Karlsruhe dm rüstet für die Zukunft und erreicht Umsatz von 10 Milliarden Euro

Das Wachstum des Karlsruher Drogerieriesen dm hält weiter an: Neben zahlreichen neuen Filialen will sich das Unternehmen nun vor allem der Digitalisierung widmen. Dazu gehört auch eine neu geschlossene Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM).

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In zwölf Ländern und damit insgesamt 3.646 Filialen bietet dm seine Waren mittlerweile an. Und die Zeichen stehen weiter auf Expansion: Auch im kommenden Jahr sollen über 70 Filialen dazukommen, unter anderem in Mailand. Damit erschließt sich der Drogerieriese mit Sitz in Karlsruhe mit Italien das 13. Land.

Das Wachstum ist auch an den Zahlen abzulesen: Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurde erstmals die Umsatzsumme von zehn Milliarden Euro erreicht (genau 10,259 Mrd. Euro). Im Geschäftsjahr 2015/16 waren es noch 9,708 Milliarden. Damit wurde im Konzern ein Wachstum von 5,7 Prozent erzielt, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. 

25.000 Smartphones für die Mitarbeiter

Neben dem Ausbau des Filialnetzes will sich der Konzern in den kommenden Jahren auch verstärkt auf Digitalisierung setzen, wie Erich Harsch, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Karlsruhe berichtet. 

Dazu gehören beispielsweise Investitionen in Millionenhöhe: Unter anderem sollen die Lehrlinge künftig digitalen Zugang zu den Lerninhalten erhalten. Weiter soll ein internes Kommunikationsnetz aufbauen, eine Art "Facebook und Whatsapp für Mitarbeiter". Und: Es wurden mehr als 25.000 Smartphones angeschafft, mit welchen die Mitarbeiter in den Läden den Kunden unter anderem verbesserte Auskünfte geben können.  "Die Mitarbeiter müssen dann nicht mehr ins Büro an den Computer", wie Harsch den Vorteil beschreibt. Rund 70 Millionen Euro soll zudem in die digitale Infrastruktur des Karlsruher Firmenstandorts investiert werden.

Dass die digitale Welt immer mehr an Bedeutung gewinne, erkenne man auch an den Zahlen des Online-Umsatzes: "Unser Online-Shop ist mittlerweile die umsatzstärkste Filiale", so Harsch am Donnerstag. Der Umsatz im Online-Handel sei im Vergleich zum Vorjahr um 80 Prozent gestiegen. Dennoch überwiege der Gesamtumsatz, der im stationären Handel erreicht wird, den Online-Handel noch deutlich.

dm und ZKM arbeiten zusammen

Da führende Forscher auf dem Gebiet künstliche Intelligenz davon ausgehen, dass "die digitale Revolution mindestens um den Faktor 1.000 dramatischer ist, als die industrielle Revolution, die das Leben auf diesem Planeten so grundlegend verändert hat", hat der die Drogeriemarkt-Kette nun auch eine Kooperation mit dem ZKM geschlossen, so die Ankündigung am Donnerstag. 

"Das ZKM wird gemeinsam mit dm-drogerie langfristig Projekte entwickeln, um Fragestellungen und Entwicklungen der Digitalisierung in die breite Bevölkerung zu tragen", erklärt Harsch bei der Pressekonferenz. Wie das ganz konkret aussehen soll, lassen Harsch und der ebenfalls anwesende Leiter des ZKM Peter Weibel noch offen. Geplant sind unter anderem Bericht in der dm-Kundenzeitschrift, aber auch Aktionen in den Filialen.

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