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EnBW: Kundenorientierung - eine neue Erkenntnis?

Auf den Kunden kommt es also an. Was EnBW-Chef Frank Mastiaux da stolz vor den rund 40 Journalisten als Fazit seiner ersten 100 Tage im Amt verkündete, klingt nicht wirklich nach einer neuen Erkenntnis - eher wie eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem könnte gerade diese Feststellung helfen, die schlingernde EnBW endlich wieder auf die Erfolgsspur zu lenken.

Lange haben sie sich gedrückt. Es gab ja auch keinen Grund, zu handeln. Jedes abgeschriebene Atomkraftwerk brachte den Energiekonzernen gut und gerne einen Gewinn von einer Millionen Euro - pro Tag. Der Kunde hatte indes ohnehin keine Wahl. Er bezog den Strom von seinem örtlichen Versorger und fluchte höchstens mal laut, wenn der Strom teurer wurde. Eine Alternative hatte der Kunde meist ohnehin nicht.

Das änderte sich mit der Liberalisierung des Strommarktes und es änderte sich noch mehr, als nach dem Fukushima-Schock der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossene Sache war. Gerade die vier großen Energieversorger kamen plötzlich unter Druck. Dass man sich bei der EnBW in dieser Situation endlich auf den besinnt, von dem letztlich das Geld kommt, ist nur logisch - und überfällig. Nun muss Mastiaux allerdings auch konsequent durchziehen, was er angekündigt hat.

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