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Karlsruhe Für mehr Rücksicht auf Fußgänger: Neue Anzeigen sollen Radfahrer in der Fußgängerzone sensibilisieren

Den Radverkehr lenken, für ein besseres Miteinander zwischen Fußgängern und Radlern - das soll mithilfe dynamischer Anzeigen nun möglich sein. Seit Donnerstag, 7. März, leiten die von der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft aufgestellten Anzeigen den Radverkehr in der Fußgängerzone um den Ludwigsplatz.

Das Experiment ist Teil des Reallabors "Go Karlsruhe" der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft. Bis Mitte April sollen die Schilder den Verkehr in der Fußgängerzone in der Wald- und Erbprinzenstraße lenken. Das gibt die Hochschule in einer Pressemeldung bekannt.

Tafeln zeigen Frequentierung der Fußgängerzone an

Sie sollen anzeigen, wie stark die Fußgängerzone aktuell frequentiert wird und den Radlern gegebenenfalls die rücksichtsvolle Durchfahrt durch die Fußgängerzone oder die Umfahrung auf der City-Route-Süd empfehlen. Diese führt über die Herrenstraße und die Amalienstraße und ist durch die grünen City-Route-Tafeln beschildert. Die Anzeigen sollen damit die bereits bestehenden Dialog-Displays zur Geschwindigkeitsbegrenzung ergänzen, die im Sommer 2018 in der Erbprinzenstraße installiert wurden.

Hintergrund des Experiments ist, dass Fahrradfahrer in der Vergangenheit in der Fußgängerzone nicht immer genügend Rücksicht auf Fußgänger genommen und die Schrittgeschwindigkeit eingehalten hätten, so die Hochschule. Sowohl über die "GO-Karlsruhe"-App als auch in einer Befragung mittels interaktiver Poster sei demnach eine angespannte Situation zwischen den Verkehrsteilnehmern deutlich geworden.

Anzeigen sollen zur rücksichtsvollen Fahrweise animieren

"Untersuchungen haben ergeben, dass vielen Radfahrern nicht bewusst ist, dass sie sich hier in einer Fußgängerzone befinden. Grund hierfür könnte die Straßengestaltung sein, die sich nicht wesentlich von der angrenzenden Fahrradstraße unterscheidet", erklärt die Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft. Die dynamischen Anzeigen sollen Radfahrer sensibilisieren, dass sie in eine Fußgängerzone einfahren "und so zur rücksichtsvollen Fahrweise animieren."

Wie bei bisherigen Realexperimenten zuvor können alle Verkehrsteilnehmer vor Ort per Knopfdruck eine Rückmeldung geben. Das Realexperiment soll bis Mitte April durchgeführt und anschließend ausgewertet werden.

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  •   schoenix
    (129 Beiträge)

    13.03.2019 08:49 Uhr
    War das zufälligerweise ...
    ... in einer Fahrradstraße?
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  •   Laetschebachschorsch
    (3147 Beiträge)

    14.03.2019 09:11 Uhr
    Ganz klar
    nein
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  •   Chris23
    (293 Beiträge)

    12.03.2019 21:02 Uhr
    Ein böser anderer
    Bist du in die Engstelle eingefahren, ohne sie passieren zu lassen?

    Das problem an durchschlengeln ist, das man sobald man an Seitenfester ist die Auto anfahren, und einen durchaus mal touchieren. Man weiß halt nie wie der andere Tickt, und in der Situation bin ich auch eher vorsichtig gewurden. Das würde auch das nebeneinander stehen bleiben erklären, weil wenn sie aussen sind kommt die siehst du ich quetsch mich dran vorbei ups spiegel technik.
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  •   Laetschebachschorsch
    (3147 Beiträge)

    14.03.2019 09:20 Uhr
    Rücksicht?
    So war das nicht. Ich bin in die ca. 500 m lange Straße eingefahren als sie frei war. Als ich ungefähr in der Mittel war bogen die beiden Radler nebeneinander fahrend in die Straße ein und sind, nachdem ich angehaltet hatte, bis vor mein Fahrzeug gefahren und wollten mit Hinweis auf die StVO Streit anfangen. Aber letztlich gibt der Klügere nach bis er der Dumme ist, zumal in Karlsruhe. Ich kann auch bei eindeutiger Lage auch auf mein Vorrecht verzichten, aber nicht in so einem Fall. Das war Nötigung.
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  •   mueck
    (10736 Beiträge)

    14.03.2019 17:24 Uhr
    !
    Ich kenne das bisher nur umgekehrt: Autofahrer fährt in Engstelle ein, in der aber ich als Radfahrer schon bin ... Da fangen die Autofahrer dann auch ab und zu den Streit mit mir an, landen damit bei mir aber beim Falschen ... Ich sehe, wir sind aus dem gleichen Holz geschnitzt, wir sollten uns besser nicht begegnen ... > zwinkern
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  •   Laetschebachschorsch
    (3147 Beiträge)

    14.03.2019 17:36 Uhr
    Im Grunde
    bin ich gutmüdig und einsichtsvoll und sorge dafür, dass der Verkehr fließt und man miteinander auskommt. Aber wenn das ausgenutzt wird, dann kann ich auch anders. Wir sind nicht allein auf der Welt. Das gilt auch im Straßenverkehr - Rücksicht heißt das Zauberwort.
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  •   mkalle
    (78 Beiträge)

    12.03.2019 19:39 Uhr
    Bessere Radwege
    Es wäre tausendmal wirkungsvoller bessere Radwege herzustellen als solche unsinnigen Schilder. Die Radwege die durch die Innenstadt führen teilen sich meist die Fahrbahn mit den Autos, und bevor ich mich von absolut rücksichtslosen Autofahrern, die in der 30er Zone standardmäßig 50 fahren und mit 20cm Abstand überholen, drängeln und gefährden lasse fahre ich eben lieber in der Erbprinzenstraße
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  •   andip
    (9750 Beiträge)

    13.03.2019 08:35 Uhr
    Na toll
    Auf die rücksichtslosen Autofahrer schimpfen und sich dann noch rücksichtsloser gegenüber Fussgängern verhalten.
    Das sind die Richtigen.
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  •   reinhardo48
    (20 Beiträge)

    12.03.2019 20:05 Uhr
    Me Too!
    Ich hasse es auch, wenn man von hinten kommend an mir vorbeifährt und nur 20 cm Abstand hält.
    Nur mache ich diese Erfahrung als Fußgänger täglich mit Radfahrern auf Gehwegen, in Fußgängerzonen, in Parks!
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  •   schoenix
    (129 Beiträge)

    13.03.2019 08:48 Uhr
    Schon mal ...
    ... versucht irgendwie so zu laufen, dass da noch Leute auch mit Fahrrädern vorbei kommen?
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