12  

Karlsruhe Pläne angepasst: Ikea testet neue Fassade in Karlsruhe

Ikea hat seine Fassaden-Pläne für den Neubau in Karlsruhe nochmal überarbeitet: Ursprünglich war geplant, die Fassade aus einzelnen "Ikea"-Schriftzügen zusammenzusetzen. Von dieser Gestaltung ist man aus praktikablen Gründen abgewichen. Die neue Fassade wird aktuell mit einem kleinen Probestück auf der Baustelle am Weinweg unter realen Bedingungen getestet.

Dem aufmerksamen Beobachter ist das weiße Fassaden-Stück auf der Ikea-Baustelle am Weinweg bereits aufgefallen. Ikea testet die Wirkung der geplanten Fassade unter realen Bedingungen. "Das gibt uns die Möglichkeit, die Wirkung der gewählten Elementgröße, Materialart und -stärke, Aufbau und Befestigungen zu prüfen und zu optimieren", so Unternehmenssprecherin Chantal Gilsdorf gegenüber ka-news. Denn: Die neue Fassade wird sich von bisher bekannten Ikea-Fassaden unterscheiden.

Um den "Stadt-Ikea" optimal an den Standort anzupassen, wurde im Zuge der Ansiedlungspläne ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Im Gegensatz zu Standorten in anderen Städten, wird Ikea in Karlsruhe nicht auf einer grünen Wiese, sondern mitten im Stadtgebiet bauen - und soll dementsprechend repräsentativ wirken.

Ikea-Fassade
Ein Probe-Stück der neuen Ikea-Fassade auf der Baustelle. | Bild: cob

Man habe auf eine sehr differenzierte und reflektierte Fassadengestaltung Wert gelegt, erläuterte die Stadtverwaltung 2016, als es um die Genehmigung der Baupläne ging. Sechs eingeladene Architekturbüros haben an dem anonymisierten Verfahren teilgenommen.

Als Sieger ging damals das Architektenbüro "nps tchoban voss", das heute nur noch "Tchoban Voss" heißt, hervor. Überzeugt haben sie mit der Idee, den Ikea-Schriftzug in vielen kleinen Elementen in der Fassade unterzubringen.

IKEA
Der ursprüngliche Sieger-Entwurf der Fassade. |

Anke Karmann-Woessner vom Stadtplanungsamt erläuterte damals das geplante Design in einer Sitzung des Gemeinderats wie folgt: "Es war eine ganz witzige Lösung mit einem großen Gitter oder Netz, das aus einzelnen Ikea-Buchstaben gebildet ist, als eine flächige zweite Schicht vor der dunkelblauen Fassadenhaut, die dann auch hinterleuchtet ist."

Die kleinteilige Schriftzug-Gestaltung wurde in der weiteren Planung verworfen. Die Grundidee wurde allerdings beibehalten: So ist der neue Entwurf noch an den Ikea-Schriftzug angelehnt. In Leichtigkeit und Optik unterscheide sich die neue Fassade nicht vom Ursprungsentwurf, so Ikea, aber sie sei in Bezug auf Montage, Befestigung, Material und Reinigung einfacher und praxistauglicher.

Ikea-Fassade auf Baustelle
Ein Teil der Ikea-Fassade steht schon auf der Baustelle. | Bild: Riedel

Die Entscheidung für die neue Fassade fiel 2017 im Zuge der Detailplanung. "Wir haben den Fassadenwettbewerb unter der Prämisse durchgeführt, die optische Anmutung des Gebäudes zu entwickeln, konnten aber natürlich erst im Zuge der weiteren Planungen prüfen, ob sich alle Details auch genauso umsetzen lassen oder nicht", so Ikea gegenüber ka-news.

IKEA in Karlsruhe
So soll der neue Ikea in Karlsruhe aussehen. | Bild: IKEA

Aus diesen Gründen wurde der ursprüngliche Entwurf in Zusammenarbeit von Ikea, dem Siegerbüro und der Stadt Karlsruhe weiterentwickelt. Mit dem Probe-Stück sollen sich Vertreter der Stadt und von Ikea jetzt vor Ort und unter realen Bedingungen einen Eindruck von der neuen Fassade aus erster Hand verschaffen können.

ka-news Hintergrund

Die erste Anfrage von Ikea an die Stadt Karlsruhe hat es im Jahr 1990 gegeben, 2001 folgte eine erneute Anfrage - in beiden Fällen konnte kein geeigneter Standort gefunden werden. 2005 wendet sich Ikea Rastatt zu, ein  verlorener Rechtsstreit bringt sie zurück nach Karlsruhe,  wo 2010 bis 2012 der Suchlauf und die Überprüfung von möglichen Standorten im Stadtgebiet beginnt. Ettlingen, Baden-Baden und Pforzheim hatte der Möbelriese bereits im Vorfeld als Standorte ausgeschlossen.

Im Mai 2014 gab Ikea seinen Wunschstandort an der Durlacher Allee bekannt - es folgte die Zustimmung der Stadträte, des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein im Juli 2015, des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur (November 2015) und schlussendlich des Karlsruher Gemeinderats zum Bebauungsplan im Dezember 2016. 2016 wurde der Bebauungsplan im Gemeinderat verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Verantwortlichen noch von einem Baubeginn Mitte 2017 und einer Eröffnung 2018/19 aus.

Mehr zum Thema
Ikea-Ansiedlung in Karlsruhe: Karlsruhe erhält einen Ikea: 2020 soll der Neubau am Weinweg eröffnet werden. Alle Infos rund um die Planung, Bau und Eröffnung von Ikea in Karlsruhe haben wir hier in unserem Dossier für Sie zusammengestellt.

Haben Sie Fragen und Anregungen zum neuen Ikea in Karlsruhe? Im IKEA-Bürgerforum können die Karlsruher online Fragen an Ikea stellen und über die Ikea-Ansiedlung diskutieren. Das Bürgerforum ist ein gemeinsames Projekt von Ikea und ka-news.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (12)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Toleranz
    (199 Beiträge)

    26.02.2018 13:46 Uhr
    Keiner braucht IKEA in KA
    ... macht nur noch mehr inhabergeführte Läden kaputt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   stefko
    (1987 Beiträge)

    26.02.2018 13:51 Uhr
    Keiner braucht Aussagen wie
    "keiner braucht ..." zwinkern

    Aber Du kannst ja gerne mal eine Liste mit inhabergeführten Geschäften in KA erstellen, welche zukünftig in Konkurrenz zu IKEA stehen werden.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (9225 Beiträge)

    26.02.2018 15:44 Uhr
    Insbesondere "inhabergeführte Geschäfte"
    Wo gibt es in KA noch inhabergeführte Geschäfte und vor allem welche, die das gleiche Sortiment wie IKEA anbieten?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Kruppstahl
    (870 Beiträge)

    26.02.2018 16:21 Uhr
    Weshalb gibt es mittlerweile so wenige?
    Die Antwort kannst du dir selbst liefern. Es reicht aber schon aus, daß ein Teilsortiment von Ikea dem des Einzelhändlers voll abdeckt. Viele rennen dann nicht mehr in die Stadt, sondern nehmen es denn eben beim Schweden mit.Das mag dann zwar billiger Ramsch sein, aber Mensch ist ja mittlerweile bekannt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   betablocker
    (3674 Beiträge)

    26.02.2018 11:12 Uhr
    Das Bild
    mit dem eingesetzten Gebäude ist wenigstens mal gescheit gemacht, im Gegensatz dazu was man sonst hier so zu sehen bekommt. grinsen
    Und sieht gar nicht schlecht aus, ob man jetzt Sektenanhänger ist oder nicht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   stefko
    (1987 Beiträge)

    26.02.2018 11:45 Uhr
    Kein Wunder
    Quelle: IKEA ... zwinkern
    Die beauftragen halt jemanden, der sich damit auskennt und nicht einfach den nächsten Photoshop-Phillip, wie bei ka-news üblich.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   chris
    (575 Beiträge)

    26.02.2018 10:53 Uhr
    Grünes Dach?
    Das begrünte Dach erstaunt mich...sieht aber gut aus. Weil die großen Bäume stehen bleiben, fügt sich der Baukörper sehr gut ein. Die Stadteinfahrt gewinnt dadurch enorm. Frage mich, was gegenüber passieren wird...ESG Frankonia soll auch bebaut werden. Was kommt denn dort hin? Usprünglich wollte Welli dort sein Stadion bauen...und nun?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Berty87
    (419 Beiträge)

    26.02.2018 14:21 Uhr
    Dort
    Kommt das Abhollager hin.😁😁
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   bohnerc
    (103 Beiträge)

    26.02.2018 12:15 Uhr
    ESG Frankonia Gelände..
    Die ESG Frankonia wird umgesiedelt an die Stuttgarter Straße. Dort finden aktuell die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Kleingärten statt - über die Entwicklungen haben wir im Artikel Karlsruher Sportverein wagt Neuanfang berichtet.

    Was mit dem Gelände an der Durlacher Allee passieren soll, ist noch nicht festgelegt. Im räumlichen Leitbild der Stadt Karlsruhe wurde das Gebiet mal für ein potentielles neues urbanes Mischgebiet vorgeschlagen. Ob und wie dies Planungsidee zur Stadtentwicklung in den kommenden Jahren allerdings wirklich umgesetzt wird, hängt von weiteren Faktoren der Stadtentwicklung ab.

    Die Redaktion beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dem Thema Räumliches Leitbild - dazu wird auf ka-news zeitnah eine Themen-Reihe starten. Wenn Sie dazu weitere Fragen und Anmerkungen haben, freuen wir uns über eine Mail an redaktion@ka-news.de oder eine Nachricht per ka-Reporter-Formular.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   chris
    (575 Beiträge)

    26.02.2018 21:12 Uhr
    DANKE
    DANKE....klingt interessant...hatte mich schon gewundert, dass die Stadt die Schrebergärten gekauft hat. Wohin die Stadt mit diesen Grundstücken will, ist mit schleierhaft...die liegen doch so tief in der Senke. Wohngebäude an der Autobahn sind nicht wirklich attraktiv. Habe mal gehört, dass die Stadt dort den neuen Messplatz plant und den alten Messplatz bebauen möchte. Das würde Sinn machen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben