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Karlsruhe dm zieht bald an neuen Standort in Durlacher Allee: "Verkehrsinfarkt kommt nicht durch dm-Mitarbeiter"

In wenigen Wochen steht für 1.600 dm-Mitarbeiter der Umzug in die neue Firmenzentrale an der Durlacher Allee an. Sie alle fahren dann nicht mehr zu acht verschiedenen dm-Standorte im Stadtgebiet - sondern nur zu einem. Das wird sich auch in den Verkehrsströmen bemerkbar machen, Anwohner fürchten gar um einen Kollaps. dm-Chef Erich Harsch ist zuversichtlich, was die Verkehrslage auf der Durlacher Allee anbelangt. Sollte es dort stocken, liege es nicht an den dm-Mitarbeitern.

Es ist gerade mal drei Jahre her: 2016 feierte der Drogeriekonzern den Spatenstich an der Durlacher Allee - und jetzt werden die Kisten für den großen Umzug gepackt. Ab Juni werden die ersten dm-Mitarbeiter ihre Büros in der neuen Zentrale beziehen.

Keine Angst vor dem Verkehrskollaps

So werden aus acht Standorten in der Stadt ein großer mit Platz für 1.600 Mitarbeiter. "Der Umzug ist für wenige Wochen angesetzt, ich denke, dass jetzt schon alles gut geplant ist", sagt Erich Harsch, der Vorsitzende der Geschäftsführung, gegenüber ka-news.

Erich Harsch dm-Geschäftsführer
dm-Geschäftsführer Erich Harsch | Bild: Barros

"Es freuen sich alle auf den Umzug und dass alle wieder unter einem Dach sind, wird bestimmt ein schönes Ereignis!" Etwa 120 Millionen Euro hat das Unternehmen in den neuen Standort investiert, 41.000 Quadratmeter Grundfläche misst das Gebäude mit der Wabenstruktur - Parkhaus und Fahrradgarage inklusive. 

Dass es in der benachbarten Dornwaldsiedlung zu einem Verkehrskollaps kommt, beziehungsweise die Mitarbeiter des Drogerieriesen den Stadtteil für die An- und Abreise zur neuen Zentrale nutzen, glaubt Harsch nicht. Er will den Anwohner die Befürchtung nehmen: "Ich gehe davon aus, dass die Vorstellungen anders sind als die Wirklichkeit", sagt er im Gespräch mit ka-news. 

"Wir haben keine festen Arbeitszeiten, es kommen also nicht alle Mitarbeiter auf einen Schlag, es verteilt sich über den Tag. Wenn es zu einem Verkehrsinfarkt kommt, dann nicht durch dm-Mitarbeiter, sondern vielleicht durch andere Dinge!"

Neue dm-Zentrale könnte noch weiter wachsen

Auch sei die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gut ausgebaut. "Das ist ein wichtiges Thema für uns. Da ist auch jede Maßnahme willkommen, wie etwa die, dass die Haltestelle Untermühlstraße ein bisschen an uns herangerückt ist", sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung. "Wir haben dann noch den Bahnhof Durlach in der Nähe. Das sind also die besten Voraussetzungen für die Kollegen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen!" 

dm-Zentrale Neubau
Bild: Luftbild-Karlsruhe/Heiko Breckwoldt

Im Sommer werden alle Mitarbeiter der Zentrale und der anderen Standorte aus Karlsruhe umziehen. Sollte dm noch weiter wachsen und sich vergrößern, könnte auch die neue Zentrale wachsen. "Wir haben die Möglichkeit, das Gebäude zu erweitern, so haben wir Platz für bis zu 2.600 Arbeitsplätze", erklärt Erich Harsch. 

Rundgang über die Baustelle im April 2018 im Video

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  •   barheine
    (137 Beiträge)

    30.04.2019 13:38 Uhr
    Apropos zeitgemäß
    Ich hoffe, der Neubau produziert mehr Energie als er verbraucht.
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  •   Kojak
    (210 Beiträge)

    30.04.2019 11:50 Uhr
    Sag bloß
    "Ein bunter Bau, nicht mehr zeitgemäß..."

    Na so was grinsen
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  •   dipfele
    (5485 Beiträge)

    01.05.2019 20:34 Uhr
    Thema ist der.....
    ….Verkehrsinfarkt. Man muss gespannt sein, ober der wirklich nicht kommt.
    Dass die Anthroposophen überwiegend mit der Bahn kommen, halte ich für ein Gerücht. Warum denn sonst das grosse Parkhaus? Der Zugang zur Haltestelle wurde absichtlich erschwert. Jetzt müssen Fahrgäste extra über die Durlacher Allee laufen und die Autos dadurch anhalten. Alle 85 Sekunden hält dort eine Bahn. Da kann man sich das Chaos schon jetzt ausmalen. Früher konnten die Fahrgäste direkt vom unteren Strassenniveau zu den Bahnsteigen kommen, vollkommen ohne Strassenverkehr. Zudem müssen die 6 Meter Höhenunterschied zwischen Unten (dm-Haupteingang) und oben ( Haltestelle) nach wie vor über Treppen überwunden werden. Die Forderung nach eine Fahrstuhl wurde von der Stadt vehement abgelehnt. Und die dm Hauptverwaltung interessiert auch nicht, dass ihre umweltbewussten Mitarbeiter unfallfrei zur Bahn kommen. . Man muss sich also nicht wundern wenn die dm` ler mit dem PKW kommen .
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  •   lenkdreiachser
    (401 Beiträge)

    02.05.2019 08:19 Uhr
    Haltestellenzugang
    Ganz im Gegenteil. Wenn ein Angstraum verschwindet, ist die Haltestelle deutlich besser nutzbar als vorher. (Nicht nur) mich würde eine enge, versiffte Unterführung viel eher vom Straßenbahnfahrten abhalten, als ein ampelgeregelter Zugang, wie er an allen anderen Stellen ja auch Standard ist.
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  •   dipfele
    (5485 Beiträge)

    02.05.2019 12:16 Uhr
    Hier schreibt wieder jemand....
    .. der die Situation nicht kennt.
    Der alte Haltestellenzugang erfolgte von einer ganz normalen Strassenunterführung aus. Wettergeschützt und unabhänig vom Strassenverkehr.
    Jetzt müssen die Fahrgäste (bei rot? wie am Weinweg)über die Strasse zur Haltestelle kommen. Und die Treppenanlage liegt blank auf der Böschung, ohne Wetterschutz. Die 6 Meter Höhenunterschied zwischen der dm Zentrale und den Bahnsteigen müssen immer überwunden werden. Hintergrund ist ein neuer Bahnübergang, damit die Anthroposophen direkt von der BAB ins Parkhaus fahren können. Die Bahnen im 85 Sekundentakt werden wieder mal ausgebremst.
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  •   lenkdreiachser
    (401 Beiträge)

    02.05.2019 15:52 Uhr
    Unterführung
    Auf wenige Meter Wetterschutz bei einem Weg zur Haltestelle lässt sich gut verzichten. Entweder ist man da schon nass oder der ständige Wohnsitz liegt in der Unterführung. Entscheidender ist die Barrierefreiheit, welche in der alten Unterführung nicht gegeben und wenn überhaupt nur mit unverhältnismäßigem Aufwand und/oder hohen Betriebskosten herzustellen gewesen wäre. Und eine im Freien liegende Treppe finde ich unabhängig von jeder Witterung als angenehmer und sicherer zu begehen als eine enge Treppenanlage zwischen Betonwänden. An der Auer Str. ist es ja vergleichbar umgesetzt und funktioniert ohne Probleme.
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  •   dipfele
    (5485 Beiträge)

    02.05.2019 23:22 Uhr
    Die Barriere.....
    … ist doch die Durlacher Allee ! Ist das so schwer zu begreifen? Und versifft war der alte Treppenaufgang nie.
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  •   ALFPFIN
    (6765 Beiträge)

    30.04.2019 14:24 Uhr
    Oh,
    ein bunter Bau ist nicht mehr zeitgemäß, das hätte ich früher wissen müssen, unsere Genossenschaft hat das gegenüberliegende Häusle orange gelb oder so ähnlich anstreichen lassen. Abgesehen von den Platzverhältnissen hätte DM ja einige Leute freisetzen und mit dem bedingungslosen Grundgehalt bezahlen können, diese hätten dann das bunte Haus neutral anstreichen oder die bunten Bauteile austauschen können. So dass sie arbeitsmäßig in Übung bleiben. grinsen
    Überhaupt, hat Herr Werner einige Angestellte schon einmal freigesetzt und das von ihm propagierte bedingungslose Grundgehalt probeweise bezahlt, bevor wir alle dies über unsere Sozialbeiträge finanzieren müssen? Ist doch sein Wunsch.
    Nun ja, auch wenn die Mitarbeiter zu unterschiedlichen Zeiten kommen, an- und abfahren müssen sie allemal. In der ohnehin verkehrsreichen Ecke kommt ein Zusatzverkehr auf jeden Fall hinzu.
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  •   Gegengerade1975
    (165 Beiträge)

    01.05.2019 18:39 Uhr
    Keine Finanzierung über Sozialleistungen, sondern über höhere Mehrwertsteuern. Haben Sie sich mal detailliert mit seinen Vorschlägen befasst? Offensichtlich nicht.
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  •   dipfele
    (5485 Beiträge)

    01.05.2019 20:18 Uhr
    Es ging....
    .. um den Verkehrskollaps. Nicht um Soziales.
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