Karlsruhe #digiTALK zu Kunst X.0: Wie Digitalisierung die Kunst- und Kulturlandschaft verändert

Museen entdecken neue Wege, ihre Besucher auf ihr Angebot aufmerksam zu machen und sie in die Ausstellungen mit einzubeziehen. Künstler bedienen sich neuer Zugänge zum Markt. Ob es in Zukunft noch Galerien benötigt, die Kunst für den Künstler brotlos bleiben muss und wie die Künstlerszene von der Straße die Kunstwelt aufmischt, wird Thema des 9. #digiTALK sein.

Der digitale Stammtisch in Karlsruhe lädt am Donnerstag, 8. November, ab 18.30 Uhr zur Diskussion und Austausch in die Karlshochschule ein. Beim 9. #digiTALK beleuchten Dominika Szope (ZKM Karlsruhe), Florian Trott (Kunsthalle Karlsruhe) und Helena Neubert (Künstlerin und Gründerin) die Auswirkungen der Digitalisierung auf Kunst und Kultur aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Im Anschluss an die Kurzvorträge ist das Publikum gefragt, mit den Referenten und untereinander in die Diskussion zu gehen, wie sich Kunst- und Kulturlandschaft verändert haben.

#digiTALK | Bild: ps

ZKM|Zentrum für Kunst und Medien: Dominika Szope

Seit 2011 leitet Dominika Szope die Abteilung Kommunikation und Marketing am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe und zeichnet sich mit ihrem Team für die Kommunikation des ZKM auf nationaler wie internationaler Ebene sowie für (Forschungs)-Projekte verantwortlich.

Dominika Szope
Dominika Szope (ZKM, Kommunikation und Marketing, Leitung) | Bild: ps

Sie wird über die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts für Kunst und Kultur sprechen: Mit der Digitalisierung erleben wir eine neue Kulturtechnik, die unser Leben in einem zunehmenden Maße bestimmt. Das Internet of Things/smart homes, smart cities, smart devices und so weiter machen uns zu Konsumenten, die nur noch selten Entwicklungen, Anwendungen und Formate in Frage stellen.

Welchen Aufgaben muss sich die Kultur, müssen sich die Künstler stellen, um die gesellschaftlichen Entwicklungen adäquat zu begleiten? Das ZKM fördert und fordert die Auseinandersetzung und begleitet den Konsumenten, Nutzer und Besucher bei seiner aktiven Reflektion. Das Prinzip der Interaktion und Partizipation ist dabei ein unentbehrliches Element an der Schnittstelle von Gesellschaft, Technologie und Wissenschaft.

Staatliche Kunsthalle: Florian Trott

Seit einiger Zeit arbeitet die Staatliche Kunsthalle intensiv an einer digitalen Strategie, um sich aktiv den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Florian Trott leitet seit März 2017 die Abteilung Kommunikation der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Er ist Pressesprecher des Museums und zudem der Beauftragte für die Digitale Strategie.

Florian Trott
Florian Trott leitet seit März 2017 die Abteilung Kommunikation der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Er ist Pressesprecher des Museums und zudem der Beauftragte für die Digitale Strategie. | Bild: ps

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe trifft auf die Herausforderungen der Digitalisierung. Als eines der großen und traditionsreichen Kunstmuseen in Deutschland bewahrt sie eine herausragende Sammlung mit Werken vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Mit einem ambitionierten Programm an Sonderausstellungen und Veranstaltungen lädt die Kunsthalle Besucher jeden Alters zu Begegnungen mit den Bildwelten aus den unterschiedlichsten Epochen ein.

Künstlerin und Gründerin: Helena Neubert

Unter dem Künstlernamen OVA malt sie riesige, hallenfüllende Sternenbilder. Parallel zu ihrer eigenen Gründung leitet Helena das Projekt DHPRENEUR für die Duale Hochschule, das Gründungskultur unter Studierenden fördert.

Helena Neubert
Helena Neubert ist Gründerin und Malerin. | Bild: ps

Ihr Thema ist "Von wegen Brotlos: Kunstunternehmer_innen in der digitalen Welt". "Du bist Künstlerin? Und was machst du beruflich?" So oder ähnlich hält die Gesellschaft "den Hungerkünstler" schon viel zu lange am Leben.

In einer digitalen Zeit mit neuen Möglichkeiten wird es Zeit für neue Künstlermythen! Helena Neubert zeigt auf, wie sich Künstlerinne und Künstler unabhängig von Alter, Geschlecht und Kunstform online eigene Unternehmen aufbauen. Mit Mut und Fakten zeichnen diese inspirierende Vorbilder ein neues Bild jenseits des etablierten Kunstmarktes.

Die Veranstaltungsreihe #digiTALK ist eine Plattform für digitale Gesellschaft und Netzkultur in Karlsruhe und wird als Gemeinschaftsprojekt vom Wissenschaftsbüro der Stadt Karlsruhe, Karlshochschule, ka-news und dem Contentwerk organisiert. #digiTALK ist keine Expertenveranstaltung, sondern ein offener Raum mit einem niederschwelligen Angebot für alle. Bei #digiTALK stehen Diskussion und Austausch auf Augenhöhe in lockerer Atmosphäre im Mittelpunkt! Wer nicht dabei sein kann: Getwittert wird wie immer unter dem Hashtag #digitalkka.

Weitere Infos unter www.digitalk-karlsruhe.de

Kostenlose Tickets für das Event/Anmeldung: https://www.eventbrite.de/

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