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Karlsruhe Neue Baustellen: Ikea-Kreuzungen werden fit gemacht - gestartet wird in Gerwigstraße

Karlsruhe bereitet das umliegende Straßennetz auf die Ikea-Ansiedlung am Weinweg vor. Geplant sind neue Fahrstreifen, um die Verkehre um das Ikea-Gelände ohne größere Staus abwickeln zu können. Im Mai starten die Bauarbeiten in der Gerwigstraße, welche nach erfolgreichem Umbau Ende 2018 als Umleitung während der Umbauphase des Weinwegs und der Durlacher Allee dienen soll.

Mitte März soll der Eröffnungstermin für Ikea in Karlsruhe feststehen - momentan arbeitet der Möbelriese noch an einer aktuellen Zeitschiene. Ein schwieriger Baugrund hatte die vorbereitenden Bauarbeiten auf dem Gelände verzögert und den Zeitplan um mindestens ein Jahr verschoben. Ursprünglich sollte der Bau bereits Mitte 2017 starten.

Erste Baustellen ab Ende Mai

Die Stadt Karlsruhe beginnt derweil mit dem Umbau auf den Straßen rund um das Ikea-Gelände: Vier Kreuzungen müssen an die zu erwartenden Verkehre angepasst werden. Das Möbelhaus wird zahlreiche neue Kunden anziehen. Die Stadt kalkuliert 9.000 zusätzliche Autos montags bis donnerstags sowie rund 10.000 Autos freitags und 14.000 Autos samstags - ein Plus von 14 Prozent am gesamten Verkehrsaufkommen. Das Straßennetz am Weinweg soll hierfür fit gemacht werden.

Ende Mai werden zunächst die Fahrspuren in der Gerwigstraße zwischen Ostring und Weinweg umgebaut. Für die neuen Fahrstreifen werden Teile des Straßenraums gesperrt, Autofahrer müssen sich auf Umleitungen und Einschränkungen einstellen.

 

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Die Stadt will bei den anstehenden Umbauten zeitgleiche Eingriffen in die Gerwigstraße und die Durlacher Allee vermeiden. Die Gerwigstraße soll gegen Ende des Jahres zur leistungsfähigen Verkehrsachse umgebaut sein und als Umleitungsstrecke für die Durlacher Allee dienen. Ab Frühjahr 2019 müssen sich Autofahrer dort auf Fahrstreifensperrungen einstellen. 

Gerwigstraße: U-Turn und zusätzliche Fahrstreifen

Insgesamt plant Ikea zwei Zufahrten und zwei Abfahrten auf das Gelände: Eine kombinierte Zu- und Abfahrt ist in der Gerwigstraße vorgesehen. Eine reine Zufahrt wird es auf der Durlacher Allee sowie eine reine Abfahrt in den Weinweg geben. In der Gerwigstraße wird Zu- und Abfahrt nur über Rechtsabbiegen auf das Gelände und Ausfahrt nach Rechts möglich sein. Am Knotenpunkt mit dem Weinweg wird ein neuer U-Turn zum Wenden gebaut.

Kreuzung Gerwigstraße/Weinweg
Kreuzung Gerwigstraße/Weinweg: Hier soll ein U-Turn nach Links entstehen. | Bild: cob

An der Kreuzung Gerwigstraße/Ostring entsteht ein zusätzlicher Linksabbiegestreifen, ein eigener Rechtsabbiegestreifen und eigener Geradausstreifen in östliche Gerwigstraße nach Westen. Radfahrstreifen sind auf beiden Seiten vorgesehen.

Kreuzung Gerwigstraße/Ostring
Gerwigstraße/Ostring: Neue Anordnung der Spuren, zusätzlicher Linksabbiegerstreifen. | Bild: cob

Ende 2018: Umbau Weinweg

Im Anschluss daran, voraussichtlich ab Ende des Jahres, verlagert sich die Baustelle auf den Straßenraum im Weinweg zwischen Gerwigstraße und Durlacher Allee in Fahrtrichtung Durlacher Allee. Am Weinweg wird sich eine Ikea-Ausfahrt befinden: Von dieser ist die Weiterführung eines dritten Fahrstreifens in Richtung Durlacher Allee geplant.

Straße am Weinweg
Rechts: Künftige Ikea Ausfahrt, ab hier soll ein zusätzlicher Fahrstreifen entstehen. | Bild: cob

Frühjahr 2019: Umbau Durlacher Allee

Umbaumaßnahmen im Straßenraum der Durlacher Allee sind ab Frühjahr 2019 geplant, das bestätigt die Stadt gegenüber ka-news. An der Durlacher Allee wird die zweite Ikea-Zufahrt entstehen. Drei Bäume werden hierzu gefällt, der Radweg entlang der Allee in Richtung Westen verschwenkt werden.

An der Kreuzung Durlacher Allee/Weinweg wird eine zweite Linksabbiegerspur in den Weinweg angelegt. Für die Verbreiterung der Durlacher Allee muss die Stadt an der Böschung zum ESG Frankonia-Gelände arbeiten. Einige Bäume werden weichen müssen. Der straßenbegleitende Radweg bleibt erhalten.

Durlacher Allee: Abbiegespur
Hier entsteht eine zweite Abbiegerspur. | Bild: cob

Weiterhin soll die Fußgängerinsel vergrößert werden: Die östliche Insel wird von 110 Qaudratmetern auf 55 Quadratmeter halbiert. Die westliche Insel wird verfünffacht - von 20 auf 100 Quadratmeter.

Fußgängerübergang Durlacher Allee
Fußgängerübergang Durlacher Allee. | Bild: cob

Geplant ist auch ein barrierefreier Ausbau der Weinweg-Haltestelle. Dieser soll Mitte 2019 beginnen. Die Bauarbeiten sind für vier bis sechs Monate angesetzt. In dieser Zeit soll es eine provisorische Haltestelle "Weinweg" für die Straßenbahnfahrgäste geben.

Weinweg-Haltestelle
Weinweg-Haltestelle | Bild: cob

An der Kreuzung Ostring/Durlacher Allee ist an der nördlichen Zufahrt ein vierter Fahrstreifen als kombinierter Geradeaus-/Rechtsabbiegestreifen geplant. Hierzu müssen drei Bäume entfernt werden, ein Ersatz ist auf dem Grünstreifen vorgesehen.

Ostring
Ostring: hier entsteht eine weitere Rechtsabbiegerspur. | Bild: Barros

Verkehrschaos? Das sagt Ikea zur Planung

Bezüglich der Verkehrsplanung heißt es von Ikea im offiziellen Bürgerforum auf ka-news: "Wir sind uns bewusst, dass unsere Ansiedlung zu mehr Verkehr in der Durlacher Allee führen wird - deshalb haben wir gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe ein Konzept entwickelt, damit der Verkehr auch nach unserer Eröffnung gut fließt und keine Staus entstehen. Wir werden zahlreiche Verbesserungen in der Straßenführung vornehmen, wie etwa neue Fahr- und Abbiegespuren und geänderte Ampelschaltungen."

Was sagt die Stadt?

Die Stadt befürchtet keine "dramatischen Situationen" und sieht sich mit den ergänzenden Ausbauten bei den Fahrspuren gut aufgestellt für den Ikea-Verkehr. Im Vorfeld der Entscheidung über die Ansiedlung wurde ein Verkehrsgutachten erstellt. Dieses berücksichtigt nicht den öffentlichen Nahverkehr, sondern geht davon aus, dass 95 Prozent der Kunden mit einem privaten Auto anreisen. Daraufhin wurde die Anpassung und Erweiterung der Straßenführung beschlossen.

Frank Mentrup (SPD)
Der Oberbürgermeister von Karlsruhe Frank Mentrup (SPD). | Bild: Sönke Möhl/Archiv

Das Stadtoberhaupt äußerte sich zur Verkehrssituation im Dezember 2016 bei der Gemeinderatssitzung, als es um die Zustimmung zum Bebauungsplan ging, wie folgt : "Wären wir als Verwaltung der Meinung, dass die Verkehre nicht bewältigbar wären, würden wir Ihnen diesen Vorschlag gar nicht machen. Das möchte ich auch noch einmal deutlich machen. Natürlich gehört es auch zum Ikea-Feeling ein bisschen dazu. Sonst würden nicht immer viele Tausende ausgerechnet zu den Zeitpunkten kommen, wo sie wissen, dass alle anderen Tausend auch kommen, dass man dann vor der Einfahrt oder Ausfahrt einmal im Stau steht. Aber wir sind der Meinung, dass wir das gut verantworten können, was wir Ihnen vorschlagen."

ka-news Hintergrund

Die erste Anfrage von Ikea an die Stadt Karlsruhe hat es im Jahr 1990 gegeben, 2001 folgte eine erneute Anfrage - in beiden Fällen konnte kein geeigneter Standort gefunden werden. 2005 wendet sich Ikea Rastatt zu, ein  verlorener Rechtsstreit bringt sie zurück nach Karlsruhe,  wo 2010 bis 2012 der Suchlauf und die Überprüfung von möglichen Standorten im Stadtgebiet beginnt. Ettlingen, Baden-Baden und Pforzheim hatte der Möbelriese bereits im Vorfeld als Standorte ausgeschlossen.

Im Mai 2014 gab Ikea seinen Wunschstandort an der Durlacher Allee bekannt - es folgte die Zustimmung der Stadträte, des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein im Juli 2015, des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur (November 2015) und schlussendlich des Karlsruher Gemeinderats zum Bebauungsplan im Dezember 2016. 2016 wurde der Bebauungsplan im Gemeinderat verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Verantwortlichen noch von einem Baubeginn Mitte 2017 und einer Eröffnung 2018/19 aus.

Der Artikel wurde nachträglich bearbeitet.

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Ikea-Ansiedlung in Karlsruhe: Karlsruhe erhält einen Ikea: 2019 soll der Neubau am Weinweg eröffnet werden. Alle Infos rund um die Planung, Bau und Eröffnung von Ikea in Karlsruhe haben wir hier in unserem Dossier für Sie zusammengestellt.

Haben Sie Fragen und Anregungen zum neuen Ikea in Karlsruhe? Im IKEA-Bürgerforum können die Karlsruher online Fragen an Ikea stellen und über die Ikea-Ansiedlung diskutieren. Das Bürgerforum ist ein gemeinsames Projekt von Ikea und ka-news.

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  •   Beiertheimer
    (916 Beiträge)

    19.02.2018 16:56 Uhr
    Insiderfrage zum U-Turn
    Planen die gleichen Leute den U-Turn die auch den Oststadtkreisel (gerade Strecke einer Ausbuchtung, zwei Kreuzungen + 1xStombüchse durch die Mitte) geplant haben?
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  •   froschi
    (34 Beiträge)

    19.02.2018 23:05 Uhr
    Es fahren gar keine Straßenbahnen
    beim geplanten U-Turn. Der U-Turn kommt auf die Gerwigstraße, das Gleis dort ist nur ein Betriebsgleis.
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  •   mueck
    (9570 Beiträge)

    21.02.2018 12:45 Uhr
    ...
    .... und vor paar Monaten stillgelegt und kommt daher weg ...
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  •   dipfele
    (4626 Beiträge)

    19.02.2018 17:51 Uhr
    Und was ist mit der Strassenbahn?
    Dort fahren immerhin 4 Linien im 10 Minutentakt in beiden Richtungen. Wie kommen die Fahrgäste über die Strasse zur Haltestelle?
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  •   Bahnnutzer100
    (161 Beiträge)

    20.02.2018 14:04 Uhr
    95% Autoanteil
    Wer von solchen Verhältnissen ausgeht, der hat sich von einer umweltfreundlichen Verkehrspolitik verabschiedet. Schade, in Karlsruhe wurde einmal eine bessere, sprich ÖPNV freundlichere Politik gemacht.
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    (2477 Beiträge)

    20.02.2018 15:20 Uhr
    Das hat
    aber nichts mit der Politik zu tun, sondern mit den Leuten die da einkaufen. Wenn ich irgendwo einkaufen und das Auto nehmen will dann nehm ich auch das Auto. Und wenn das nicht geht geh ich woanders hin. Und wer sowieso bisher mit der Bahn gefahren ist wird es weiterhin tun.
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  •   Mondgesicht
    (1764 Beiträge)

    20.02.2018 09:09 Uhr
    Schlechter als jetzt
    kann es für die Fußgänger kaum werden.

    Bis man vom Mann Mobilia an der Haltestelle ist, über drei verschiedene Fußgängerampeln, hat man locker zwei Bahnen verpasst. Gestern erst wieder erlebt traurig
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    (2477 Beiträge)

    19.02.2018 18:16 Uhr
    Indem
    sie die Strasse überqueren?
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    (2477 Beiträge)

    19.02.2018 10:33 Uhr
    Dieses kolportierte Chaos
    das da entstehen soll ist völlig überzogen. Es gibt in jeder Stadt eine Vielzahl solcher grossen Läden in Randlagen. Dort kann man zu jeder Tageszeit einfach hinfahren, parken und reingehen. Fertig. Warum ist das so? Weil eben doch die überwiegende Zahl der Berufstätigen irgendwann zwischen acht und 17 Uhr (manche früher, manche auch länger) ihrer Arbeit nachgeht. Daran ändern auch reduzierte Arbeitszeiten und flexible Arbeitszeitmodelle nichts, im Gegenteil, die sorgen eher für einen Verteilungseffekt.
    Wann wirds haarig? Selbstverständlich an Samstagen. Aber auch nur an Samstagen. Aber da wir auch hier durch die inzwischen verlängerten Öffnungszeiten eine bessere Verteilung haben wird sich das nach einem gewissen Anfangshype einpendeln.
    Sicher ist, dass diese Infarktszenarien keinesfalls eintreten werden.
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    (2477 Beiträge)

    19.02.2018 10:44 Uhr
    Hinzu kommt,
    dass insbesondere Autofahrer bei der Zufahrt nach Karlsruhe zwischen FÜNF eng beieinanderliegenden Autobahnanschlusstellen wählen können, welche teilweise nur durch einen minimalen Umweg direkt in die Stadt führen. Jeder der aus der Region kommt weiss das und kann sich anpassen. Und wegen eines IKEA kommen sie jetzt nicht auf einmal von weissgottwo hergefahren.
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