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Karlsruhe "Die Leute werden an den Online-Handel gewöhnt": Karlsruher Spielepyramide leidet unter den Corona-Verordnungen

Fröhliches Kinderlachen ist in Zeiten der Corona-Pandemie umso wichtiger geworden. Doch das geht leider nicht immer so einfach - vor allem, wenn Einzelhändler wie die "Spielepyramide" in Karlsruhe selbst unter den strengen Corona-Vorschriften leiden müssen.

Die 2G-Regel sei für den Einzelhandel eine Katastrophe, sagte schon der Handelsverband Nordbaden. Und tatsächlich, so erklärt auch Thorsten Brombas, Inhaber der Spielepyramide in Karlsruhe, seien diese und andere Regelungen für einige Einzelhändler in einem empfindlichen Ausmaß spürbar: "Die aktuellen Maßnahmen führen zu zirka 30 Prozent weniger Frequenz", so der Spielzeughändler gegenüber ka-news.de.

Thorsten Brombas, Inhaber der Spielepyramide Karlsruhe.
Thorsten Brombas, Inhaber der Spielepyramide Karlsruhe. | Bild: Spielepyramide Karlsruhe

"Die Menschen sollen mit aller Macht daran gewöhnt werden, online einzukaufen"

Das sei für die Spielepyramide ein großes Problem, denn im Gegensatz zu einigen anderen Vertretern des Karlsruher Einzelhandels habe sie keinen Online-Shop, die die Verluste durch die fernbleibenden Kunden kompensieren könne - nur das Click & Collect-System. Ein Aspekt, in dem Brombach eine Benachteiligung für die Spielepyramide sehe: "Gefühlt sollen die Leute mit aller Macht daran gewöhnt werden, so viel wie möglich online zu kaufen."

Eine Panoramaaufnahme der Spielepyramide
Eine Panoramaaufnahme der Spielepyramide | Bild: Spielepyramide Karlsruhe

Ob all diese Maßnahmen auch so sinnvoll seien, wolle Brombas nicht in Gänze beantworten: "Über Sinnhaftigkeit diskutiere ich seit vergangenem Jahr lieber nicht mehr", sagt er. "Wenn ich mir in dieser Sicht anschaue, welche Auflagen wir erfüllen und vor allem auch durchsetzen müssen und dazu noch betrachte, was bei größeren und namhafteren Konkurrenten abgeht - dazu fällt mir nichts mehr ein." 

"Wir werden weiter so gut und wie möglich arbeiten"

Einer der problematischsten Aspekte daran sei, dass man kaum einschätzen könne, wie lange dieser Zustand noch anhalte. "Wir können uns bei ständigen Änderungen der Vorgaben ja auf nichts wirklich einstellen. Prognosen kann ich dazu also auch keine liefern", sagt Brombas gegenüber ka-news.de.

Einzig die Hoffnung dürfe man nicht verlieren. "Wir werden weiter so gut und wie möglich arbeiten, denn dadurch haben wir sehr zufriedene und dadurch sehr treue Kunden, die uns auch in schwierigsten Situationen bei uns einkaufen."

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Kommentare (22)
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  •   Cl@udia
    (42 Beiträge)

    10.01.2022 01:29 Uhr
    Öffnungszeiten
    Viel zu viele Fachgeschäfte haben leider Öffnungszeiten die darauf schließen lassen dass sie keinen Wert auf berufstätige Kundschaft legen. Ich unterstützt den örtlichen Einzelhandel gerne, aber jedes Mal Urlaub nehmen ist halt auch nicht drin.
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  •   andip
    (11330 Beiträge)

    10.01.2022 08:09 Uhr
    ??
    Praktisch fast alle haben bis 20.00 geöffnet und die allermeisten müssen nicht so lange arbeiten.
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  •   Grumpy
    (44 Beiträge)

    09.01.2022 19:41 Uhr
    Wieder jemand, der's verpennt hat ...
    Ist "online-shopping" wirklich neu? Ich glaube nicht, Mitte der 70er waren es halt Otto, Neckermann, Quelle usw. , die zweimal(?) im Jahr Ihre Kataloge rausbrachten, auf welche das konsumfreudige Volk wartete wie blöde. Ok, man musste per Brief, Postkarte, Fax oder telefonisch bestellen, aber das Prinzip ist doch komplett identisch, außer, dass sich diverse Rahmenbedingungen (zeitlich zb. bis zur Lieferung) veränderten.
    Damals gab es ja auch noch solche Sachen wie Sammelbestellungen, als sich die halbe Nachbarschaft, bei nem Fläschelein (oder zwei zwinkern Henkel trocken traf und dann gemeinsam für Unsummen bestellt wurde ...
    Ja, die Zeiten ändern sich, aber das ist hier schon die letzten 4 Mrd Jahre so.
    Geh mit der Zeit, oder geh mit der Zeit! zwinkern
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  •   IchKA
    (1233 Beiträge)

    08.01.2022 18:49 Uhr
    Ausgerechnet jetzt
    wo die kleinste U-Bahn der Welt endlich fertig ist zeigt sich dieser schleichende sich verstärkende Niedergang. Nix wars also mit den damaligen Versprechungen von Aufenthaltsqualität und den begleitenden Hochrechnungen und Verprechungen zur tollen wirtschaftlichen Entwicklung des örtlichen Handels, wenn die Kaisertraße bahnfrei ist, dernn es wird noch weitere 10 jahr dauern bis alles fertig ist.
    Geld ist weg und der Handel bald auch. Wenn sich schon die Filialisten mehr und mehr verabschieden kommt bald der letzte Tanz ums goldene Kalb. Bleibt zu hoffen, das die kleinen inhabergeführte Geschäfte in Nebenstraßen die Fahne hochhalten. Was ist eigentlich aus den Konzepten der dänischen Beratern geworden zur Belebung, eher Rettung, der Innenstadt? Wieder mal Baden in Ideen, oder finanziell baden gegangen ?
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  •   Malaika
    (321 Beiträge)

    08.01.2022 17:57 Uhr
    Ist wie mit der Henne und dem Ei...
    Ich habe früher sehr gerne in der Stadt eingekauft, bis vor ca. 15 Jahren der Niedergang angefangen hat. Ich will jetzt nicht die vielen schönen Fachgeschäfte aufzählen, die geschlossen haben, die Mehrzahl wegen zu hohen Ladenmieten in der Innenstadt, auf Grund fehlender Nachfolger im Familienbetrieb etc., die wenigsten wegen Onlinekonkurrenz. Heute sehe ich für eine ausgedehnte Shoppingtour in KA leider keinen Grund mehr. Überall Billigläden, anstatt in einem netten Straßencafé in einer Dönerbude sitzen, teure Fahrscheine lösen um mit der Strapazenbahn von A nach B zu kommen? Nein Danke!
    Wenn ich also ein paar rote Pumps will, und bevor ich mir in der Stadt einen Wolf danach suche, kaufe ich sie halt im Internet, da habe ich 50 Paare zu Auswahl, verfahre kein Geld, spare mir Zeit und bekomme sie an die Haustür geliefert. Ist doch bestens, wer braucht da noch Fachgeschäfte, die im Übrigen alles andere als geschultes "Fachpersonal" beschäftigen.
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  •   Waterman
    (6820 Beiträge)

    08.01.2022 18:57 Uhr
    Warum eigentlich nicht?
    "Früher..."
    Muss wohl vor mehr als 15 Jahren gewesen sein?

    "Ich will jetzt nicht die vielen schönen Fachgeschäfte aufzählen, die geschlossen haben..."
    Wäre doch interessant, wer und was ihnen am meisten fehlt.

    "Überall Billigläden, anstatt in einem netten Straßencafé in einer Dönerbude sitzen.."
    Welche Läden und Dönerbuden sind ihnen ein Dorn im Auge?

    "..im Internet, da habe ich 50 Paare zu Auswahl,"
    Leider sehen sie keines davon im Original oder können es direkt anprobieren.

    "...alles andere als geschultes "Fachpersonal" beschäftigen."
    seit 15 Jahren nicht mehr in der Stadt einkaufen, aber sehr firm beim Einschätzen der Personalqualifikation des heutigen Verkaufspersonals.

    PS. Den Wolf holt man sich im Allgemeinen beim Sitzen, nicht beim Laufen...

    Kritik mit ein bisschen mehr Substanz wirkt viel besser!
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  •   Malaika
    (321 Beiträge)

    08.01.2022 22:14 Uhr
    Mit Ihrem letzten Satz
    haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen, gell!
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  •   Gelegenheits-Kommentator
    (87 Beiträge)

    08.01.2022 15:22 Uhr
    Suche ich einen speziellen Artikel,
    ist es gut möglich, daß ich diesen beim Händler vor Ort nicht (mehr) bekomme. Also bleibt nur die Suche und der Kauf übers Internet. Allerdings sollten Retouren deutlich reduziert werden, schon allein aus ökologischen Gründen. Es würde helfen, daß jede Rücksendung ausreichend begründet werden und der Käufer auch die anfallenden Versandkosten selbst tragen muß. Es kann nicht sein, daß Onlinehändler die Unsitte mit den ausufernden Rücksendungen auch noch fördern, indem sie Gratisretouren anbieten. Wenn ich beim Händler vor Ort etwas zurückgeben bzw. umtauschen will, muß ich für meine Wegekosten nach dort ja auch selbst aufkommen.
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  •   yokohama
    (3495 Beiträge)

    08.01.2022 10:40 Uhr
    Ich wusste nicht mal
    dass nach der Schließung von Döring noch so ein großer Spielzeugladen in Karlsruhe existiert.
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  •   InKa
    (951 Beiträge)

    08.01.2022 19:51 Uhr
    ein
    richtig guter Laden.Sehr zu empfehlen.Vor Corona gab es richtige Spielabende. Der Inhaber und seine Leute,einer mit Herzblut
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