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Karlsruhe Ikea für Karlsruhe: Rollen im nächsten Jahr bereits die Bagger?

Es war ein Kampf, bis es grünes Licht gab: Im vergangenen November genehmigte das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur die Planänderung für den schwedischen Möbelriesen Ikea. Seither laufen die Planungen. Wie ist der aktuelle Stand in Sachen Ikea-Ansiedlung?

Wenn die Karlsruher künftig etwas bei Ikea kaufen wollen, sollen sie das nicht mehr im 40 Kilometer entfernten Möbelhaus in Walldorf tun müssen. Nachdem der Möbelriese 1990 bereits die erste Anfrage startete, begann ein Tauziehen; es folgten zahlreiche rechtliche Streitigkeiten.

Vor rund zwei Jahren sprachen sich dann sowohl der Karlsruher Gemeinderat und der Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) dafür aus, dass Ikea einen Standort an der Durlacher Allee erhält. Im vergangenen Jahr machte das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur den Weg für die Ikea-Ansiedlung in Karlsruhe endgültig frei.

IKEA in Karlsruhe

"Hoffen auf Unterstützung aller Beteiligten"

Seither lässt sich auf dem rund 5,8 Hektar großen Gelände am Weinweg kaum etwas von den Bauarbeiten erahnen, die hier geplant sind. Seit 2014 bekannt wurde, dass der Möbelriese eine neue Filiale in Karlsruhe eröffnen will, wurden kaum sichtbare Maßnahmen ergriffen. Derzeit laufe das Genehmigungsverfahren, heißt es vonseiten des Unternehmens gegenüber ka-news.

"Wir sind zurzeit gemeinsam mit den zuständigen Behörden mitten in den planungsrechtlichen Genehmigungsverfahren und hoffen weiterhin auf eine kooperative Unterstützung von allen Beteiligten", gibt eine Ikea-Sprecherin auf Nachfrage von ka-news an. Vorausgesetzt, alle Verfahren verlaufen positiv, dann könne der Bau im nächsten Jahr starten. "Voraussichtliche Eröffnung wäre dann 2018", so die Sprecherin weiter.

Unternehmen müssen für Ikea weichen

Die Ansiedlung des Möbelriesen hat für die bisherigen Mieter Konsequenzen. Bis 2018 müssen sie auf dem Gelände Platz gemacht haben. Diese Zeit wird diesen auch eingeräumt: "Bis zum Jahresende haben die derzeitigen Mieter Zeit für den Umzug", so die Sprecherin weiter. Eine Idee, wie es beispielsweise für "Intersport Hoffmann" weitergehen könnte, wurde bereits vor etwa einem Jahr diskutiert. Die Idee: Das Geschäft könne auf das Gelände des Durlach Centers verlagert werden.

 

Geklärt scheint dagegen die Frage, wie die künftigen Kunden zu dem Möbelhaus kommen. So habe man in enger Abstimmung mit der Stadt ein tragfähiges Verkehrskonzept erarbeitet, teilt Ikea mit. Zudem sei die Leistungsfähigkeit des vorhandenen Verkehrsnetzes durch einen Verkehrsgutachten bestätigt worden.

Doch auch unabhängig von dem erstellten Konzept wolle man noch einige Anpassungsmaßnahmen durchführen, um den Verkehrsfluss weiter zu optimieren: "Im Übrigen hat Ikea selbst das größte Interesse daran, dass der Verkehr funktioniert – denn Kunden, die im Stau stehen, kommen kein zweites Mal", so die Sprecherin.

Die Ikea-Historie im Überblick:

1990 Erste Anfrage von Ikea
2001 Erneute Anfrage, Markgutachten, kein Standort wird als geeignet betrachtet
2004 Ettlingen, Baden-Baden und Pforzheim werden von Ikea als Standorte abgelehnt
2005 Ikea-Planung in Rastatt beginnt
2007-2013 Rechtsstreit Ikea mit Stadt Rastatt
2010-2012 RVMO und Stadt Karlsruhe beginnen mit Suchlauf und Prüfung von Standorten
20. Mai 2014 Öffentliche Bekanntgabe des Wunschstandorts Durlacher Allee
Juni/Juli 2014 RVMO und Gemeinderat sprechen sich für Standort aus
Juli 2015 RVMO beschließt Änderung Regionalplan
Aufstellung des Bebauungsplans im Gemeinderat
November 2015 Ministerium genehmigt Änderung Regionalplan
2018 geplante Neueröffnung Ikea an Durlacher Allee

Im Zuge des geplanten Ikea-Neubaus in Karlsruhe hat das Unternehmen in einer gemeinsamen Aktion mit ka-news ein Ikea-Bürgerforum eingerichtet. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich ausführlich über die geplante Ikea-Ansiedlung in Karlsruhe zu informieren, Fragen zu stellen und Anregungen und Kritik zu äußern. Hier geht's zum Ikea-Bürgerforum!

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Haben Sie Fragen und Anregungen zum neuen Ikea in Karlsruhe? Im IKEA-Bürgerforum können die Karlsruher online Fragen an Ikea stellen und über die Ikea-Ansiedlung diskutieren. Das Bürgerforum ist ein gemeinsames Projekt von Ikea und ka-news.

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  •   fuzzynervzwerg
    (1148 Beiträge)

    05.07.2016 10:11 Uhr
    Die Leute von IKEA sind nicht doof!
    Die haben sich sehr genau überlegt was sie tun und was in ihr neues Konzept passt.
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  •   pat1204
    (92 Beiträge)

    05.07.2016 09:47 Uhr
    Eventhauptstadt KA
    Jetzt nehmen wir einen x-beliebigen Samstag im Mai... Heimspiel des KSC, die Mess, Mann Mobilia, IKEA und den normalen "Einkaufsverkehr"... Alle Besucher treffen sich auf der Durlacher Allee stadteinwärts.

    Da kannst du das dreifache an Zeit einplanen. Sehr interessant ist auch die Aussage "wer einmal im stau steht kommt kein zweites mal". Da hätte sich IKEA mal lieber nicht dieses Gelände anbieten lassen sollen.
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  •   malerdoerfler
    (5740 Beiträge)

    05.07.2016 18:40 Uhr
    Dann hat der Weinwegblitzer enorm viel zu tun.......
    ....und die Stadt verdient gut mit.
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  •   pelle
    (272 Beiträge)

    05.07.2016 08:59 Uhr
    IKEA
    Wenn die NATO so weiter macht wie bisher, dann rollen bald die Russen Panzer statt Bagger auf Karlsruhe
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  •   Zackenbarsch
    (220 Beiträge)

    05.07.2016 09:57 Uhr
    Spielen Sie gerade
    in einer Episode aus "Zurück in die Zukunft" mit? Die 80er Jahre lassen grüßen. Keine Sorge, am Ende der Zeitreise gibts immer ein Happy End grinsen
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  •   mixe
    (1189 Beiträge)

    05.07.2016 08:14 Uhr
    ich finde es gut,
    dass ein unternehmen (von dem man halten kann was man will , es schafft aber arbeitsplätze) innerhalb von nur ca. 30 jahren einen store eröffnen kann. diese extrem kurze zeit ist bezeichnend für den standort deutschland. nur so kann man wettbewerbsfähig bleiben, nur so werden investoren annimiert sich hier anzusiedeln. ein hoch auf die ........ja, auf was eigentlich? ironie aus.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    06.07.2016 00:00 Uhr
    Schafft Arbeitsplätze
    im Niedriglohnsegment und zahlt durch ein undurchdringbares Firmengeflecht keinen Cent Steuern, wie sich inzwischen rumgesprochen haben dürfte.
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