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Karlsruhe Karlsruher Unternehmer prophezeit: Ab 2018 fahren Autos ohne Fahrer!

Die Forschungsabteilungen der Automobilindustrie - das sind die Kunden von Atlatec. Denn das Karlsruher Unternehmen von Henning Lategahn ist ganz vorne mit dabei, wenn es um das so genannte "autonome Fahren", also das Autofahren ohne Lenker, geht. Atlatec hat eine Technik entwickelt, mit der man hochpräzise 3D-Karten erstellen kann. Mit einer dazugehörigen Sensorbox können dann Objekte in dieser 3D-Umgebung bewegt und gesteuert werden.

"Es ist eigentlich ganz einfach", sagt der Jungunternehmer, der am KIT promoviert hat und nun in der Karlsruher Technologiefabrik seinen Firmensitz hat. "Die Sensorbox wird auf ein Auto geschnallt, das fährt eine Umgebung ab und die Software erstellt dann eine Karte. Fährt man dann mit der Box wieder in einen bereits kartierten Bereich, rechnet die Box auf wenige Zentimeter genau den Standort des Fahrzeugs aus und kann dementsprechend schnell und genau auf die jeweilige Umgebung reagieren."

Karlsruhe ist der ideale Standort

Seine Kunden seien hauptsächlich Automobilhersteller und Zulieferer, erklärt er. Diese setzen die von ihm entwickelte Technologie ein, um Fahrerassistenzsysteme zu erproben und weiterzuentwickeln. "Unser Gerät soll nicht in jedes Auto", erklärt der Nordrheinwestfale, der in Aachen studiert hat. "Wir befinden uns in einem Nischenmarkt, darüber sind wir uns bewusst“, sagt er. Aber genau das sei die Stärke von Atlatec; denn bereits vor der eigentlichen Unternehmensgründung habe es drei große Kunden gegeben, die mit den Atlatec-Geräten arbeiten wollten. Das Unternehmen stand also von Anfang an auf einer soliden und rentablen Basis, so der Unternehmer weiter.

Karlsruhe sei für ihn der ideale Standort, erzählt er. Die Infrastruktur für Jungunternehmer stimme, besonders an Einrichtungen wie der Technologiefabrik. "Ich habe am Institut für Mess- und Regelungstechnik promoviert, auch schon zum Thema 'Automatisches Fahren', so kamen die ersten Kontakte, auch zur IHK zustande. Außerdem sind die großen Unternehmen der Automobilindustrie von hier aus gut erreichbar. Karlsruhe ist einfach ideal gelegen und zudem mag ich die Stadt auch privat ganz gerne", sagt Lategahn.

Autonomes Fahren ab 2018 auf der Autobahn

Er arbeitet derzeit mit einem Festangestellten und zwei Studenten, werde aber bald noch zwei weitere Mitarbeiter einstellen. "Wir haben seit Unternehmensgründung im Januar 2014 eigentlich im Stillen gearbeitet und nicht um neue Kunden geworben. Jetzt sind wir bereit für den Schritt in die Öffentlichkeit, gehen auf Messen, stellen unsere Technologie den Unternehmen aktiv vor."

Derzeit wächst Atlatec um drei bis fünf Neukunden im Jahr. Damit sei er völlig zufrieden, so Lategahn. "Ob daraus irgendwann einmal zehn oder hundert werden, kann keiner wissen. Wir entwickeln die Technologie jedenfalls mit unseren Kunden und für unsere Kunden immer weiter. Das autonome Fahren wird kommen - 2018 auf der Autobahn, so viel ist schon einmal sicher. Aber dass wir auch im innerstädtischen Verkehr neue Wege gehen müssen, ist auch klar. Und da wollen wir mit unseren Geräten dabei sein", blickt Henning Lategahn optimistisch in die Zukunft.

Webseite: atlatec.de

Treffen Sie die Gründer: Dr. Henning Lategahn auf Xing und LinkedIn!

Karlsruhe - Stadt der Innovationen: Karlsruhe ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit enormer Innovationskraft und Erfindergeist. Hier boomt die Gründer-Szene. Viele schlaue Köpfe, innovative Start Ups und erfolgreiche Unternehmer sind hier zu Hause! Zahlreiche internationale Innovationen und Technologien haben ihren Ursprung in Karlsruhe.In den nächsten Wochen stellen wir Innovationen, Unternehmer und Karlsruher Gründer in unserem Online-Spezial "Karlsruhe - Stadt der Innovationen" vor.

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  •   frari66
    (3920 Beiträge)

    30.05.2015 12:52 Uhr
    Reinhocken -> Arbeit
    Arbeit <- Reinhocken . . . und dafür auch noch Geld ausgeben. Armselig zwinkern
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  •   hamburch
    (11 Beiträge)

    29.05.2015 23:04 Uhr
    kallsruhaaa provezeit
    manche glaube sogar dette gegen uns gewinnen die klaanen rabauken
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  •   Gehwegparker
    (2887 Beiträge)

    29.05.2015 21:11 Uhr
    Ja genau...
    Das wird sich nicht durchsetzen und schon garnicht in drei Jahren. Wenn ich kein Bock hab das Steuer zu bedienen, setz ich mich in den Bus... Ist doch alles Schwachsinn sollen lieber den ÖPNV ausbauen als mit großem Aufwand so eine Nische zu besetzen zu versuchen... Dann lösen sich auch die Verkehrsprobleme von ganz alleine, da weniger Autos auf den Straßen... Schnapsidee..
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  •   Sandhas
    (1286 Beiträge)

    28.05.2015 16:49 Uhr
    Wieso erst 2018?
    Ich sehe laufend Autos ohne Fahrer, denn der/die hinterm Lenkrad schreibt gerade eine mail, oder liest den neusten tweed!
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  •   Rechtsausleger
    (1434 Beiträge)

    27.05.2015 20:27 Uhr
    Technisch durchaus denkbar
    aber wie andere das bereits erwähnt haben, muss vorher das Gesetzliche und Versicherungstechnische geklärt werden.

    Zudem muss das Volk "überzeugt" werden, dass es super ist, nicht mehr selbst fahren zu dürfen.

    Bis ein umfassendes Verkehrsleitsystem die ganzen Fahrzeuge steuert wird es allerdings noch wesentlich länger dauern. Ich schätze mindestens 20, eher 50 Jahre.
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  •   Gehwegparker
    (2887 Beiträge)

    29.05.2015 21:14 Uhr
    Genau!
    Abgesehen davon, daß das schon mit dem vielgepriesenen Datenschutz kollidiert. Da braucht sich nur einer einzuhacken und kann schon sämtliche Bewegungsprofile nachverfolgen.

    Ganz davon abgesehen, wer kauft sowas? Wer kauft sich so ein Auto dann? Die meisten Menschen fahren auch lieber Schaltwagen statt Automatikgetriebe, nichtmal das hat sich durchgesetzt, und die schwadronieren von "selbstfahrenden Autos"? Ohne Nachfrage verhungert der Markt ganz von alleine...
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  •   Gehwegparker
    (2887 Beiträge)

    29.05.2015 21:22 Uhr
    Vor allem...
    "Auf der Autobahn"...
    Ja nu, gerade dort ist das Autofahren nicht nur am unkompliziertesten, sondern macht auch, bei freier Strecke, mit am meisten Spaß (neben Landstraßen)...

    Sich durch den Stadtverkehr quälen und alle 100m an der Ampel stehen, da kommt wenig Fahrspaß auf und gerade für dort, wird es keine "selbstfahrenden Autos" geben. Kein Mensch wird sich ein Auto kaufen, das ihm die "Arbeit" dort abnimmt, wo das Fahren am angenehmsten ist... Also bleibt alles wie gehabt...
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  •   Makamabesi
    (3025 Beiträge)

    28.05.2015 18:48 Uhr
    Technisch
    denkbar ist sogar, das der Hobel selbst zur Tanke fährt, bier und Zigaretten holt und das dann selber konsumiert...........macht zwar keinen Sinn ist aber gut für die Wirtschaft.........

    ....mein Bub studiert Wirtschaftswisschenschaft! Suuuper, das ist Kriesensicher! Gesoffen wird immer!
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11139 Beiträge)

    27.05.2015 17:47 Uhr
    erst ab 2018 ???
    Handbremse lösen, Gang raus und die Kiste am Hang hinstellen, das wirkt Wunder !

    grinsen
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  •   Gehwegparker
    (2887 Beiträge)

    29.05.2015 21:16 Uhr
    Oder...
    ...mit sagen wir mal 120 km/h auf eine glitschenasse Fahrbahn in einer Kurve, dann hat man sogar noch einen Adrenalinkick gratis dazu...
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