Karlsruhe Verpackungs-Spezialist IWK hat keine Zukunftsängste: "Branche wird wachsend bleiben"

Die IWK in Stutensee ist seit 125 Jahren Weltmarktführer in Verpackungstechnik: ka-news hat mit Vertriebsleiter Mathias Ponzelar und Geschäftsführer Svend Weidemann unter anderem über Umweltverschmutzung durch Müll, verpackungsfreies Einkaufen und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man eine von der IWK gefertigte Zahnpasta-Tube daheim hat.

Die IWK ist "Weltmarktführer im Tubenfüllen" - doch wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man eine von der IWK gefertigte Zahnpasta-Tube daheim hat?

Mathias Ponzelar: Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 90 Prozent. Alle großen Konsumgüterhersteller aus Kosmetik und Pharmazie sind Kunden der IWK. Wir haben weltweit kaum nennenswerten Wettbewerb.

Inwieweit trägt die IWK, mit ihren Tuben und Verpackungen, zur Umweltbelastung durch Müll bei?

Mathias Ponzelar: Viele wissen nicht, dass tatsächlich 40 Prozent des weltweiten Plastikmülls in anderen Produkten wiederverwendet wird.

Svend Weidemann: Grundsätzlich kann die Rohstoffnutzung und weitere Dinge sicherlich noch verbessert werden. Allerdings ist Karton - und wir sind Technologieführer im Bau von Kartons - ja ein Holzprodukt und daher kein Thema wenn es um Umweltfragen geht.

Was sagen Sie zu den Trends... verpackungsfreies Einkaufen?

Svend Weidemann: Im Regelfall spart Verpackung und soll Produkte schützen. Die Verpackungsbranche wird wachsend bleiben, da manche Produkte sich auch einfach nicht für solche Shop eignen, beispielsweise Zahnpasta oder Produkte aus der Pharmazie.

... steigender Versand-/Onlinehandel?

Svend Weidemann: Der Onlinehandel ist eine Riesenwelle die auf uns zukommt. Schon heute müssen oft Sonderverpackungen hergestellt werden. Da müssen wir den Trends folgen. Auch individuelle Verpackungen die Kunden wünschen, müssen umsetzbar sein. Da müssen wir in der Lage sein diesen Trends zu folgen und sie auch umsetzen zu können.

... ein Unternehmen wie die IWK arbeitet mit Fachkräften - spüren Sie den aktuellen Fachkräftemangel ebenfalls?

Svend Weidemann: Den Fachkräftemangel gibt es sicherlich. Allerdings haben wir fast nur langjährige Mitarbeiter -uns verlässt eigentlich keiner! Darum liegt unsere Fluktuationsrate auch bei 0,3 Prozent. Darauf sind wir natürlich stolz. Auch haben wir Auszubildende und Duale Studenten, insgesamt 30 Stück aktuell. Bei der IWK herrscht die Regel: "Wer bei uns ausgebildet wird, wird auch übernommen." Fast immer bleiben die Menschen bis zur Rente bei uns.

Mehr über die 125-jährige Geschichte der IWK im Artikel "Hier wird Ihre Zahnpasta abgefüllt: IWK ist seit 125 Jahren Verpackungs-Weltmarktführer".

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