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Karlsruhe Ikea in Karlsruhe: Jetzt sind die Straßen rund um den Neubau dran

Wenn in Zukunft der Ikea in Karlsruhe eröffnet, muss dafür noch einiges im Vorfeld getan werden. Vor Baubeginn muss die öffentliche Erschließung angepasst werden. Damit beginnt der schwedische Möbelriese bereits am 14. Juni. Los geht es mit dem Straßenumbau in der Gerwigstraße und im Weinweg.

Im Sommer 2020 will Ikea in Karlsruhe eröffnen, doch bis dahin steht noch viel Arbeit auf der Großbaustelle der Durlacher Allee an. Bevor es mit dem eigentlichen Bau des Möbelhauses los geht, müssen Tiefbauarbeiten für die öffentliche Erschließung gemacht werden. Diese Maßnahmen rund um den Neubau übernimmt der Möbelgigant aus Schweden. 

Zwei Bauabschnitte rund um das Areal

Die Umbaumaßnahmen umfassen zwei Abschnitte. Der erste Bauabschnitt betrifft die Gerwigstraße und den Weinweg, der zweite Bauabschnitt konzentriert sich auf den Umbau der Durlacher Allee. Ab dem 14. Juni startet nun die erste Bauphase im ersten Bauabschnitt. Das teilt die Stadt Karlsruhe in einem Bericht an die Presse mit. 

 

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Die erste Bauphase umfasst den Umbau der südlichen Gerwigstraße und den östlichen Weinweg. Diese Arbeiten dauern laut Stadt bis Mitte August. Der Verkehr wird während der Bauzeit in der Gerwigstraße mit zwei gegenläufigen Fahrspuren auf die nördliche Fahrbahn verlegt. Im Weinweg wird der Geh- und Radweg auf die östliche Seite verlegt. Dann wird in der Gerwigstraße das alte Straßenbahngleis entfernt. Somit entsteht mehr Platz sowohl für den Auto- als auch für den Radverkehr. 

In der Gerwigstraße werden die Gleise entfernt. | Bild: ka-news

Desweiteren geht es dann um den Bau eines neuen Rad- und Gehwegs, aber auch um die Zufahrten zum Ikea-Gelände. Gleichzeitig werden die Entwässerungseinrichtungen der Fahrbahnen erneuert. Während der Bauarbeiten kümmern sich laut Pressebericht die Stadtwerke Karlsruhe außerdem um ihre Gas- und Wasserleitungen sowie die Beleuchtung in dem Gebiet. 

Weitere Zufahrt zum Möbelhaus im Weinweg. Auch hier wird gebaut. | Bild: ka-news

Die Baumallee, so schreibt die Stadt abschließend, soll erhalten bleiben. Im Weinweg wird zusätzlich der westliche Geh- und Radweg neu hergestellt. Der Gehweg wird außerdem mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. 

 

ka-news Hintergrund

Die erste Anfrage von Ikea an die Stadt Karlsruhe hat es im Jahr 1990 gegeben, 2001 folgte eine erneute Anfrage - in beiden Fällen konnte kein geeigneter Standort gefunden werden. 2005 wendet sich Ikea Rastatt zu, ein  verlorener Rechtsstreit bringt sie zurück nach Karlsruhe,  wo 2010 bis 2012 der Suchlauf und die Überprüfung von möglichen Standorten im Stadtgebiet beginnt. Ettlingen, Baden-Baden und Pforzheim hatte der Möbelriese bereits im Vorfeld als Standorte ausgeschlossen.

Im Mai 2014 gab Ikea seinen Wunschstandort an der Durlacher Allee bekannt - es folgte die Zustimmung der Stadträte, des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein im Juli 2015, des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur (November 2015) und schlussendlich des Karlsruher Gemeinderats zum Bebauungsplan im Dezember 2016. 2016 wurde der Bebauungsplan im Gemeinderat verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Verantwortlichen noch von einem Baubeginn Mitte 2017 und einer Eröffnung 2018/19 aus.

Mehr zum Thema
Ikea-Ansiedlung in Karlsruhe: Karlsruhe erhält einen Ikea: 2020 soll der Neubau am Weinweg eröffnet werden. Alle Infos rund um die Planung, Bau und Eröffnung von Ikea in Karlsruhe haben wir hier in unserem Dossier für Sie zusammengestellt.

Haben Sie Fragen und Anregungen zum neuen Ikea in Karlsruhe? Im IKEA-Bürgerforum können die Karlsruher online Fragen an Ikea stellen und über die Ikea-Ansiedlung diskutieren. Das Bürgerforum ist ein gemeinsames Projekt von Ikea und ka-news.

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Kommentare (26)
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  •   Karsten2010
    (166 Beiträge)

    18.06.2018 22:01 Uhr
    "Die regen mich sowieso auf ..."
    So kann nur jemand rumjammern, der aufgrund seiner geistigen Entwicklung nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen, weder Auto noch Fahrrad. Wem gehört die Straße ?!?!?!
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  •   rosi
    (322 Beiträge)

    07.06.2018 15:57 Uhr
    Bahnhaltepunkt
    Ein Haltepunkt der direkt vorbeiführenden Rheintalbahn (KA-MA) wäre nicht schlecht, auch als Übergang auf die Stadtbahn. Allerdings lohnt bei 1-2 Zügen/h der Aufwand wohl kaum.
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  •   mueck
    (11076 Beiträge)

    07.06.2018 17:02 Uhr
    !
    Nicht ganz trivial in Dammlage zwischen zwei Brücken, aber durchaus sinnig. Strecke wird ja bald besser in die S-Bahn RheinNeckar integriert.
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  •   microbit
    (66 Beiträge)

    07.06.2018 19:05 Uhr
    Besser?
    Ich habe gelesen dass es auch als "S-Bahn" ein Stundentakt bleiben soll. Aber korrigiere mich gerne.
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  •   vielvornichtsdahinter
    (1083 Beiträge)

    06.06.2018 23:24 Uhr
    Wenn
    die Planungsstümper der Stadt Karlsruhe wieder zuschlagen kann es nur wieder eine Katastrophe werden.
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  •   dipfele
    (5614 Beiträge)

    06.06.2018 18:42 Uhr
    Die Erschliessung.....
    .....ist mal wieder extrem auf den MIV ausgerichtet. In den "Verkehrs"- Gutachten geht es "nur" um den Autoverkehr, aber werden die Bahnen und Fahrgäste behindert? Der Öffi ist den Verantwortlichen vollkommen egal. Es geht ja nicht nur um Kundschaft, dort gibt es auch viele Arbeitnehmer als Fahrgäste.
    Aber wenn schon Autoerschliessung, dann hätte am Ostring/Gerwigstrasse ein Kreisel hingehört und keine zusätzlichen Fahrspuren. Und der Weinweg hätte ganz dicht gemacht gehört, statt einer zusätzlichen Linksabbiegespur von der Durlacher Allee in den Weinweg. Immerhin ein halbes Dutzend ausgewachsene Platanen wurden extra dafür abgeholzt. Keine Einwände von den Grünen, Nabu etc.
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  •   Karsten2010
    (166 Beiträge)

    07.06.2018 13:08 Uhr
    Stimmt !
    Wenn ich bei innerörtlichen Planungen schon das Wort "Geh- und Radweg " lese, kann einem alles hochkommen. Eigentlich weiß man doch inzwischen in KA, dass Radfahrer auf die Straße gehören. An der Stelle ist die Fahrradverkehrsführung jetzt schon unzumutbar und anscheinend soll sich daran nichts ändern. Wie kann man sich als Verkehrsplaner nur so an der Karre aufgeilen ?!?!
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  •   Nando
    (7 Beiträge)

    18.06.2018 15:40 Uhr
    Radfahrer gehören runter von der Straße ... !
    Die sollen mal schön auf dem Radweg fahren, wo sie hin gehören. Die regen mich sowieso auf, ohne Ende - Diese Radfahrer. Erlauben sich Dinge ... sollen aufpassen, das ich nicht mal einem 'nen Stock aus dem Fenster in die Speichen schiebe!
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  •   Karsten2010
    (166 Beiträge)

    18.06.2018 22:02 Uhr
    "Die regen mich sowieso auf"
    So kann nur jemand rumjammern, der aufgrund seiner geistigen Entwicklung nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen, weder Auto noch Fahrrad. Wem gehört die Straße ?!?!?!
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  •   NeoTiger
    (696 Beiträge)

    06.06.2018 19:06 Uhr
    Inwiefern sollen denn Fahrgäste des Öffi denn behindert werden? Die haben doch da eine Ampel an der Straßenbahnhaltestelle die sie regelmäßig die Straße überqueren lässt.

    Außerdem dürften die meisten Kunden des IKEAs wohl mit dem Automobil anreisen. Möbel mit der Straßenbahn nach Hause zu transportieren ist ziemlich umständlich.
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