geäußert, machen sich die Kiggi-Betreiber auf die Suche nach passenden Sponsoren. Diese können bei Kiggi dann eine Patenschaft für jeweils vier Kitas übernehmen und die entsprechenden Wünsche einlösen. "Der Sponsor kann hier zwischen vier verschiedenen Varianten wählen", schildert Reisenberger. Alle Patenschaften dauern dann 12 Monate an, der einzige Unterschied liegt mit 240 bis 840 Euro im Jahr beim Preis. Für große Unternehmen bietet Kiggi aber auch regionale Partnerschaften mit mehreren hundert Kitas an. "Der Vorteil für den Sponsor ist, dass er genau weiß, wer das Geld bekommt und damit gekauft wurde."

Eltern bekommen Kita-Infos aufs Smartphone

Die große virtuelle Wunschbörse ist aber nicht die einzige Möglichkeit, mit der Kiggi vernetzen will. "Wir fahren bewusst zweigleisig", meint der Start-up-Unternehmer. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass bei der Informationsvermittlung zwischen Kita und Eltern auch schnell mal etwas schiefgehen könne. "Das wollen wir bei Kitas und Kindergärten revolutionieren."

Daher bietet Kiggi für auch eine virtuelle Elterninfo als App an. Kitas haben auf der Plattform die Möglichkeit, Nachrichten zu verfassen und den Eltern aufs Smartphone zu senden. Diese steht allen Trägern und Eltern kostenlos zur Verfügung. "So lässt sich die Kommunikation zwischen Eltern und Kitas zeitgemäß gestalten", verspricht Riesenberger.

Weitere Informationen zu Kiggi finden Sie hier (Link führt auf externe Seite).

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