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Karlsruhe Lichteraktion "Leben gehört ins Zentrum" - Karlsruhe Einzelhändler machen auf Notlage aufmerksam: "Müssen jetzt aufstehen"

Am kommenden Mittwoch treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Angela Merkel, um in einem erneuten Corona-Gipfel über das weitere Vorgehen in der Pandemie zu beraten. Währenddessen werden vor allem die Rufe aus dem Einzelhandel nach Öffnungen immer lauter. Sie wollen nun mit einer bundesweiten Aktion auf ihre Notlage aufmerksam machen. Auch Händler aus Karlsruhe beteiligen sich an der Aktion.

Geschlossene Läden, fehlendes Weihnachtsgeschäft, wenig oder keine Perspektive auf eine baldige Öffnung, ausbleibende Hilfszahlungen und vieles mehr. Viele Einzelhändler sehen ihre Perspektive bedroht. Um diese Notlage nun zu verdeutlichen, startet die Initiative "Das Leben gehört ins Zentrum" nun eine bundesweite Aktion. 

Deutschlandweite Aktion geplant

Am Montagabend nach Einbruch der Dunkelheit, sollen deutschlandweit Schaufenster von Geschäften des Einzelhandels rot angestrahlt werden. Ziel der Aktion soll sein, auf die existenzielle Notlage der betroffenen Einzelhändler aufmerksam zu machen. "Viele Existenzen von großen und kleinen Händlern sind massiv bedroht. Deshalb wollen wir jetzt ein Schlaglicht auf die Situation richten - bevor die Lichter ausgehen", heißt es auf der Website der Initiative lebenimzentrum.com. 

So wie hier am Thalia in Karlsruhe, sollen am Montagabend mehrere Geschäfte rot leuchten.
So wie hier am Thalia in Karlsruhe, sollen am Montagabend mehrere Geschäfte rot leuchten. | Bild: Thomas Riedel

"Das Leben gehört ins Zentrum" ist eine Initiative von viele großen Einzelhändlern. "Das rote Licht soll die Notlage verdeutlichen. Es soll sagen 'Ohne Handel, sehen die Städte rot'", erklärt Oliver Sichert, Bereichsleiter von Thalia gegenüber ka-news.de 

"Müssen jetzt aufstehen"

Die Buchhandelskette beteiligt sich unter anderem auch an der Initiative und ließ die Scheiben der Karlsruher Filiale in der Kaiserstraße schon am vergangenen Sonntag in Rot erleuchten. "Wir sind der Überzeugung, jetzt aufstehen zu müssen, denn die aktuelle lange Schließung der Geschäfte bringt viele Unternehmen in große Nöte", meint Sichert weiter. 

Sichert ist für insgesamt 16 Thalia-Filialen in Baden-Württemberg und Bayern verantwortlich. Auch die Filialen in Karlsruhe fallen in seinen Kompetenzbereich. Er ist der Meinung, dass der Einzelhandel "verantwortungsvoll am 8. März öffnen kann und sollte." Lockerungen seien seiner Meinung nach gerechtfertigt, da die Möglichkeiten, die Pandemie zu kontrollieren, nun durch die Impfung und mögliche Schnelltest besser seien, als nach der Öffnung nach dem ersten Lockdown. 

Oliver Sichert ist als Bereichsleiter bei Thalia unter anderem für die Filialen in Karlsruhe verantwortlich.
Oliver Sichert ist als Bereichsleiter bei Thalia unter anderem für die Filialen in Karlsruhe verantwortlich. | Bild: Sichert/Thalia

"Wir haben gesehen, dass die Konzepte gut waren und gewirkt haben", sagt der Bereichsleiter. Zwar gab es auch in seinen 16 Filialen positive Corona-Befunde, diese seien aber alle über private Kontakte geschehen und nicht im Laden. "Außerdem hat sich nachweislich auch kein Kunde bei uns angesteckt. Die getroffenen Maßnahmen haben gut gehalten", so Sichert. Er ergänzt: "Auch im Lebensmittelhandel, gibt es ja aktuell fast keine Infektionen."

Infektionsrisiko im Handel ist gering

Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt den Eindruck von Sichert. Das RKI schätzt in seinem "ControlCovid-Protokoll" das Infektionsrisiko im Einzelhandel als gering ein und empfiehlt bei einer Sieben-Tages-Inzidenz zwischen 35 und 50 einen geöffneten Einzelhandel mit der Einschränkung, dass sich höchstens ein Kunde pro 20 Quadratmeter Ladenfläche aufhalten darf. Ab einer Inzidenz von über 50 soll eine Schließung erwogen werden. Zuletzt waren die Inzidenzen in Karlsruhe wieder leicht angestiegen.

Mit Blick auf die kommenden Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch hofft Sichert trotzdem auf eine Öffnung des Handels am 8. März. "Die meisten haben ihre Rücklagen aufgebraucht und man könnte ja bei den Öffnungen dort anfangen, wo man im Dezember aufgehört hat. Das wäre eine gute Basis." 

Cityinitiative begrüßt Aktion

Ganz so weit möchte Frank Theurer, Geschäftsführer der Cityinitiative Karlsruhe nicht gehen, auch wenn Öffnungen sein favorisiertes Ereignis wäre. "Vor allem muss jetzt mal ein klarer Plan vorgestellt werden, damit die Händler planen können. Dieses 'von Treffen zu Treffen hangeln' muss jetzt aufhören", so Theurer. 

Frank Theurer ist seit 7. Februar 2019 neuer CIK-Geschäftsführer.
Frank Theurer ist seit 7. Februar 2019 neuer CIK-Geschäftsführer. | Bild: ps/CIK

Der Cityinitiative-Chef weiter: "Dabei ist es egal in welche Richtung der Plan geht. Wenn es heißt: 'Der Handel bleibt jetzt noch vier Wochen zu, erhält bis dahin alle Hilfen und öffnet dann', dann ist das immerhin mal eine verlässliche Aussage."

Für Theurer, der die Aktion von "Das Leben gehört ins Zentrum", begrüßt seien vor allem die ausbleibenden Überbrückungshilfen der Grund, warum die Rufe nach Öffnungen lauter werden. Hinzu kommt die aktuelle Perspektivlosigkeit. "Die Händler dürfen nicht weiter im Unklaren gelassen werden, die Öffnungen sollten geplant werden, wie auch ein Unternehmen geplant werden muss."

Zwar kann der Chef der Cityinitiative die Bedenken der Mediziner verstehen und findet, dass "die Gesundheit ganz oben steht", doch ein weiteres Hinhalten der Regierung ohne die versprochenen Hilfen auszuzahlen "wäre eine Katastrophe."

 

 

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  •   todi01
    (1194 Beiträge)

    02.03.2021 12:22 Uhr
    Ausgerechnet Thalia
    heult rum, dabei setzen sie nicht nur bei ihren Lieferanten knallharte Methoden ein, sondern haben sich jüngst auch aus der Tarifbindung verabschiedet. Nicht vergessen: Nicht jeder Händler, der jetzt jammert, ist auch wirklich eine Bereicherung unserer Innenstädte.
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  •   haenger
    (526 Beiträge)

    02.03.2021 09:11 Uhr
    Ein Vorgeschmack
    auf den Zustand, wenn es gewisse Leute schaffen, die Innenstädte autofrei zu bekommen.
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  •   Apu
    (241 Beiträge)

    02.03.2021 08:30 Uhr
    Es wird zeit zu öffnen
    Ich denke nicht das es noch eine mehrheit gibt die eine Verlängerung des lockdowns möchten. Jeder Bürger liest was sonst geschieht mit Restaurants, hotelgewerbe, Innenstadt, massagestudios etc. Mittlerweile hat jeder OP oder FFP2 masken und trägt diese auch. Man hat am Wochenende gesehen das die menschen keine lust mehr haben, wie gut gefüllt war der schlosspark z.b?! Zudem muss man wirklich einmal kritik aussprechen an der durchsetzung der verbote, wenn menschen wie hunde gejagt werden nur um das verbot durchzusetzen. Man hätte mit sicherheit auch andere lösungen gefunden aber wenn man sich Ratschläge nur von den selben personen holt ist es logisch das dann soetwas heraus kommt. Lauterbach würde ja gerne immernoch so weiter machen. Bis zu einem gewissen punkt hatte ich Verständnis für die maßnahmen, aber wenn eine gefühlte hand voll personen uns ein solches desaster mit der Impfung aufzeigt, kann man die menschen nicht weiter zuhause einsperren.
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  •   kunvivanto
    (498 Beiträge)

    02.03.2021 09:49 Uhr
    wenn man sich Ratschläge nur von den selben personen holt
    nennt man das in der Risikoforschung Kuba-Syndrom.
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  •   Weichei
    (883 Beiträge)

    02.03.2021 06:29 Uhr
    Der Unterschied
    Nun wenn man Euch hier liest kann man nur den Kopf schuetteln.
    Wir hatten ebenfalls eine zweite Welle und sie ueberstanden.
    Allerdings haben wir hier nicht die Querdenker und Krawallmacher wie bei Euch.
    Mit Ausnahme des Alkohlverkaufs fuer wenige Tage waren alle Geschaefte offen.
    Alle haben sich an die Anweisungen gehalten.

    Vergleicht doch einmal
    Deutschland mit ungefaehr ~ 80 Millionen.
    https://www.google.com/search?q=covid%2019%20germany...

    South Africa mit dem scheuslichen Mutanten
    ~ 60 Millionen.
    https://www.google.com/search?q=covid-19%20south%20africa...

    Und bitte keine bloeden Antworten wie immer.
    Suedafrika
    Keine Querdenker und Krawallmacher..
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  •   kunvivanto
    (498 Beiträge)

    02.03.2021 07:12 Uhr
    Vielleicht
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Motorhead
    (679 Beiträge)

    02.03.2021 10:01 Uhr
    Gehen
    Sie doch voran und werden Sie Politiker! Nur zu. Übernehmen Sie diese große Verantwortung und bitte bitte machen Sie ja alles richtig. Sonst motzt der gelangweilte Bürger.
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  •   kunvivanto
    (498 Beiträge)

    02.03.2021 12:03 Uhr
    Schwierig bei dem Klüngel.
    Da kommt in Altparteien nur an verantwortliche Stellen, wer sich anpasst und genauso wird, wie die bisherigen, und damit ist nichts gewonnen.
    Und wie der Klüngel mit neuen Parteien umspringt, sieht man ja an den Piraten und der AfD.
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  •   santana
    (1326 Beiträge)

    02.03.2021 14:33 Uhr
    @kunivanto
    "Und wie der Klüngel mit neuen Parteien umspringt, sieht man ja an den Piraten und der AfD."

    Und das zu Recht, besonders mit der AfD, die kein Mensch braucht.
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  •   Motorhead
    (679 Beiträge)

    02.03.2021 09:59 Uhr
    Schweden
    Ziehen Sie als Vergleich heran? Ernsthaft?
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