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Stuttgart Corona-Virus: 328 Millionen Euro als Nothilfe für Gastronomie geplant

Mit einem Nothilfeprogramm in Höhe von 328 Millionen Euro will Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) Betriebe aus Gastronomie und Hotellerie vor der Insolvenz in der Corona-Krise bewahren. Die "Südwest Presse" berichtete am Mittwoch über ein entsprechendes Konzept des Ministers. Dieses sehe nicht rückzahlbare Hilfen in Höhe von 3.000 Euro pro Betrieb und weitere 2.000 Euro pro rechnerischer Vollzeitstelle vor. Die Pläne müssen laut dem Bericht noch mit dem grünen Koalitionspartner abgestimmt werden.

Die Zeitung zitierte Wolf mit den Worten: "Wenn wir vermeiden wollen, dass Gastronomiebetriebe zu Tausenden pleitegehen, müssen wir mit einem weiteren Sofortprogramm handeln." Ein Sprecher des Ministeriums ergänzte auf Anfrage, dass es sich um die Umsetzung eines Vorschlags von CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann handle.

Tourismusminister Guido Wolf.
Tourismusminister Guido Wolf. | Bild: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Sie hatte in einem Brief an Wolf und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) für ein Sonderprogramm des Landes in Höhe von bis zu 300 Millionen Euro für die Branche plädiert. Das Geld solle aus dem Fünf-Milliarden-Euro-Rettungsschirm genommen werden, mit dem die Wirtschaft unterstützt werde, schrieb Eisenmann.

Die Branche steht weitgehend still. Der Gaststättenverband Dehoga rechnet derzeit mit bis zu 10.000 Pleiten und Aufgaben allein in Baden-Württemberg. Außerdem drohten Zehntausende Arbeitslose.

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  •   Route66
    (2481 Beiträge)

    26.04.2020 17:40 Uhr
    In Italien, Spanien und Portugal
    verdienen die Hotels und Restaurants und auch Bars etc. genau 6-7 Monate und müssen Rücklagen bilden, damit sie über die touristenfreien Monate kommen. Genauso machen das dort die Angestellten. Die haben 7 Monate ein Einkommen und legen davon etwas weg für die Monate ohne Verdienst. Das ist da ganz normal? Und wir sprechen hier nicht über Riesengehälter, jeder weiß dass man da nicht viel verdient.
    Hier sind mal vier Wochen Lockdown, es gibt staatliche Hilfe und trotzdem ist die Jammerei groß. Hat. Icht jedes Land. Die Touristenländer, die eigentlich ab April wieder verdienen würden und wo bei den Leuten jetzt auch kein Erspartes mehr ist, die stellen sich nicht so an. Die wären froh, sie könnten ihre Familie noch ernähren, weil da ist kein 60% - bald 80% Kurzarbeitergeld.
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  •   Kiwi
    (376 Beiträge)

    26.04.2020 11:13 Uhr
    gibts dann Freibier für Alle
    Hat man unserem Tourismusminister den Maßkrug aus den Händen genommen?
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  •   AlterMann
    (172 Beiträge)

    23.04.2020 13:08 Uhr
    so schnell pleite?
    Wenn man bedenkt dass viele Lokale übers Jahr gesehen zwei oder mehr Monate geschlossen haben weil der Besitzer Heimaturlaub macht, ohne dass das dabei Geld ausgeht geht, dann wundert mich schon dass jetzt nach einem Monat schon alle Pleite sind.
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  •   andip
    (10399 Beiträge)

    24.04.2020 08:55 Uhr
    ??
    Welche Lokale haben monatelang lang geschlossen wegen Urlaubs?
    Eisdielen haben über den Winter zu aber von sonstigen Lokalen, die so etwas machen, ist mir nichts bekannt.
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  •   andip
    (10399 Beiträge)

    22.04.2020 12:01 Uhr
    Na ja
    Mit den 3.000 € können die meisten Gastronomen mal die Miete für 2 oder 3 Monate zahlen, ansonsten haben die nicht viel davon.
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  •   Freigeist1
    (1224 Beiträge)

    26.04.2020 11:42 Uhr
    Dass Wirte mit Vermietern über
    Mietsenkungen für die Schließungszeiten reden ist glaube ich sinnvoll. Die Position der Wirte ist da nicht allzu schlecht, da kein Vermieter einen anderen Wirt als Nachmieter aus dem Ärmel zaubern kann (wenn der jetzige nicht zahlen will oder kann...). Jeder sollte ein Stück der Lasten tragen.
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